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Vonovia will Streit um energetische Sanierung beilegen

 

Nahe dem S-Bahnhof Hohenzollerndamm kämpfen Mieter gegen Mieterhöhungen wegen einer energetischen Sanierung. Nun schlägt der Vermieter Kompromisse vor.

Die Siedlung aus den 1930er bis 1950er Jahren liegt zwischen der Salzbrunner, der Charlottenbrunner und der Orber Straße. Wie berichtet, hatte die Gagfah im vorigen Jahr eine energetische Sanierung angekündigt, die zu starken Mieterhöhungen führen sollte – in einem dem Tagesspiegel bekannten Fall hätte eine 54 Quadratmeter große Wohnung beispielsweise 180 Euro mehr pro Monat gekostet.

Einige der knapp 200 Wohnungen wurden bereits saniert, während andere Mieter dies mit gerichtlichen Verfügungen verhinderten. Ende Dezember unterbrach der Vermieter Vonovia, zu dem die Gagfah inzwischen gehört, die Arbeiten.

Modernisierungsumlage wird gesenkt

Bei einer Mieterversammlung mit rund 130 Teilnehmern lenkte Vonovia vor wenigen Tagen in einigen Punkten ein. So soll die monatliche Modernisierungsumlage nicht mehr bis zu 2,02 Euro pro Quadratmeter betragen, sondern maximal 1,65 Euro. Abzüglich der Heizkostenersparnis steige die Miete so um höchstens 84 Cent je Quadratmeter.

Außerdem wurde zugesagt, die reguläre Miete fünf Jahre lang nicht zu erhöhen. Eine Härtefallregel sieht vor, dass niemand mehr als ein Drittel seines Einkommens für die Miete aufwenden muss. Kündigungen wegen Eigenbedarfs sollen für 15 Jahre ausgeschlossen werden. Eigentumswohnungen seien nicht geplant, hieß es.

Darüber hinaus sollen bauliche Streitpunkte entschärft werden. Beispielsweise will Vonovia verschiedene Fenstertypen zur Wahl stellen. Mieter hatten kritisiert, die gedämmten Fenster glichen zum Teil „Schießscharten“.

Anfang Mai will das Wohnungsunternehmen die Mieter anschreiben und bis Ende Mai um Antworten bitten. Mitte Juni soll die Sanierung weitergehen. In dem Streit hatten die Vize-Fraktionschefin der SPD in der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf, Heike Schmitt-Schmelz, und der SPD-Mietrechtsexperte Christian Hochgrebe vermittelt. Schmitt-Schmelz sprach von „harten Verhandlungen“, in denen das bestmögliche Resultat für die Mieter erzielt worden sei.

In der Versammlung meldeten sich nur noch wenige Kritiker zu Wort. Allerdings folgte zwei Tage später ein nichtöffentliches Treffen der Initiative „Schmargendorfer Mieterprotest“. Dabei seien „sehr unterschiedliche“ Meinungen geäußert worden, sagte ein Vertreter der Initiative auf Nachfrage, ohne Einzelheiten zu nennen. Es gebe „noch kein abschließendes Ergebnis“.

 

Quelle :  http://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/kudamm/berlin-schmargendorf-vonovia-will-streit-um-energetische-sanierung-beilegen/13471222.html

Ich fürchte, es geht zu Ende

 

Unser Autor ist seit 46 Jahren Sozialdemokrat. Trotz Schmidt. Trotz Schröder. Nun aber glaubt er nicht mehr an seine Partei. Dabei gäbe es drei Wege für einen Neuanfang.

Weiter lesen  http://www.zeit.de/politik/deutschland/2016-04/spd-krise-sigmar-gabriel-grosse-koalition-reformation

MACH MEINEN KOTTI NICHT AN!

Wir dokumentieren hier einen Text der “Kotti Runde”, einem Zusammenschluss von Anwohner*innen, Gewerbetreibenden, Einrichtungen und Akteuren rund um den Kotti. Auch wir, Kotti & Co sind seit Monaten mit dabei. Wir wünschen uns, dass die Berichterstattung über unser Zuhause wieder mehr Seiten beleuchtet.  Das Thema “Krimminalität am Kotti” steht wieder hoch im Kurs. Die Probleme … Weiterlesen

Arme werden aus der Berliner Innenstadt verdrängt

Die Kluft zwischen Arm und Reich in Berlin wird größer. Zwar haben sich in den vergangenen Jahren einige Kieze sozial stabilisiert, doch in vielen Stadtteilen sind die Bewohner noch immer von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen oder sie leben von Hartz IV. Zu den Quartieren mit überdurchschnittlich hoher sozialer Benachteiligung gehören Kreuzberg-Nordost, Neukölln-Nord, Nord-Hellersdorf, Nord-Marzahn, Spandau-Mitte, Wedding und Moabit. Auch das Märkische Viertel in Reinickendorf zählt zu den Armutsquartieren.

Das geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Studie „Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2015“ hervor, die die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung herausgegeben hat. Die Untersuchung gibt Auskunft über soziale Veränderungen in der Stadt von 2012 bis 2014 sowie die soziale Lage der Berliner.

Hohe Kinderarmut in den Problemkiezen

Demnach wird die Kinderarmut in Teilen von Wedding, Kreuzberg, Reinickendorf, Spandau und Hellersdorf als stark bedenklich eingeschätzt. Dort leben 60 Prozent der Kinder unter 15 Jahren in armen Familien. In den Quartieren muss zudem jeder vierte Einwohner zusätzliche Sozialleistungen beziehen, obwohl er berufstätig ist. Die Arbeitslosenquote in den Problemkiezen ist stark überdurchschnittlich und liegt bei 12,4 Prozent und mehr. Zum Vergleich: In Berlin lag die Quote im Februar bei 10,6 Prozent.

„Wir fördern gezielt in den Gebieten mit besonderem Aufmerksamkeitsbedarf Projekte zur Verbesserung der Bildung und zum nachbarschaftlichen Miteinander“, sagt Andreas Geisel (SPD), Senator für Stadtentwicklung.

Von den sozialen Entwicklungen ist Karl Brenke vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) nicht überrascht: „Verdrängungsprozesse setzen sich fort. Es geht um Gentrifizierung.“

Weiter lesen http://www.berliner-zeitung.de/berlin/arme-werden-aus-der-berliner-innenstadt-verdraengt-23806428?dmcid=sm_fb

Neuigkeiten vom Steinberg

Die Steinberger kämpfen mal wieder vorm Gericht. Man sieht sich!

 

 

 

Schöner Immo-Spekulieren in Berlin

 

Schöner Immo-Spekulieren in Berlin

Der Wohnungs- und Immobilienmarkt in Berlin im Aufwind zu immer höheren Profiten. Die Politiker und die kommunalen Wohnungsgesellschaften sind dabei und dafür.

Das braucht Berlin. Vorsicht – Realsatire!

1. Berliner Immobilienkongress

Der Berliner Immobilienmarkt im Überblick: Wohnen-Büro-Handel-Logistik-Politik

Am 24. Mai 2016; – Veranstaltungsort: dbb forum berlin, Friedrichstraße 169

Das Auftaktpanel „Wie weiter Berlin“ mit Staatssekretär Lüdke Daldrup, BBU-Chefin Kern, Profipartner-Chef Dirk Germandi, dem Präsidenten des Immobilienverbandes Deutschland Jürgen M. Schlick und dem Chef der Gesobau Jörg Franzen – das ist einfach eine großartig bezeichnende Besetzung für das Nachdenken der Immobilienwirtschaft über die Zukunft Berlins. (Das ist keine Satire!)

Und auch die beiden Runden zum Marktsegment Wohnen sind in ihrer Anlage von umwerfender Klarheit, in welche Richtung Politik und Immobilienwirtschaft sich die Entwicklung vorstellen:

Unter dem Obertitel: Wohnen – Marktentwicklung & Investment

Runde 1 zum Thema Mieten mit dem Titel: Bald Münchner Verhältnisse?

Das ist nicht als Schreckensruf gemeint sondern als Wunsch und Hoffnung. Dazu referiert Herr Michael Schlatterer, Marktanalyst und Bewerter für großvolumige Investments in Bereich von Wohnimmobilien bei dem weltweit operierende Immobiliendienstleister CBRE. Und mit Ihm diskutieren im Podium die ausgewiesenen Fachleute für Mietsteigerungen SnezanaMichaelis, Chefin der kommunalen Gewobag (kommt aus München und seit ihrem Amtsantritt hat sich die Gangart der Gewobag gegenüber den Mietern merklich verschärft.), Ralph Ziegler, Managing Director Assetmanagement Deutsche Wohnen AG und Eyal Horn COO der ADO Properties, zwei Immobilien-Aktiengesellschaften, die sich in Berlin bereits einen zweifelhaften Ruf unter Mietern erarbeitet haben.

Achtung! Keine Satire! Sondern Wohnen in Berlin wie es sich Senat und Immobilienwirtschaft wünschen.

Die 2. Gesprächsrunde zum Themen Wohnen Kaufen in Berlin ist ebenfalls einschlägig besetzt.

Herr Nikolaus Ziegert, Geschäftsführer ZIEGERT – Bank- und Immobilienconsulting GmbH, hält den Einführungsvortrag und seine auf dem Berlin Markt aktiven Wohnungs-Dealerkollegen diskutiert mit ihm.

Hier leistet der Titel der Podiumsdiskussion über Kaufen in Berlin den Beitrag zur Realsatire:

„Es gibt nur einen Weg: Nach oben.“ – – – (Doch „Versteckte Kamera“?)

Das Sahnehäubchen gibt es zum Mittag: Das “Mittagspanel”.

Hier serviert ein echter Senator: Thomas Heilmann, Stellvertretender Landesvorsitzender der CDU Berlin und Senator für Justiz und Verbraucherschutz des Landes Berlin. Unter der Rubrik „Rechtsstaat und Immobilienmarkt“ – offenbar ein Gegensatzpaar? – referiert der Senator zum Thema: Berlin zwischen Wohnungsnot, Gentrifizierungsangst und Bürgerwillen. – Ist das noch komisch?

Dieses absurde Spektakel der Berliner Immobilienlobby „1. Berliner Immobilienkongress“ kann sich doch kein Kritiker des Berliner Filzes von Senat und Wohnungswirtschaft besser ausdenken. Er kommt wie eine überzeichnende Posse daher, ist aber traurige Realität.

Pankower Nachsatz: Dass die Vorstände der beiden in Pankow durch unsoziale Vermietungspraktiken auffälligen Gesellschaften Gewobag und Gesobau dort mit der BBU-Chefin die Kommunalen Wohnungsunternehmen vertreten, ist kein Zufall.

Hier das ganze Programm:

http://www.berliner-immobilienkongress.de/programm-und-referenten/

Die Teilnahmegebühren sind allerdings der Zielgruppe angepasst. Mieter zählen dazu nicht. (465 € normal; Studenten sind schon ab 90 € dabei.)

Vielleicht sollten wir als Pankower Mieterforum anfragen, ob wir ermäßigte Beobachter-Tickets bekommen. 5 € wäre mir dieses Spektakel wert.

Michail Nelken, 14.04.16

Quelle : http://mieterforum-pankow.net/?p=781