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Was treiben eigentlich unsere Politiker?

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Was treiben eigentlich unsere Politiker?

29.02.2016 | Anja Mia Neumann

In dieser Woche tagen wieder unsere Bezirkspolitiker. Top-Thema ist die Bebauung am Thälmann-Park. Und: Anwohner beschweren sich über das rüde Verhalten der Gewobag bei einer anstehenden Sanierung in der Knaackstraße.

Wir begrüßen Euch zu einer neuen Runde „Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) tagt in der Fröbelstraße.“ (Mittwoch, 2. März, 17:30 Uhr). Unser Blick in die Tagesordnung offenbart: Dieses Mal ist unser Dauerbrenner „Bebauung am S-Bahnhof Greifswalder Straße“ das Hauptthema. Außerdem geht es um befürchtete Gentrifizierung, die Zukunft des Alten Schlachthofs und um eine Ampelschaltung.

 

Das heiße Thema – Bebauung am Thälmann-Park

 

Nördlich des Ernst-Thälmann-Parks am Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Greifswalder Straße soll gebaut werden. Direkt an der S-Bahn-Trasse sind 600 Wohnungen geplant. Das sorgt bei den Anwohnern für Unmut und für viele Fragen an die Politiker.

Für den Bau sollen zum Beispiel auch die angrenzenden Parkplätze in der Lilli-Henoch-Straße wegfallen. Sie gehören im Gegensatz zum restlichen Gelände dem Land. Aktuell parken dort vor allem Anwohner aus der Thälmann-Siedlung. Genau jene haben vor einem knappen Jahr einen Antrag – den ersten Einwohnerantrag überhaupt – gestellt: Sie wollen, dass die Parkplätze Parkplätze bleiben. Die Politiker haben eine Machbarkeitsstudie abgewartet und sprechen sich nun mehrheitlich gegen diese Forderung der Anwohner aus. In Bürokratendeutsch: „gegen eine Vorfestlegung für einzelne Flächen im Vorgriff auf das in Vorbereitung befindliche Bebauungsplanverfahren“.

 

Drei Prenzlauer Berger melden sich mit Einwohnerfragen an die Politiker zu Wort:

  1. Mit welchen Entsorgungskosten ist bei einer Wohnbebauung zu rechnen? Berechtigte Frage, denn zu DDR-Zeiten stand auf dem Gelände des Thälmann-Parks ein Gaswerk, das unsanft abgerissen wurde und den Boden verseucht hat.
  2. Wie viel haben die Untersuchungen zur Bebauung bisher gekostet, einschließlich der Machbarkeitsstudie? Und wie viele Kosten sind noch zu erwarten?
  3. Abseits der geplanten Bebauung, aber übertragbar auf viele andere Ecken in Prenzlauer Berg: Kann eine Hundewiese im Ernst-Thälmann-Park eingerichtet werden? Die Hundehaufen pflasterten nämlich die Wiesen und machten es quasi unmöglich, dass etwa der Kindergarten die Fläche nutzt.

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http://www.prenzlauerberg-nachrichten.de/politik/_/tagung-bvv-maerz-2016-172064.html

Bisherige Neubaustrategie deckt nicht Bedarf an preiswertem Wohnraum

neues deutschland: Wohnungsbauexperte Holm: Bisherige Neubaustrategie deckt nicht Bedarf an preiswertem Wohnraum

Der Berliner Wohnungsbauexperten Andrej Holm fordert eine grundsätzliche Wende in der Wohnungspolitik. Die bisher von Regierung und Wirtschaft verfolgte Neubaustrategie sei nicht in der Lage, den hohen Bedarf an preiswerten Wohnraum zu decken. »Gerade weil das Geschäft mit den Mietsteigerungen so attraktiv ist, wird nicht neu gebaut. Wird nicht gebaut, wächst die Konkurrenz um die zu wenigen Wohnungen und die Mieten steigen weiter. Ein fataler Kreislauf, der wenige Gewinner und viele Verlierer hervorbringt«, schreibt Holm in einem Beitrag für die in Berlin erscheinende Tageszeitung »neues deutschland« (Dienstausgabe).

Auch habe der Vorrang der Marktsteuerung vor der Staatsintervention »fatale Folgen, denn in der Welt der Investoren werden Häuser für den Profit gebaut, und nicht für Menschen. Doch heute braucht es Häuser für Menschen.« Als Beispiel verwies Holm auf die ankommenden Geflüchteten und die bundesweit geschätzt 280.000 Wohnungslosen sowie auf »junge Familien die erfolglos nach Wohnungen suchen und alle anderen, denen der Markt nichts zu bieten hat«. Um dies zu ändern fordert Holm schärfere Instrumente »für die Beschlagnahme von leerstehenden Wohn- und Geschäftshäusern« und ein flexibles »Programm der Wohnraumsicherung«.

Auf längere Sicht sei »der Staat gefordert, selbst zu bauen oder zumindest die Bedingungen zu schaffen für alle, die ohne Profite bauen wollen. Um dabei nicht mit den Glücksrittern der Immobilienkapitals konkurrieren zu müssen, braucht es vor allem einen neuen Umgang mit Grund und Boden«, so der Sozialwissenschaftler. “Es ist nicht einsichtig, warum allein der Besitzstatus an einem Stück Erdoberfläche zu leistungslosen Gewinnen berechtigen sollte. Eine Besteuerung von Grundstücksspekulationen würde nicht nur Geld in die öffentlichen Kassen spülen, sondern vor allem die Lust am Spekulieren nehmen.«

Pressekontakt:

neues deutschland
Redaktion

http://www.presseportal.de/pm/59019/3264031

Wohntisch Pankow lud in die Stille Straße ein

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Wohntisch Pankow lud in die Stille Straße ein

Das Motto des Wohntisches „Gemeinschaftliches Wohnen für alle Generationen“ interessierte viele, die zum Treffen am 25.02. kamen.
Seine Sprecher Jörg Fanselow und Mathias Reul begrüßten Herrn Killewald von der  STATTBAU GmbH und Herrn Holborn den Prokurist der GESOBAU AG.
Im Vordergrund standen Informationen über die Neubauvorhaben der GESOBAU in Pankow , insbesondere zum Projekt Mendelstraße 6-14. Hier sollen 353 Wohnungen entstehen. Geplant ist auch ein Aufgang für eine Seniorengruppe.
Diskutiert wurden Schritte zur Integration von Wohnprojektgruppen an diesem Standort.
Von Interesse waren Fragen u.a. zu bezahlbaren Mieten, zu Wohnungsgrößen, zu Gemeinschaftswohnungen, zur erforderlichen Infrastruktur.
Die GESOBAU hat 28 Projekte in der Vorbereitung und 18 in der Umsetzung, betonte Herr Holborn.
Eveline Lämmer vom Förderverein verwies auf den großen und weiter zunehmenden Bedarf an bezahlbaren Wohnraum in Pankow. Prognosen belegen einen Zuwachs an Einwohnern bis 2030 um 16,3%, auf dann 437.000 Einwohner.  Pankow ist dabei der Spitzenreiter in der Stadt.
Die Erwartungshaltung an eine verlässliche Zusammenarbeit  auf beiden Seiten, der Wohnungsbaugesellschaft  und des Wohntisch ist groß.

Die nächsten Treffen des Pankower Wohntisch werden am 31.03. und 28.04. sein. Die GESOBAU wird im April weitere Neubauvorhaben vorstellen.

Wir wollen unsere häuser zurück

Nicht erst seit dem langen Sommer der Migration 2015 wird die Wohnungsfrage immer lauter gestellt. Die stadtpolitischen Bewegungen fordern für Menschen mit niedrigen Einkommen die fehlenden Wohnungen seit Jahren vehement ein. Auch Forschungsinstitute haben inzwischen einen bundesweiten Bedarf an 4 Millionen zusätzlichen Wohnungen festgestellt. Die große Frage ist nun, welche Forderungen angesichts der Lage gestellt … Weiterlesen

Das Mieter-Paradies

In Deutschland wurde der soziale Wohnungsbau praktisch eingestellt – in Wien hat man munter weiter gebaut. Die Devise: nicht nur günstig, sondern gut. Eine Exkursion.

Schöne Aussichten. Als sich die Tür des Aufzugs öffnet, fällt der Blick als Erstes durch die Fensterfront ins Grüne. Und dann auf die Gelse, wie die Stechmücke auf österreichisch heißt. Auf 100 Hochhausmetern befinden wir uns. Höher kann das Insekt nicht fliegen, und so haben die Architekten hier ihren Flug markiert.

Citygate Tower heißt das Wiener Projekt, das weit charmanter als sein Name ist. Und zwar schon aus der Ferne. Da die Balkone aus Kostengründen nur eine gewisse Tiefe haben durften, zogen die Architekten wenigstens die Mitte ein wenig heraus, um Platz für einen kleinen Tisch zu schaffen, und brachten so Schwung in die Fassade. Die Brüstung der Balkone erinnert an einen Gartenzaun, bloß dass die Latten aus Aluminium statt Holz sind – eine Lösung, so günstig wie originell. Das kräftige Farbkonzept im Inneren hat der Wiener Künstler Heimo Zobernig beigesteuert, basierend auf einer Umfrage: Wie sieht für Sie Sehnsucht aus?

 

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/sonntag/wohnungsbau-in-wien-das-mieter-paradies/12989410.html

 

 

Mir ist kotzübel!

BI Heriettenplatz

 

“Mir ist kotzübel!
Am frühen Morgen wurden die Nachbarn am nördlichen Ende der Seesener Straße heute früh von den Geräuschen der Kettensägen geweckt.
Wenige Tage vor Beginn der Fällverbotsfrist für Bäume (am 1. März) werden jetzt auf dem Gelände der Kleingärten in der Seesener Straße Tatsachen geschaffen.
Zur Erinnerung: kurz vor Weihnachten begann bereits ein roter Bagger sein Werk der Zerstörung, kurz nach Weihnachten, noch vor der Einwohnerversammlung am 12. Januar, verschwand der Bagger wieder.
Obwohl noch gar nicht abzusehen ist, wann die Bauarbeiten beginnen können, wird jetzt also platt gemacht.
Oeynhausen ist überall!
Wie die meisten von Euch wissen, wird dort gerade ein Großteil der Kleingartenanlage dem Beton geopfert. Frei nach dem Motto: mehr Berliner brauchen weniger Grün!
Ob überhaupt gebaut wird, steht noch in den Sternen, denn der Wettbewerb, der von allen Parteien für den Henriettenplatz mehr oder weniger unterstützt wird, ist noch nicht eimal begonnen worden. Und dann gibt es da noch diverse Hindernisse, die der Investor vor Baubeginn erst einmal überwinden muß.
Da hat es jemand jetzt ganz eilig vollendete Tatsachen zu schaffen.
Der Investor selbst überwacht sein beauftragtes Werk der Grünvernichtung. Noch vor wenigen Wochen sagte er im Bauausschuss, es müßte „wahrscheinlich höchstens 1 Baum“ gefällt werden. Am Ende des Tages werden wir sehen, wie viele es geworden sind. Wenn Obstbäume auch zu Bäumen gehören, dann sind es bereits nach einer Stunde Fällarbeiten mehr als drei Bäume gewesen, die dem Beton auch bei uns weichen sollen.
Jemand aus der Nachbarschaft hat bereits sehr frühzeitig die Polizei gerufen, die kann aber auch nur noch zu sehen und das Abschleppen der Autos, die dem Abtransport der heutigen Zerstörung im Weg stehen, überwachen.
Schon bald eine Bild der Vergangenheit? Der berühmte Sonnenuntergang, der über viele Jahrzehnte das Bild vor dem Fenster war, für die Menschen, die bei uns in der Seesener Straße wohn(t)en. Zur Erinnerung: Die S-Bahnseite der Seesener war nie bebaut. Wenn der Investor heute sagt, die Seesener Straße würde mit seinen Plänen wieder eine ganz normale Berliner Wohnstraße, dann ist das schon sehr an der Grenze des Erträglichen. Denn unsre Normalität, über viele Jahrzehnte, wird durch diese Pläne komplett zerstört.”