big-berlin.land

Neueste Nachrichten

Wochenserie: “Baut doch was wir brauchen” Warum funktioniert in Schwarmstädten nicht?

Wie steht es um die Vereinbarung (Kooperatives Baulandmodell) dass mit dem Baurecht immer auch ein Prozentsatz günstigeren Wohnraums entsteht! Zum Verhältnis von Anspruch und Wirklichkeit:

Quelle: Ausschnitt zitiert aus Berliner Abendschau vom 03.08.2018

Durch Bauen in Schwarm-Städte kann der Wohnungsmarkt gar-nicht entspannt werden, da so-wie-so immer mehr Menschen in diese Städte strömen werden! Das Bauland wird immer weniger werden und somit die Preise immer weiter steigen!

Neubau ist sehr teuer und das derzeitige Mietspiegel-Konzept sorgt nur dafür das durch teures Bauen die Mieten stätig weiter steigen werden.

Deswegen ist es erst einmal wichtiger die Bestands-Mieter*innen optimal zu schützen, um sie nicht aus ihrer Heimat zu vertreiben. Bestands-Mieter*innen leben schon lange in der Stadt und halten sie im Alltäglichem am Laufen!

Priorität muss parallel dazu der Kampf gegen spekulativen Leerstand sein!

Im Grundbuch sollten nur natürliche, wirtschaftlich verantwortliche Personen eingetragen werden können, um Geldwäsche aus kriminellen Machenschaften unmöglich zu machen! ( keine Briefkastenfirmen mehr)

Die Möglichkeit über den Umweg legal durch Share-Deals unserem Staat Steuergelder (Grunderwerbssteuer) vorzuenthalten, muss im Sektor Immobilien unbedingt untersagt werden.

Eine Novellierung der entsprechenden Gesetze ist zwingend notwendig! Die Grunderwerbssteuer sollte zu Anteilen für Schulen, Kindergärten, kulturelle Gebäude und günstigen Wohnungsbau usw. eingesetzt werden!

Der Missbrauch von Eigenbedarfskündigungen, die als Vorwand zur Gentrifizierung von Mieter*innen benutzt wird, muss durch strenge Kontrollen und eine Aufnahme in das Strafgesetzbuch unterbunden werden. Eine sofortige Enteignung der Immobilien sollte die logische und Wirkungsvolle Konsequenz sein!

Es ist auch möglich Großstädte zu entlasten indem Partnerschaften mit aussterbenden Kleinstädten wiederbelebt oder aufgenommen werden! Es sollten dort Arbeitsplätze geschaffen und die Infrastruktur gestärkt werden! Durch Ansiedlung von Industrie, Kunst, Kultur, Universitäten, Handel und den Aufbau von verfallenden Innenstädten kann das gelingen!  

Landflucht, Einsamkeit, Gentrifizierung – dieses Minidorf löst unsere 3 großen Wohnprobleme.

Berlin ist die Hauptstadt der Freiheit, so sagt man. Wer zur Stoßzeit in der randvollen S7 steht, einen Aktenkoffer im Rücken und die Achselhöhle seines Nachbarn im Gesicht, spürt davon wenig. Es ist ein ganz normaler Montagmorgen. Mit dem kleinen Unterschied, dass ich heute nicht mit all den Aktenkoffern und Schwitzachseln aussteige, sondern sitzenbleibe. Heute mache ich das, was die meisten Berliner selten tun: Ich fahre nach (nein, nicht durch) Brandenburg, genauer gesagt zum Uferwerk in Werder an der Havel. Dort treffe ich Menschen, die die Hauptstadt der Freiheit bewusst verlassen haben – und zwar für immer.

 

Heute wohnen rund 100 Erwachsene und 60 Kinder im Uferwerk. Die ersten Bewohner zogen Anfang 2015 ein, die letzten vor etwa einem Jahr. Sie sind nicht nur Bewohner, sondern auch Mitglieder der Genossenschaft Uferwerk eG. In einer Genossenschaft sind sie unabhängig von Vermietern sowie Hausverwaltungen und können ihren Wohnraum selbst gestalten, weil sie selbst die Rolle der Verwaltung einnehmen. »Zweck der Genossenschaft ist es, ihren Mitgliedern dauerhaft gesicherten Wohnraum […] zur Verfügung zu stellen.« Durch die Organisation in einer Genossenschaft gibt es kein Machtgefälle zwischen Mietern und Hausverwaltung; alle Mitglieder haben die gleichen Rechte und Pflichten.

 

Quelle – Kompletter Artikel

Es gibt immer weniger Sozialwohnungen

Bezahlbarer Wohnraum ist für Geringverdiener in Deutschland Mangelware. Mit jedem Jahr sinken die Zahlen der Sozialwohnungen. Der Bund stellt den Ländern zwar Milliarden Euro dafür zur Verfügung – die Mittel sind aber nicht zweckgebunden.

 

Die Zahl der Sozialwohnungen für Menschen mit geringem Einkommen ist im vergangenen Jahr weiter gesunken. 2017 gab es nur noch 1,223 Millionen Wohnungen mit Mietpreisbindung und damit rund 46.000 weniger als im Vorjahr. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor.

Im Jahr 2006, als mit einer Reform die Zuständigkeit für den sozialen Wohnungsbau vom Bund auf die Länder überging, waren es noch rund 2,1 Millionen. Allerdings war die Zahl schon in den Jahren zuvor gesunken – 2002 gab es noch 2,5 Millionen Sozialwohnungen in Deutschland.

Die Länder bekommen zwar Milliarden vom Bund für Sozialwohnungen, die Mittel sind bisher aber nicht zweckgebunden. Die Zahl der Wohnungen kann fallen, auch wenn neue gebaut werden. Denn die staatlich bezuschussten Wohnungen fallen nach einiger Zeit aus der Sozialbindung. Das geschieht etwa, wenn der Bauherr seinen geförderten Kredit abbezahlt hat.

 

 

Quelle – Kompletter Artikel

Die “Wüste Oli”: Der Olivaer Platz verdorrt in der Hitze

Anwohner sind entsetzt über den Anblick des Olivaer Platzes in diesem Sommer. Im Herbst soll aber die Neugestaltung beginnen.

Vor einem Jahr plätscherten noch ein paar kleiner Springbrunnen in Wasserbecken, alte Glyzinien umrankten mit ihren blauen Blüten eine Pergola, überall in der Grünanlage des Olivaer Platzes hätten sich in einem Sommer wie diesem schattige Plätze für eine Rast gefunden. Daran ist ausgerechnet in diesem Sommer nicht zu denken.

Das Bezirksamt hat den Platz Ende Februar abräumen lassen, bevor ein Vogel sein Nest hätte bauen können. So will es das Naturschutzgesetz. Die Fakten wurden aber auch geschaffen, um dem jahrelangen Streit zwischen Verwaltung und Anwohnerinitiativen um Sinn und Form einer Umgestaltung des Parks ein Ende zu setzen.

Befürworter des Umbaus wollten Angsträume beseitigen

Die rot-rot-grüne Mehrheit im Bezirk sowie der Förderkreis Neuer Olivaer Platz will den Platz nach Plänen der Landschaftsarchitekten Rehwaldt umgestalten. Im Zentrum der neuen Grünanlage soll eine offene Wiese statt verwinkelter Pergolen, Nischen und Hochbeete liegen. Monika Schümer-Strucksberg vom Förderkreis, der die Umgestaltung befürwortet, sagte: „Mich haben viele Leute angesprochen, die einfach Angst hatten, durch diesen uneinsehbaren Park zu gehen.“ Zudem, so die ehemalige SPD-Bezirksverordnete, gebe es für die Umgestaltungspläne schon lange eine Mehrheit in der BVV.

Für die Bürgerinitiative (BI), die sich für eine behutsame Erneuerung des Ist-Zustandes der Grünanlage eingesetzt hatte, übertrifft der Jetzt-Zustand die schlimmsten Befürch­tun­gen. Denn seit dem Abschluss der Rodungsarbeiten, tat sich nichts mehr hinter dem mannshohen Zaun, der das Areal abgrenzt. Spontanvegetation statt Glyzinien. Ödnis statt grüner Wiese.

Bürgerinitiative will Proteste fortsetzen …

kompletten Artikel lesen … Quelle … Berliner Morgenpost

Wochenserie: Baut doch was wir brauchen! Briefkastenfirmen und der Immobilien-Leerstand!

Die Bundesregierung hat schon vor zwei Jahren versprochen: „ Briefkastenfirmen bei denen die wirtschaftlich Berechtigten anonym bleiben, darf es in Zukunft nicht mehr geben“!

Was wurde dagegen unternommen? Wer hat es möglich gemacht dass durch eine lückenhafte Gesetzgebung undurchsichtige Firmen-Konstrukte Gelder aus illegalen, kriminellen Machenschaften waschen können? Warum lässt unsere Regierung zu, das durch sogenannte Share Deals Steuergelder in Milliarden höhe verloren gehen? (Durch diese Taktik wird die Grunderwerbssteuer vermieden!)

Quelle: Ausschnitt zitiert aus Berliner Abendschau vom 02.08.2018

Kein Wohnbau statt Gewerbe

Es soll »grundsätzlich keine weiteren Umwandlungen« von Gewerbe- und Industrieflächen »zugunsten von Wohnungsbau und sozialer Infrastruktur« mehr geben. Das hat der Rat der Bürgermeister auf seiner letzten Sitzung beschlossen. In dem längeren Beschluss wird der Senat aufgefordert, »verlässliche Rahmenbedingungen« für die Stärkung kleiner und mittlerer Unternehmen in der Hauptstadt zu schaffen. Das vierseitige Beschlusspapier liegt »nd« vor.

Es liest sich wie eine Reaktion auf die kürzlich unter Vermittlung des Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) zustande gekommene Einigung über die Umwidmung von Teilen des Gewerbegebietes des ehemaligen Knorr-Bremse-Werks unweit des S-Bahnhofs Marzahn zu Wohnungsbauflächen.

 

Quelle – Kompletter Artikel

Forscher fordert Verkehrswende – Was man gegen Berlins volle Straßen tun muss

 

Die Zahl der Autos steigt weiter an. Auf den Straßen aus dem Umland sind immer mehr Pendler unterwegs. Radfahrer verlangen zusätzlichen Platz. Um den Raum auf Berlins Straßen ist ein Konflikt entbrannt, der heftiger wird. Nun hat ein Berliner Mobilitätsforscher radikale Veränderungen gefordert, die Autofahrer schmerzen, anderen Berlinern dagegen nützen würden. „Wir brauchen eine Verkehrswende!“, fordert Andreas Knie vom Wissenschaftszentrum Berlin. Sind die Tage des Privatautos in Berlin gezählt?

Nötig sei eine „radikale Verringerung der Fahrzeugmengen“ und die „Wegnahme von Privilegien“, sagt der Sozialwissenschaftler im Interview mit der Berliner Zeitung. „Ob in Madrid, Paris oder London, andere Städte haben ein klares Programm: ’raus mit den privaten Autos!“

 

Quelle – Kompletter Artikel

Nicht gerecht für die Armen

Genossenschaften garantieren nicht per se eine gute soziale Wohnraumversorgung

 

Sie haben für Ihre wissenschaftliche Arbeit das Kosmosviertel an der Stadtgrenze zu Schönefeld untersucht. Wie sind sie gerade auf diese vergleichsweise abgelegene Gegend gekommen?

Wenn man sich die sozioökonomischen Daten der Menschen, die dort wohnen, anschaut, ist die hohe Konzentration von Armut sehr auffällig. Gleichzeitig hat das Viertel eine sehr besondere Eigentümer*innen-Struktur.

Das Kosmosviertel ist ein klar abgeschlossenes Plattenbaugebiet, eine Siedlung. Dort gibt es drei unterschiedliche Eigentümer*innen, die sich auch von ihrer Gesellschafterform unterscheiden. Mit der Schönefeld Wohnen GmbH & Co. KG einen klassischen privaten Eigentümer, die Wohnungsgenossenschaft Altglienicke sowie die Stadt und Land als landeseigenes Wohnungsunternehmen. Alle drei haben von ihrer Konzeption her andere Zielsetzungen – wie sie wirtschaften, an wen sie vermieten.

 

Quelle – Kompletter Artikel

Verdichtung in dicht bebauten Gebieten – Opfer sind Mieter und Wohnqualität

Ein Berliner Beispiel: Essener Str. 23/23A in Moabit. Am 1. März 2018 wurde die große, vitale Ulme in der Baulücke zwischen Essener Str. 23/23A und Essener Str. 22 gefällt. Es war ein „privater Baum“, der unter gesetzlichem „Baumschutz“ stand. Aber ge­gen eine „Bauvorbereitende Maßnah­me“ kann die für Baumschutz Zuständi­ge im Bezirk Mitte nichts machen. Der Eigen­tümer hat Baurecht, auch wenn dort die Misere von Gründerzeithinterhöfen wie­derhergestellt wird. Das wird möglich durch die Missachtung des Berli­ner „Baunut­zungsplans“, der wesentlich ge­ringere, gesündere Baudichten vorsieht. Der galt in West-Berlin seit 1960 und wurde nach der Wende 1990 vom Senat als fortgeltend für das ehemalige West-Berlin festgelegt.

Vernichtung von Mietwohnungen
Hier wurden Altbau-Mietwohnungen in Eigentumswoh­nungen umgewandelt und der Neubau von 5 Eigentumswohnungen in der schmalen Baulücke (wo die Ulme stand) und der Dachausbau für Eigentumswohnungen geplant. Zur Klar­stellung: ich habe nichts gegen Eigentumswohnungen, aber viel gegen die Ver­drängung von Mietern und die Verschlechterung von Wohnqualität. (Mehr dazu weiter unten: Mieterverdrängung in der „Mieterstadt Berlin“.

Wohnqualität“ à la Gründerzeithinterhof
Bisher hatten BewohnerInnen (MieterInnen!) in den Hinterhäusern von Essener Str. 23 und Bochumer Str. 20 aus ihren – alleinigen ! – Nordfenstern noch den Blick durch die Baulücke, zum grünen Ulmenbaum, zur dicken Efeu-Wand in der Baulücke und zu etwas Himmel. Das alles wird ihnen mit dem geplanten Neubau genommen bzw. beschränkt. Licht und Luft für „Gesunde Lebensbedingungen“, die lt. BauGe­setzBuch bei jedem Bauvorhaben gewahrt bleiben müssen, spielen keine Rolle, weil das Bauamt nicht prüft und Mieter (z.B. im Nach­barhaus Bochumer Str. 20) kein Recht zum Widerspruch haben.

 

Quelle – Kompletter Artikel

Wochenserie: “Baut doch was wir brauchen”! Möglichkeiten um schneller und günstiger Wohnraum zu schaffen

Standardisierung Typisierung, Vorfertigung wird die Zukunft des „bezahlbaren Wohnraums“.

Der Geist wirtschaftliches Bauen heißt, Bauen mit System, Wiederholbare Qualität zu erzeugen zu immer gleichen Preisen und immer gleichen Termin-schienen. „Bezahlbarer Wohnraum“ in Industriebau-Weise – früher hieß das „Plattenbau“.

Doch wer kann sich Durchschnittskaltmieten von ca. 10 € leisten.

HOWOGE baut z. Bps. in einem Pilotprojekt 1.000 Wohnungen Urbaner Holzbau-Weise in Adlershof.

 

Quelle: Ausschnitt zitier aus Berliner Abendschau vom 01.08.2018