big-berlin.land

Neueste Nachrichten

Besuch im Bundesrat

Die gemeinnützige BürgerinitiativeWilhelmstrasse Berlin Mitte e.V. hat den Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, am 23. Januar 2015 den Bundesrat zu besuchen, ein Haus, welches schon seit 111 Jahren existiert. Die Gruppe wurde sehr freundlich von Herrn Dr. Harald Grüning empfangen, der auch in der Nachbarschaft wohnt, Mitglied der Bürgerinitiative ist und mehrere Teilnehmer persönlich kennt. Es […]

Alles Lug und Trug

Mit Versprechungen eines Bürgerzentrums, dem Bau einer Kita, billigen Wohnungen und eines angeblich großen Parks hat die Bauwert Investment Group den Bezirk überzeugt, die ursprünglich geplante Wohnungsanzahl von 230 auf nunmehr 659 fast verdreifachen zu dürfen.

  • Der Deal, der ohnehin zum großen Teil auf leeren Versprechungen und Übertreibungen beruhte, wurde über Bord geworfen, als es dem Investor 2014 nicht mehr schnell genug ging. Die Senatsverwaltung erteilte ihm im Widerspruchsverfahren einen Bauvorbescheid.
  • Nun bezahlt alles, was irgendwie sozial ist, das Land Berlin mit Förderungen (Steuergeldern) – den “bezahlbaren” Wohnraum, die Kita. Das versprochene Bürgerzentrum entfällt komplett, obwohl Bauwert mit dem Projekt bisher ca. 40 – jetzt sogar rund 50 Millionen Euro Gewinn machen wird.
  • Und die Kita ist im Bauantrag der Bauwert GmbH gar nicht enthalten – wenn sie gebaut wird, dann mit einer viel zu kleinen Freifläche, die zudem noch mit den BewohnerInnen des Hauses darüber (20 Wohnungen) geteilt werden muss.
  • Das Cafe-Restaurant am Innenhof, auch “Park” genannt, hat im Bauantrag eine Größe von nur 120 m² und soll um 18 Uhr schließen. Das wars mit dem Kulturangebot. Die Wohnungen werden teuer und haben Vorgärtchen. Das hat alles nichts mit dem Kiez zu tun.
  • Der sog. “Park” hat mitnichten eine behauptete Fläche von “knapp 6.000 m²”. Auf der tatsächlich nutzbaren Grünfläche von rund 3.000 m² sind 1.175 m² Spielplatzfläche ausgewiesen – als öffentliche Grünfläche verbleiben also nur 1.810 m². Entgegen vorausgegangener Versprechungen bleibt die Fläche nun Privatgrundstück und wird nicht dem Bezirk übertragen.

Wie das einmal im Kiez aussehen soll, hat Bauwert zwar auf der Infoveranstaltung des Bezirks am 19.01.2015 auf Fotomontagen dargestellt – Bauwert verbietet uns jedoch unter Androhung juristischer Schritte, Darstellungen daraus hier zu zeigen.
Wir empfehlen daher, sich notgedrungen über die übrigen Bauwert-Projekte ein Bild zu machen, wie es hier einmal aussehen soll: Link zur Bauwert-Seite HIER. Auf dem Freudenberg-Areal kann man sich auf Mieten von 13,50 Euro kalt/m² einstellen.

Hier ein Bild aus einer Broschüre der Senatsverwaltung (Arno Bonanni Architeken) – so soll es also einmal aussehen hier im Kiez:

 

Wohnen auf dem Friedhof

Eine Kuriosität ist auch, dass Bauwert auf dem ehemaligen städtischen Friedhof der Landgemeinde Boxhagen bauen will, wo auch das Erbbegräbnis der Familien Sonntag und Wühlisch liegt. Der Friedhof mit einer Fläche von 4.000 m² war noch 1960 in den Stadtplänen so eingezeichnet, wie rechts abgebildet. Bedauerlicherweise hat es irgendwann eine Privatisierung des Geländeteils gegeben, sonst stände heute eine öffentliche Fläche zur Verfügung.

Die Senatsverwaltung – nicht Bauwert – ist zuständig für die denkmalpflegerischen Maßnahmen. Die Gräbstätten wurden hinter weißen Sichtschutzwänden umgebettet.
Peinlich dabei: Bauwert fürchtet offenbar ein negatives Image und möchte davon nichts wissen bzw. gewusst haben – die seltsamen Äußerungen hier: Artikel in der Berliner Woche

Wie das auf dem Freudenberg-Areal aussah:


Theaterbesuch, Stammtisch, Adventsfeier und Besuch im Bundesrat – wichtige Termine stehen bevor

Liebe Bürger und Bürgerinnen, unsere gemeinnützige Bürgerinitiative Wilhelmstraße Berlin Mitte e.V. möchte Sie auf die nächsten Aktivitäten aufmerksam machen. Theaterbesuch Wir planen für Freitag, den 14. November um 20 Uhr einen gemeinsamen Theaterbesuch im Deutschen Theater und haben uns das Stück „Tabula rasa“ von Carl Sternheim ausgewählt – ­ eine bösartige-­rasante Kömödie. Hier weitere Informationen […]

Wilhelmstraße – ein geschichtsträchtiger Ort, indem heute viele Bürger ein ganz normales Zuhause finden

Der folgende Vortrag wurde neulich bei einer Bürgerversammlung der Bürgerinitiative Wilhelmstraße Berlin Mitte e.V. gehalten. Wir bringen Auszüge. Die Wilhelmstraße, seit den 1980er Jahre konzipiert, neu bebaut und bis heute genutzt als ein Ort des alltäglich-profanen Lebens und Wohnens, ist die eigentlich adäquate Antwort auf den einstigen Schrecken, der von den in dieser Straße beheimateten […]

Erstes Tischtennis-Turnier erfolgreich absolviert // 17.09.2014

Fünf Sportfreunde trafen sich am 17.9.14 beim ersten organisierten Tischtennis-Turnier im Garten, kämpften um Punkte. Die Devise “ Ball flach halten und hoch gewinnen!“ war dabei das erklärte Ziel. Am Ende waren alle erfolgreich und bekamen kleine Preise. Als  positive Konsequenz aus diesem Turnier wollen wir regelmäßig Tischtennis als sportliche Betätigung anbieten. Interessenten können sich gern bei uns melden.

20140917_112842 20140917_122759

20140917_124919 20140917_131542

Stand beim Fest der Panke // 13. und 14.09.2014

Die Stille Strasse 10 hatte anläßlich des „Festes an der Panke“ am 13./14.9. einen  eigenen Stand. Hier stellten die Donnerstags-Maler ihre Exponate aus, handgemalte Glückwunschkarten waren zu erwerben. Es gab interessierte Besucher, die sich nach dem derzeitigen Stand der Dinge in unserem Haus bei ehemaligen Besetzern informieren konnten.

Fest an der Panke 2014 (2)   Fest an der Panke 2014 (1)

Fest an der Panke 2014 (5)   Fest an der Panke 2014 (8)

Bürgerbegehren mit 10.938 Unterschriften erfolgreich!

Nach nur fünf Monaten hatten wir 10.938 Unterschriften zusammen! Am Mittwoch, den 18.02.2015 haben wir die Unterschriften beim Rechtsamt eingereicht.

Die BVV hat am 25.03.2015 die Forderungen des Bürgerbegehrens voll umfänglich übernommen und ohne Gegenstimmen beschlossen (Beschluss HIER). Der Bürgerentscheid wird dadurch nicht notwendig.

Das Bezirksamt ist nun also durch die BVV beauftragt, ein Bebauungsplanverfahren einzuleiten mit dem Ziel, die Baumasse der Planung um fast die Hälfte zu reduzieren. Allerdings wäre die Vorraussetzung, dass das Verwaltungsgerichtdas Baurecht im Zuge der laufenden Verbandsklage aufgehoben hat.


Die Diskussionen der letzten Jahre haben deutlich gezeigt: Der Kiez verträgt die geplante Verdreifachung der Wohnungsanzahl gegenüber der beschlossenen Planung aus 2010 nicht. Waren einmal laut Schulentwicklungsplan 230 Wohnungen geplant, so sind es heute 650. Die notwendige Versorgung mit Grünflächen, Kitas und Grundschulplätzen ist für so viele Neubewohner nicht zu erbringen!
Die Mehrheitsparteien im Bezirk Grüne und SPD haben diese Mahnungen ignoriert. Als der Investor Bauwert Investment Group mit einer Bauvoranfrage kam, tat das Bezirksamt nichts, um das Bebauungsplanverfahren rechtlich zu sichern. Mit ein paar Tricks konnte sich der Investor daraufhin mit Hilfe der Senatsverwaltung Baurecht sichern. Nun kann er seine Monsterblocks ohne Bebauungsplan hochziehen – ein Skandal!
Das begonnene Bürgerbegehren wurde dadurch nahezu zur Farce. Dennoch führten wir es als politische Willensbekundung durch, die deutlich machte, dass wir diese über unsere Köpfe hinweg getroffene Entscheidung ablehnen.
Die Verbandsklage kann die Entscheidung wieder aufheben. Ein reguläres Bebauungsplanverfahren könnte die Folge sein, in das ein Bürgerentscheid großen Einfluss hätte.

  • Wir wollen erreichen, dass die Baumasse von maximal 42.000 m², die 2010 Grundlage für den Planaufstellungsbeschluss war, nicht überschritten wird.
  • Dem Bauwunsch der Bauwert Investment Group, insgesamt 74.500 m² zu realisieren, muss eine Absage erteilt werden.
  • Die letzte große Freifläche mit Blocks für über 1.600 NeueinwohnerInnen vollzubauen, wäre für die Bauwert Investment Group zwar lukrativ, für den Bezirksteil jedoch nicht zu verkraften.
  • Es sind nicht ausreichend Flächen für Kita- und Grundschulneubau und für mehr Grün im Kiez vorhanden.
  • Die Bevölkerungsdichte im Großraum um das Freudenberg-Areal gehört zu den dichtest besiedelten Stadtgebieten Berlins.

Wir sehen es als angemessen an, hier maximal 300 Wohnungen zu schaffen. Mit diesem Modell entstünde mit einer öffentlichen Frei- und Grünfläche ein neues Kiezzentrum für alle, was eine Entlastung für die vorhandenen zu kleinen Plätze bringt.

 

Der Volksentscheid Tempelhofer Feld und der Bürgerentscheid Oeyenhausen haben gezeigt, wie wichtig den BerlinerInnen eine behutsame Stadtentwicklung und die Sicherung von Frei- und Grünflächen ist.

Häufig liest man, dass nun wichtige Wohnungsbaupotentiale wegfallen, was die Mietpreise aufgrund der Nachfrage weiter ansteigen lasse. Der Gesetzgeber hat aber für diesen Spannungsfall im §5 Wirtschaftsstrafgesetz das Verbot der Mietpreisüberhöhung festgesetzt. Auch ohne auf die Mietenbremse der Bundesregierung warten zu müssen, die absehbar zu viele Ausnahmen beinhalten wird, kann der Senat etwas gegen Mietwucher tun, z.B. die Bezirke mit Personal ausstatten, um Mietpreisüberhöhungen zu ahnden. Infos: http://berlinappell.blogsport.de/