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„Unsere Landschaft wurde total vergiftet“

Die Zahl der Insekten in Deutschland habe in den letzten Jahrzehnten dramatisch abgenommen, sagte Günter Mitlacher vom World Wide Fund For Nature im Dlf. Das läge vor allem an der Landwirtschaft, beispielsweise am Pestizideinsatz. Ein Insektenschutzprogramm sei längst überfällig.

Günter Mitlacher im Gespräch mit Susanne Kuhlmann

 

Susanne Kuhlmann: Der Raubbau an der Natur geht ungebremst weiter, allen Artenschutz- und Klimakonferenzen zum Trotz. Heute Mittag stellt der Weltbiodiversitätsrat (IPBeS) in Paris seine globale wissenschaftliche Studie über den Zustand der Natur und der Ökosysteme vor. Voran ging die 7. Vollversammlung des Rates. Mit dabei in der französischen Hauptstadt ist Günter Mitlacher, zuständig für Biodiversität beim World Wide Fund For Nature (WWF). Guten Tag, Herr Mitlacher.

Günter Mitlacher: Guten Tag aus Paris.

Kuhlmann: Die Vielfalt der Ökosysteme, der Arten und der Gene, all das macht Biodiversität aus. Dass sie nicht nur ein Wert an sich ist, sondern unser Leben in engem Zusammenhang mit Artenvielfalt steht, das lässt sich am Beispiel der Insekten klarmachen. Knapp drei Viertel aller Tierarten in Deutschland sind Insekten. Welche Aufgaben, Herr Mitlacher, haben sie im ökologischen Gefüge?

 

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Berlin-Friedrichshain Wohnungsgenossenschaft senkt Mieten

Bezahlbare Mieten – das ist ein Reizthema in Berlin. Gerade dort sind die Mietpreise in den letzten Jahren rasant angestiegen. Umso erstaunlicher ist die Tatsache, dass in einem Mehrfamilienhaus im Trendbezirk Friedrichshain jetzt die Mieten gesenkt wurden.

Anne Damrau hat vor ein paar Monaten einen Brief erhalten, von dem die meisten Menschen in Berlin wohl nicht einmal zu träumen wagen.

„Gemäß Beschluss erfolgt hier die Mietsenkung auf die aktuell gültige Basismiete der Genossenschaft. Mietsenkung – als ich das jemand erzählt hab, hat’n Freund gesagt: Mietsenkung – gibt’s das Wort überhaupt?“

Bekanntlich diskutiert Berlin seit Jahren über immer weiter steigende Mieten, über Verdrängung und den Verlust von sozialer Infrastruktur. Dementsprechend war die Gefühlslage Damraus, als sie diese Ergänzung zum Mietvertrag, wie das Dokument überschrieben ist, in Händen hielt.

„Naja, ein bisschen erstaunt war ich schon. Es war ja vorher schon so, dass ich für diese Gegend hier, was jetzt hier die Neuvermietungspreise sind, haben wir ja schon vorher extrem günstig hier gewohnt.“

Günstige Mieten im überhitzten Immobilienmarkt

Die Gegend ist der zentral gelegene Stadtteil Friedrichshain. Bemerkenswert am Fall Rigaer Straße 77 ist nicht nur, dass die Haushalte eine Mietsenkung erhalten haben. Ungewöhnlich niedrig ist die Miethöhe. Bisher zahlte Anne Damrau 4,40 Euro pro Quadratmeter nettokalt, nun sind es 3,50 Euro. Zum Vergleich: Der Berliner Senat gibt auf Anfrage an, dass die durchschnittlichen Nettokaltmieten der sechs landeseigenen Wohnungsunternehmen im Jahr 2018 zwischen 5,96 Euro und 6,27 Euro betrugen. Heiz- und Betriebskosten machen in der Rigaer Straße 77 knapp über zwei Euro pro Quadratmeter aus – auch das ist kein hoher Wert. Der sanierte Altbau sei in gutem Zustand, sagt Anne Damrau.

„Wir haben jetzt hier Dielen vorne drinnen, das sind teilweise die alten Dielen, und hier nicht, aber in anderen Räumen sind teilweise dann neue damals gemacht worden.“

Damals, das war Ende der Neunziger. Friedrichshain ist so etwas wie das Kreuzberg Ostberlins. Wie im Westberliner Kreuzberg in den Achtzigern, wurden Anfang der Neunziger hier viele Häuser besetzt, gerade auch in der Gegend um die Rigaer Straße. So auch die Nummer 77. 1997 wurde das Haus von der Genossenschaft Luisenstadt gekauft, der 19 weitere ehemalig besetzte Häuser in Kreuzberg gehören, zum Teil in Erbbaupacht. Die nötige Sanierung wurde mit viel Eigenarbeit gestemmt.

„Wände rausgerissen, Treppenhaus, alles selber gemacht, was man selber machen kann. Schutt geschleppt, ganz viel gearbeitet. In der Phase bin ich dazu gekommen, zu dem Projekt.“

Sanierung in Eigenregie

Seit 2000 wohnt Damrau im Haus, wobei sie mehrmals die Wohnung gewechselt hat. Heute lebt sie zu viert auf über 120 Quadratmetern. Um die 25 Haushalte gebe es hier im Vorder- und Hinterhaus sowie einem Seitenflügel, sagt sie. …

kompletten Artikel lesen … Quelle … Deutschlandfunk

Rekommunalisierung der Görlitzer Str. 51: Erst B-Plan für Schule und dann Rückkauf

Pressemitteilung: 6.5.2019 Die Nachbarschaft im Wrangelkiez geht für den Rückkauf des Gebäudes der ehemaligen Kurt-Held-Schule auf die Straße. Am Dienstag, 7. Mai 2019, findet ab 17 Uhr direkt vor dem Schulgebäude in der Görlitzer Str.­ 51 eine Kundgebung statt, auf der gefordert wird, den historischen Fehler der Privatisierung von 2007 zu korrigieren. Nina Hofeditz, die […]

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Boxenhagener 32 kämpft für Vorkauf gegen Investmentfond auf Cayman Island

Keine Miete für Steueroasen“.

Die Mieterinnen der Boxhagener Straße 32 befürchten teure Sanierungen oder die Umwandlung der 40 Wohneinheiten in Eigentum. Warum? Das Haus wurde verkauft und die Recherchen des mit den Mieterinnen befreundeten Journalisten Adrian Garcia-Landaergaben: über ein Firmengeflecht wurde das Haus über eine luxemburgische Zweckgesellschaft an einen Investmentfonds mit Sitz auf den Cayman Islands weiterverkauft. Die kleinen Caymans sind eine der großen Steueroasen der Welt. Anknüpfend an diese Recherchen habe ich mit einem Mieter, der ehemaligen Hausverwaltung und einem Sprecher des neuen Eigentümers mit „luxemburgischer Holdingstruktur“ gesprochen.

Veränderungen?…

Artikel aus Quelle …. Tagesspiegel

Karibisches Hoffest Gegen Verdrängung – Box32 bleibt!!!!!

Nachdem die Mieterinitiative der Boxhagener Straße 32 nun auch einen Twitter-Account hat, haben wir uns beeilt mit dem Nachlegen und schicken heute  weitere Fotos und vor allem Auszüge aus einem Bericht, der uns heute Nachmittag zugeleitet wurde.

 Ergänzend zu unseren gestern übermittelten Impresssionen vom Hoffest wollen wir heute ein wenig Lyrik betreiben, denn uns liegt mitterweile der Orginalbericht der IG HAB vor, die uns gestern schon Fotos geschickt hat. Die IG HAB hat uns geschrieben:

„Es ist eine wunderbare Hausgemeinschaft und wir ja haben schon viele Häuser besucht, wie Sie wissen. Menschen die um ihr zu Hause kämpfen, genau wissen dass sie eigentlich nicht zu offensiv vorgehen dürfen oder können um das ganze Verfahren nicht zu gefährden. Die Politik und die Presse waren auch vor Ort, halten sich aber bei der Vielzahl der Fälle, eher im Hintergrund.“

2019-05-03 Hoffest IG HAB Teil 2 000

 

Gemeint ist, dass einige an Investoren verkaufte Häuser mehr und andere weniger Publizität erfahren und daher der Eindruck entstehen könnte, die Politik sei möglicherweise selektiv unterwegs.

Zumindest für Kreuzberg und Neukölln legen wir uns aber zumindest auf die Aussage festl, dass auf der bezirklichen Ebene getan wird, um jeder Hausgemeinschaft zu helfen, deren Heim auf dem Spiel steht. Wir dokumentieren daher vollständig und finden es richtig, wenn Solidarität auch von Vertreter_innen der Parteien gezeigt wird, die an der Berliner Stadtregierung beteiligt sind.

2019-05-03 Hoffest IG HAB Teil 2 006
Auf dem Bild ein bekannter Straßenmusikant,  Theo Daniel von der IG HAB, Cansel Kiziltepe (SPD, MdB), Elena Pöschl von der Initiative BoeThie (Böhmische Straße, Thiemannstraße) und Selina von der Box 32.

Wie man sieht, hat die Box32 schon eigene T-Shirts und auch das Logo mit dem US-typischen Hausbriefkasten und den Palmen als Symbol für die auf den karibischen Cayman Islands ansässige Briefkastenfirma finden wir super.

2019-05-03 Hoffest IG HAB Teil 2 001
Transpis, von Kindern …
2019-05-03 Hoffest IG HAB Teil 2 002
… aus der Boshagener 32 gemalt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„So vorsichtig man mit den Informationen nach außen auftreten muss, so offensiv muss man eben auch gegenüber der Öffentlichkeit sein, um die letzten 14 Tage in diesem völlig intransparenten Verfahren einigermaßen ohne Panikattacken und schlaflose Nächte zu überstehen“, schreibt uns die IG HAB weiter.

Da wir nun schon mehrere Hausinitiativen publizistisch begleitet und dabei auch gelernt haben, wie man am Ball bleibt und ein Feeling für die Lage der Menschen bekommt, können wir gut nachvollziehen, was gemeint ist.

„Es ist eine recht junge Hausgemeinschaft, ausnahmslos alle haben an dem Hoffest teilgenommen und engagieren sich auch für die Hausgemeinschaft. Am Anfang besteht immer das Problem: Man muss aus der Schockstarre nach der Bekanntgabe, dass man verhökert wurde, Kräfte sammeln und allmählich in die Bewegung kommen.“

Man habe gut zugehört, so die IG HAB uns aus der eigenen, jahrelangen Erfahrung im Kampf gegen den Mietenwahnsinn den einen oder anderen Schatz ausgepackt und weitergegeben.

„Der höfliche und freundliche Umgangston untereinander sowie mit Gästen und Besuchern ist bei der ganzen Panik sehr wohltuend. Für uns steht die bedingungslose Solidarität immer im Vordergrund. Ein guter Rat der ist wie Schnee: Je leiser er fällt, desto länger bleibt er liegen.“

Wir haben nicht nachgeschaut, ob die IG HAB den letzten Satz erfunden hat, aber ist das nicht poetisch? Offenbar war das Hoffest in der Boxhagener Straße sehr anregend und hat viel Kreativität auch bei unseren Freunden aus Mitte freigesetzt. Es ist höchste Zeit für ein Update zur Habersaathstraße. Schade, dass das Wetter keineswegs karibisch war, das hätte noch einmal zum Flair beigetragen. Wir schicken aber noch ein wenig Atmosphäre:

2019-05-03 Hoffest IG HAB Teil 2 007
Steffen Doebert von der Mieterpartei, Canan Bayram (Grüne, MdB), Nicole Lindner

Und jetzt doch der krönende Abschluss. Das Standbild unterm Zeltdach, das im Grunde das offizielle Pressefoto darstellt. Und zwar mit Gesichtern. Denn es geht darum, Gesicht zu zeigen im Kampf gegen den Ausverkauf der Stadt. Wir haben uns nach einigem Abwägen entschlossen, „frei“ zu ziehen, weil wir auch ein Zeichen gegen die Anonymisierung unserer Welt setzen möchten. Das will das Kapital ja nur, dass wir nicht mehr sichtbar werden, mit Datenschutz hat das in einem Fall wie diesem nichts zu tun.

Als Ausdruck unserer Solidarität mit den Menschen der Boxhagener Straße 32 und weil wir das Foto so knuffig finden, eines der schönsten von einer Mietergemeinschaft und ihrer Unterstützer_innen, die wir bisher gesehen haben:

2019-05-03 Hoffest IG HAB Teil 2 008

 

Bert Kartesas singt zum Hoffest gegen den Mietenwahnsinn in der BoxhagenerStraße 32 Berlin Friedrichshain am 03.05.2019

Was erlaubte sich kürzlich der CEO … (mehr …)

3,4 Millionen verdienen in Vollzeit unter 2000 Euro brutto

3,38 Millionen Arbeitnehmer haben trotz Vollzeitjob einen Verdienst von weniger als 2000 Euro brutto im Monat.

  • Das legte jetzt eine Statistik des Sozialministeriums offen.
  • Dabei gibt es große Unterschiede zwischen den Bundesländern.

 

Rund 3,38 Millionen Vollzeitbeschäftigte in Deutschland haben im Monat zuletzt weniger als 2000 Euro brutto verdient. Nach den jüngsten offiziellen Daten Ende 2017 waren das 16 Prozent, wie eine Antwort des Bundessozialministeriums auf eine Anfrage der Linken zeigt. Die Abgeordnete Sabine Zimmermann hatte anlässlich des Tages der Arbeit am 1. Mai danach gefragt.

In Westdeutschland kamen 2,32 Millionen Vollzeitbeschäftigte (13,5 Prozent) auf weniger als 2000 Euro brutto, in Ostdeutschland 1,06 Millionen (27,5 Prozent). Die höchsten Anteile hatten mit 32,6 Prozent Mecklenburg-Vorpommern und mit 30,2 Prozent Thüringen – die niedrigsten mit 11,4 Prozent Baden-Württemberg und mit 11,5 Prozent Hamburg.

Die Werte für die anderen zwölf Bundesländer: Hessen: 12,7 Prozent, Bayern: 12,8 Prozent, Nordrhein-Westfalen: 13,8 Prozent, Bremen: 14,3 Prozent, Saarland: 14,8 Prozent, Rheinland-Pfalz: 15,2 Prozent, Niedersachsen: 16,5 Prozent, Schleswig-Holstein: 17,4 Prozent, Berlin: 18,5 Prozent, Sachsen-Anhalt: 29,5 Prozent, Brandenburg: 29,8 Prozent, Sachsen: 30,1 Prozent.

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3,4 Millionen verdienen in Vollzeit unter 2000 Euro brutto

3,38 Millionen Arbeitnehmer haben trotz Vollzeitjob einen Verdienst von weniger als 2000 Euro brutto im Monat.

  • Das legte jetzt eine Statistik des Sozialministeriums offen.
  • Dabei gibt es große Unterschiede zwischen den Bundesländern.

 

Rund 3,38 Millionen Vollzeitbeschäftigte in Deutschland haben im Monat zuletzt weniger als 2000 Euro brutto verdient. Nach den jüngsten offiziellen Daten Ende 2017 waren das 16 Prozent, wie eine Antwort des Bundessozialministeriums auf eine Anfrage der Linken zeigt. Die Abgeordnete Sabine Zimmermann hatte anlässlich des Tages der Arbeit am 1. Mai danach gefragt.

In Westdeutschland kamen 2,32 Millionen Vollzeitbeschäftigte (13,5 Prozent) auf weniger als 2000 Euro brutto, in Ostdeutschland 1,06 Millionen (27,5 Prozent). Die höchsten Anteile hatten mit 32,6 Prozent Mecklenburg-Vorpommern und mit 30,2 Prozent Thüringen – die niedrigsten mit 11,4 Prozent Baden-Württemberg und mit 11,5 Prozent Hamburg.

Die Werte für die anderen zwölf Bundesländer: Hessen: 12,7 Prozent, Bayern: 12,8 Prozent, Nordrhein-Westfalen: 13,8 Prozent, Bremen: 14,3 Prozent, Saarland: 14,8 Prozent, Rheinland-Pfalz: 15,2 Prozent, Niedersachsen: 16,5 Prozent, Schleswig-Holstein: 17,4 Prozent, Berlin: 18,5 Prozent, Sachsen-Anhalt: 29,5 Prozent, Brandenburg: 29,8 Prozent, Sachsen: 30,1 Prozent.

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Für den Ankauf (Rekommunalisierung) des Schulgebäudes in der Görlitzer Str. 51

Wir wollen ein Haus der solidarischen Nachbarschaft errichten. In den letzten 2 Jahren wurde mit viel Engagement versucht, das Schulgebäude einem gemeinwohlorientierten Zweck zuzuführen, doch der Investor spielt nicht mit. Jetzt bleibt noch das Aufstellen eines neuen Bebauungsplans mit der Zweckwidmung Schule. Die Nachbarschaft ist die treibende Kraft Im Sommer 2017 hat sich eine nachbarschaftliche […]

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Wo die Reichen wohnen – und wo die Armen

  • Fast überall im Osten sowie im Ruhrgebiet sind die Einkommen niedrig.
  • In Oberbayern und Rhein-Main, in und um Düsseldorf, Stuttgart oder Hamburg haben die Menschen besonders viel Geld.
  • Im Osten liegen nur sechs der 77 Kreise oberhalb einer Marke von 20 000 Euro pro Kopf.

Wo ist man eher arm, wo eher reich? Dies soll die Karte zeigen, die das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der DGB-nahen Hans-Böckler-Stiftung an diesem Mittwoch veröffentlicht. Die Forscher haben Einkommensdaten der Statistischen Ämter von Bund und Ländern ausgewertet. Je heller eine Gegend gezeichnet ist, umso geringer ist das verfügbare Pro-Kopf-Einkommen dort; je dunkler, umso höher.

Bestätigt wird, was bekannt zu sein scheint: In Oberbayern und Rhein-Main, in und um Düsseldorf, Stuttgart oder Hamburg haben die Menschen besonders viel Geld. Und fast überall im Osten sowie im Ruhrgebiet sind die Einkommen niedrig. Im Osten liegen nur sechs der 77 Kreise oberhalb einer Marke von 20 000 Euro pro Kopf, “während nur 40 der 324 westdeutschen Kreise ein niedrigeres Einkommen aufweisen”, schreiben die Forscher.

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Reiter will München-Zulage für städtische Mitarbeiter verdoppeln

Das fordert der Oberbürgermeister für untere und mittlere Einkommen. Die Grünen wollen das “Vorwahlgeschenk der SPD” nicht ablehnen. Ihnen und der CSU geht die Idee aber nicht weit genug.

Städtische Mitarbeiter dürfen sich aller Voraussicht über ein deutliches Plus beim Gehalt freuen. Die SPD-Fraktion und ihr Oberbürgermeister Dieter Reiter wollen die München-Zulage für untere und mittlere Einkommen verdoppeln. Diese beträgt aktuell 133,87 Euro im Monat. Die Stadt müsse als Arbeitgeber ihren Beschäftigten die Chance geben, “dass sie sich München auch in Zukunft leisten können. Wenigstens ein bisschen besser als jetzt”, erklärte Reiter am Tag der Arbeit auf dem Marienplatz. Deshalb will die SPD die Zulage auch für Mitarbeiter von Tochterunternehmen und Gesellschaften, an denen die Stadt beteiligt ist, verdoppeln. Darüber hinaus sollen zum Beispiel Sozialverbände, die ebenfalls den München-Bonus zahlen und diesen auch aufstocken, die Kosten von der Stadt erhalten.

Die CSU wolle schon lange eine eigene Wohnungsbaugesellschaft für städtische Angestellte gründen, doch die Sozialdemokraten zögen nicht mit. Eine solche Gesellschaft hätte im Gegensatz zu den jetzigen städtischen Wohnungsunternehmen den Vorteil, dass kein EU-Recht äußerst günstige Mieten für die städtischen Mitarbeiter verhindere.

 

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Extinction Rebellion im Platzhaus

Bei manchen von euch hat es sich bereits herumgesprochen, dass die Gruppe Extinction Rebellion an einem Tag der Woche im Platzhaus tagt. Was es mit dieser Bewegung auf sich hat, sagen wir hier.

Was bedeutet Extinction Rebellion?
Der englische Begriff Extinction Rebellion. abgekürzt XR, heißt auf deutsch etwa Rebellion gegen die Ausrottung oder Rebellion gegen das Aussterben.

Seit wann gibt es Extinction Rebellion?
Gegründet wurde Extinction Rebellion im Oktober 2018 in London und erlangte rasch durch immer wieder organisierte Massenproteste, Flashmobs und Sitzstreiks ein großes Medienecho.

Was wollen Extinction Rebellion?
XR will eine Rebellion für das Leben. „Wir stehen vor einer beispiellosen globalen Klimakatastrophe. Unsere Regierung tut nicht, was nötig wäre, um uns zu schützen, obwohl die Lösungen auf dem Tisch liegen. Das Überleben der Menschheit zu sichern, wird von uns nun alles abverlangen.“

Die Gruppe besteht aus Leuten, die schon lange in der Klimabewegung aktiv sind. XR ist der Meinung, dass „herkömmliche“ Aktionsformen wie Demonstrationen, Appelle, Aufrufe von Wissenschaftlern sich als wirkungslos erwiesen haben. Deshalb wird zur gewaltfreien Rebellion aufgerufen.

In den vergangenen Wochen gab es in Berlin und in vielen Orten weltweit eine Rebellion Week. In London wurden im Rahmen der Proteste, Brückenbesetzungen, Zugbesetzungen, Die-ins und weiteren Aktionen der Rebellion Week mehr als 1100 Menschen festgenommen.

Auch in Berlin machte XR mehrere Aktionen, darunter eine Blockade der Oberbaumbrücke.

Extinction Rebellion
Extinction Rebellion Berlin bei Twitter