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Betrug an Karl-Marx-Allee? Staatsanwalt ermittelt gegen Deutsche-Wohnen-Tochter

Der Wohnungskonzern soll an der Berliner Karl-Marx-Allee beim Vorkaufsrecht getrickst haben. Ein Rechtsgutachten untermauert den Vorwurf.

Der Verkauf Hunderter Wohnungen in Berlin an den Konzern Deutsche Wohnen beschäftigt jetzt die Staatsanwaltschaft. Gegen Verantwortliche der Firma Predac als Verkäufer sowie einer Deutsche-Wohnen-Tochter als Käufer wird wegen Verdachts des Betrugs ermittelt. Das teilte ein Sprecher der Behörde am Freitag nach einer Vorabmeldung des Nachrichtenmagazins „Spiegel“ auf Anfrage mit.

Der Vorwurf: Die Beteiligten sollen Wohnungen, deren Bewohner ein Vorkaufsrecht hatten, verteuert haben, während leere Wohnungen und Gewerbeeinheiten billiger verkauft worden seien. Mieter, die schließlich ihr Vorkaufsrecht ausübten, hätten der Deutschen Wohnen so den Erwerb der anderen Wohn- und Gewerbeeinheiten mitfinanziert. Die Anwältin einer Bewohnerin erstattete Anzeige und untersetzte diese mit einem Rechtsgutachten, wie der Tagesspiegel berichtete. …

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Gentrifizierung: Bazon Brock muss seine Denkerei in Kreuzberg räumen

Über sieben Jahre war die Denkerei am Oranienplatz Veranstaltungsort und Raum für kritische Theorie. Nun wird Gründer und Philosoph Bazon Brock dort verdrängt.

Von der Damenmantelfabrik zum Ideenort. Die Fassade der Denkerei am Oranienplatz.FOTO: PETER MEISSNER/IMAGO

Denker im Dienst. So nennt Bazon Brock sich selbst.FOTO: PETERSEN/DPA

 

 

 

 

 

 

 

 

Es war ein Samstag, an dem sich Theorie und Praxis verschränkten: Erst zogen am vergangenen Wochenende Zehntausende durch die Straßen Berlins, um gegen Wohnungsmangel und unbezahlbare Mieten zu demonstrieren, dann lud Bazon Brock zu einer Abschiedskunde in die Denkerei am Oranienplatz, die Ende April ihre Räume verlassen muss.

Draußen die bauchlastige Wut, drinnen die kopflastige Trauer. Und doch ist die Sorge die gleiche: die Verdrängung im Stadtraum. „Ein sehr schmerzhafter Abschied“ sei es für ihn, betont Brock. Der 82-jährige emeritierte Professor für Ästhetik an der Bergischen Universität Wuppertal hatte 2011 im Erdgeschoss einer ehemaligen Damenmantelfabrik die Denkerei gegründet.
Siebeneinhalb Jahre lang war das „Amt für Arbeit an unlösbaren Problemen und Maßnahmen der hohen Hand mit Sitz in Berlin“, wie die Denkerei mit vollem Titel heißt, ein Ort für Lesungen, Ausstellungen und Seminare mit wechselnden Gästen aus Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft. „Wenn Menschen in Zukunft überhaupt noch etwas gemeinsam haben werden, dann sind es nicht Illusionen kultureller Identität – wie gemeinsame Sprache, Religionen, Tischsitten –, sondern die Konfrontation aller mit nicht lösbaren Problemen“, hatte Bazon Brock einst die Idee dahinter begründet. In Zeiten eines erodierenden Europas und angesichts der schier übermächtig erscheinenden Herausforderungen des Klimawandels möchte man angesichts dieser Worte noch immer demütig nicken. …

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BIZIM KIEZ zur Besetzung und Räumung Ladens in der Wrangelstraße 77

BIZIM KIEZ fordert unabhängige Untersuchung und Konsequenzen nach der Räumung des ehemaligen Gemüseladens in der Wrangelstraße 77 Berlin/Kreuzberg: Im Zuge des Aktionstages gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn am 6. April, an dem sich bundesweit 55.000 Menschen beteiligten, wurde in der Wrangelstraße 77 in Kreuzberg ein Ladenlokal besetzt. Wir Anwohnerinnen und Anwohner aus der Nachbarschaftsinitiative Bizim Kiez […]

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Widerspenstiger Mieter zu verkaufen

Nach langem Streit verkauft ein Eigentümer die letzte Wohnung im Altbau. Weil der Mieter nicht gehen will, preist er ihn mit ein.

Ein Schnäppchen. So kommt die Verkaufsanzeige der Ein-Zimmer-Wohnung im Prenzlauer Berg daher. 38,12 Quadratmeter für 155.000 Euro. Lage: Kopenhagener Straße 46. Direkt am Mauerpark. Sanierter Altbau, makellose Fassade. Ähnliche Wohnungen im Viertel werden für gut 2000 Euro pro Quadratmeter mehr angeboten.

Der Haken ist bei diesem Schnäppchen eingepreist. Der Kauf sei eine Investition für „unerschrockene Anleger“, steht weiter unten. Man brauche unter Umständen rund ein Jahrzehnt lang ein dickes Fell, bevor mal die Immobilie nutzen kann. Geschätzte Monatsrate für den Kaufpreis: 399 Euro. Mieteinnahmen: 171,53 Euro. Der aktuelle Bewohner werde als „renitentester Mieter Berlins“ betitelt.

Anruf bei Makler Dominic Schache, er klingt nach Verve und Freisprechanlage. Ein verspäteter Aprilscherz sei das nicht, die Annonce schon drei Wochen alt, die Resonanz gut, 80 Anfragen bislang. Er wolle nur ehrlich sein mit den Interessenten. Kaufangebote gebe es. Zu niedrig allerdings. Aber die nächste Besichtigung stehe schon an.

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#Mietenwahnsinn Enteignung Protest Demo Mieterinnenschutz

Quelle: Ausschnitt zitiert aus Berliner Abendschau vom 06.04.2019

Am Samstag den 06.04.2019 gingen in Berlin über 40.000 Menschen (Unterstützung von 283 Gruppen) gegen den #Mietenwahnsinn auf die Straße.

Das sind doppelt so viel, als noch vor einem Jahr! Die Mieter*innen haben berechtigte Angst ihr zu Hause zu verlieren! Das hat nix mit Neubau zu tun, sondern mit Verdrängung aus dem sozialen Umfeld und die Vertreibung aus der Heimat, in der jeder seine Wurzeln hat! Die Gesetze, welche Verdrängung und Spekulation mit Wohnraum zulassen, könnte man als von Kriminellen geschrieben bezeichnen! Zum Beispiel das der § 559 BGB (Modernisierungsumlage) nur auf die Mieter*innen umgelegt wird ohne Ende, das Briefkasten-Firmen Immobilien kaufen dürfen und somit die Geldwäsche von Kriminellen möglich gemacht wird, das durch Sharedeal-Geschäfte mit Immobilien dem Staat Milliarden an Steuergelder legal entgehen oder das unter anderem durch spekulativen Leerstand eine viel Zahl an Wohnungen, Geschäften, Häuser dem Wohnungsmarkt trotz Zweckentfremdungsgebot nicht zur Verfügung stehen und viele Ungereimtheiten mehr. Oder wird bei Eigenbedarfskündigungen kontrolliert wer dann einzieht? Diese Gesetze schaden eindeutig dem Allgemeinwohl und unterwandern den Sozialstaat! Da hilft bloßes Bauen bei Weitem nicht aus. Damit werden keine einzigen Bestandsmieterinnen vor Verdrängung geschützt.

HP: https://mietenwahnsinn.info/demo-apri…

Demonstration gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn

1Aufruf zur Demo Mietenwahnsinn

 

 

 

 

 

Unser Förderverein war mit seinem Wohntisch einer der Unterstützer des Aufrufs.

Wir waren dabei gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn!

Viele kannten uns aus der Zeit der „Hausbesetzung“. Wir wurden herzlich begrüßt.
Unser Transparent wurde oft fotografiert.

WIR bleiben Alle
Stille Straße ist überall– war der Text auf dem Transparent.

Unsere Perspektive ist wieder offen. Wir lassen uns nicht verdrängen!

Hier ein paar wenige Eindrücke-

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Demonstration gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn

1Aufruf zur Demo Mietenwahnsinn

 

 

 

 

 

Unser Förderverein war mit seinem Wohntisch einer der Unterstützer des Aufrufs.

Wir waren dabei gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn!

Viele kannten uns aus der Zeit der „Hausbesetzung“. Wir wurden herzlich begrüßt.
Unser Transparent wurde oft fotografiert.

WIR bleiben Alle
Stille Straße ist überall– war der Text auf dem Transparent.

Unsere Perspektive ist wieder offen. Wir lassen uns nicht verdrängen!

Hier ein paar wenige Eindrücke-

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Wien setzt fünf Euro als Höchstmiete fest

Auch die österreichische Hauptstadt hat mit steigenden Einwohnerzahlen zu kämpfen. Damit Wohnen bezahlbar bleibt, hat die Stadtregierung eine neue Bauordnung erlassen – mit drastischen Vorschriften.

Im Kampf um bezahlbare Mieten fördert die österreichische Hauptstadt Wien den sozialen Wohnungsbau mit einem drastischen Schritt.

Zwei Drittel müssen Sozialwohnungen sein

Bei künftigen Bauprojekten darf nur noch ein Drittel der Wohnnutzfläche frei finanziert werden, zwei Drittel der Fläche bleiben geförderten Wohnungen vorbehalten. Die am Donnerstag vom Wiener Landtag beschlossene Regelung sieht auch eine Nettohöchstmiete von fünf Euro pro Quadratmeter bei den geförderten Wohnungen vor.

Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal erklärte, man bekämpfe damit die Hauptursache der Kostenexplosion beim Wohnen, nämlich die Spekulation mit Grund und Boden, und schaffen dadurch mehr leistbaren Wohnraum.

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„Hohe Mieten sind eine sehr effektive Grenze“

Menschen in Berlin-Kreuzberg oder dem Hamburger Schanzenviertel wohnen unter sich – merken das aber nicht. Soziologin Cornelia Koppetsch im Gespräch über Innenstädte, die bald so homogen sind wie Reihenhaussiedlungen.

Auch wenn dies kaum gewollt und den Beteiligten zumeist nicht bewusst ist: Die hohen Preise funktionieren wie eine hochgradig effektive Grenze.

Was meinen Sie damit?

In den begehrten und teuren Stadtteilen lassen sich Personen aus unteren Schichten zunehmend gar nicht mehr antreffen. Die Viertel werden kulturell und sozial immer homogener. Auf diese Weise wird von klein auf der Kontakt mit Menschen aus anderen sozialen Schichten unterbunden. So etwa haben Arbeiterkinder in den 1970er Jahren oftmals noch selbstverständlich mit den Lehrerkindern auf der Straße gespielt. Das wäre heute so kaum noch möglich: Zum einen, weil die Nachbarschaften zunehmend entmischt sind und zum anderen, weil die Lehrer ihre Kinder nicht mehr so gerne auf der Straße spielen lassen, sondern mit dem Auto zum Musikunterricht oder Ballett fahren.

 

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Hohe Mieten verdrängen Handwerker – mit drastischen Konsequenzen

Steigende Mieten in den Städten vertreiben nun sogar Handwerker in die Außenbezirke. Dort erwirtschaften sie weniger Umsatz, kämpfen mit höheren Kosten – und finden kaum noch Mitarbeiter.

Früher war Martin Kottmeier noch mittendrin. Ende der Neunzigerjahre gründete er im Hamburger Bezirk Altona die Tischlerei Fachwerk. Das Geschäft lief so gut, dass ein größerer Standort her musste. Die Zimmerei zog in einen Randbezirk, in einen alten Güterbahnhof. Doch das Glück dort hielt nur ein paar Jahre – bis Investoren Wohnungen bauten.
Anderthalb Jahre suchte Kottmeier danach wieder neue Räume. Doch „niemand wollte uns eine Gewerbefläche vermieten, und wenn, dann war sie unbezahlbar“, sagt Kottmeier.

 

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