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Miteigentümer Özcan Mutlu verteidigt Mieterhöhung

Gewerbemieten werden in Berlin kräftig erhöht. Diesmal trifft es einen Kosmetiksalon in Prenzlauer Berg. Vermieter ist ausgerechnet der grüne Bundestagsabgeordnete Mutlu, zusammen mit seiner Ehefrau.

 

Das Kosmetikstudio Blank in der Stargarder Straße 74 in Prenzlauer Berg hat Probleme mit dem neuen Eigentümer. Der will die Gewerbemiete für die 103 Quadratmeter auf 1573 Euro verdoppeln und den Mietvertrag nur noch befristet verlängern. Sowas passiert ständig in den angesagten Vierteln der Stadt. Eigentümer wollen Gewinne mit den Immobilien machen, die sie in der Regel teuer erworben haben. Die Gewerberäume in der Stargarder gehören allerdings dem grünen Bundestagsabgeordneten Özcan Mutlu und seiner Frau. Mutlu setzt sich seit Jahren für sozial Schwache und Benachteiligte in der Gesellschaft ein – und für “bezahlbare Mieten”. Das Kündigungsschreiben an das Kosmetikstudio wurde auch von ihm unterschrieben.

Mutlu spricht von einer “privaten Angelegenheit”

Mutlu sei derzeit auf Dienstreise im Iran, heißt es aus seinem Bundestagsbüro, dennoch reagierte er prompt auf eine Meldung im heutigen Tagesspiegel-Checkpoint und bestätigte indirekt einen Bericht der Berliner Woche: Es handele sich “in erster Linie” um die “private Angelegenheit meiner Frau”, erklärt Mutlu. Der Mieterin sei nicht gekündigt worden, der Mietvertrag ende zum Oktober 2016. “Und zum anderen wissen wir, dass die Mieterin zum Sommer diesen Jahres selbst das Gewerbe aufgeben wollte.

Außerdem möchte meine Ehefrau nach Auslauf des Mietvertrages selber eine selbständige Tätigkeit in ihrer Immobilie aufnehmen. Bis zur Geburt unserer Tochter hatte sie nämlich ein Gewerbe in der Danziger Straße und kennt die Örtlichkeit sehr gut.”

Nur die “ortsübliche Gewerbemiete” verlangt

 

Weiter lesen  http://www.tagesspiegel.de/berlin/kosmetiksalon-in-berlin-prenzlauer-berg-muss-aufgeben-miteigentuemer-oezcan-mutlu-verteidigt-mieterhoehung/13420778.html

Nach 29 Jahren ist Schluss: Traditionsreichem Kosmetikstudio wurde gekündigt

 

Nägel feilen, Peelings oder ein neues Make-up – das können sich die Kunden des Cosmetic Studios Blank in der Stargarder Straße 74 bald abschminken: Im Herbst ist Schluss, der Mietvertrag wurde von den neuen Eigentümern des Geschäfts in der Stargarder Straße 74 zum 1. November gekündigt.

29 Jahre lang hat Inhaberin Gyöngyi Blank in ihrem kleinen Laden ihre Kunden schick gemacht. Das Studio ist eine Institution im Kiez. Bereits seit 1967 gibt es hier ein privates Kosmetikgeschäft – eine Seltenheit in der DDR. Gyöngyi Blank hat das Studio 1987 übernommen und immer pünktlich Miete gezahlt, wie sie sagt. Tochter Ibolya wollte den Laden im kommenden Jahr übernehmen – zum 30-jährigen Firmenjubiläum. Jetzt verlieren auch die sechs Angestellten und eine Auszubildende ihren Job. Etwa 40 Kosmetikerinnen haben in dem Ausbildungsbetrieb in Kooperation mit der Handwerkskammer seit 1987 das Schminkhandwerk gelernt.

Neuer Vermieter: Familie Mutlu

Familie Blank staunte nicht schlecht, als sie erfuhr, wer das Ladengeschäft im August 2015 gekauft hat und neuer Vermieter ist: die Eheleute Sevim und Özcan Mutlu. Der Grünen-Politiker sitzt als Direktkandidat für den Wahlkreis Mitte seit 2013 im Bundestag. Vorgestellt haben sich die neuen Besitzer bei den Blanks nicht. Die Kosmetikermeisterin bekam lediglich Post von Mutlus Hausverwaltung und Anwalt. Als eines der ersten Schreiben einen Brief zur Mietverdoppelung zum 1. Oktober 2015. Weil Gyöngyi Blank bleiben will, hat sie nichts dagegen. Allerdings wollte die Mieterin zur Planungssicherheit einen längerfristigen Mietvertrag. Der jetzige verlängert sich immer nur um ein Jahr, wenn keine Vertragspartei kündigt. Einen längerfristigen Mietvertrag lehnten die beauftragten Verwalter jedoch ab. Auch ein persönliches Schreiben an Sevim und Özcan Mutlu mit der Bitte um Klärung blieb unbeantwortet. Aus dem der Berliner Woche vorliegenden Schriftverkehr geht hervor, dass Gyöngyi Blank im Oktober mitgeteilt hat, „hier weiterhin tätig zu sein, auch mit der Maßgabe der Zahlung einer marktüblichen Miete“. Und reichte gleich einen Vorschlag dazu: Erhöhung der Nettokaltmiete um 50 Prozent auf 1190 Euro ab sofort und ab Oktober 2016 bei Vertragsverlängerung die geforderte Verdoppelung auf 1573,65 Euro.

Eine Antwort gab es nicht. Stattdessen flatterte im Januar die Kündigung zum 1. November 2016 ins Haus. „Einer Fortsetzung des Mietverhältnisses über den Kündigungszeitraum hinaus wird bereits jetzt widersprochen“, heißt es in der von Sevim und Özcan Mutlu unterschriebenen Kündigung.

Mieterhöhung nicht zugestimmt?

 

weiter lesen  http://www.berliner-woche.de/prenzlauer-berg/wirtschaft/nach-29-jahren-ist-schluss-traditionsreichem-kosmetikstudio-wurde-gekuendigt-d97918.html

Öffentlicher Wohnungsbau für besserverdienende Minderheit

Seit Monaten dreht sich die wohnungspolitische Debatte in Berlin auch um den Beitrag der kommunalen Wohnungsbaugesellschaften für eine soziale Wohnungsversorgung in der Stadt. Im sogenannten “Bündnis für soziale Wohnungspolitik und bezahlbare Mieten” loben sich die Wohnungsbaugesellschaften und der Senat selbst als “wichtigste Partner bei der Wohnungspolitik”. Die Ziele klingen auch überzeugend:

Sie schaffen erheblichen Mehrwert für die Stadt, indem sie durch ihre Mietpreisgestaltung konsequent preisdämpfend wirken…

Auch die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gesobau will ihren Beitrag zur Lösung der Wohnungsnot leisten und verkündet stolz auf ihrer Homepage eine Neubauoffensive:

Als städtisches Wohnungsunternehmen leistet die GESOBAU aktiv ihren Beitrag, um in der dynamisch wachsenden Stadt Berlin auch in Zukunft bezahlbaren Wohnraum für breite Schichten der Bevölkerung bereitzustellen und lebendige Nachbarschaften zu erhalten

Über 10.000 Wohnungen will das Unternehmen in den nächsten Jahren bauen. Dass die tatsächlich den “breiten Schichten der Bevölkerung” zu Gute kommen, darf bezweifelt werden. Einige der zur Zeit beworbenen Neubauprojekte jedenfalls sind nur für eine kleine, gutverdienende Minderheit der Stadt zu finanzieren.

 

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Berlin: Öffentlicher Wohnungsbau für besserverdienende Minderheit

Studie plädiert für Wohnungsabriss statt Sanierung

In Berlin sollten 45.000 Wohnungsgebäude abgerissen werden, um Platz für Neubauten zu machen – zu diesem Ergebnis kommt die Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen in einer neuen Studie. Eine Sanierung lohne sich nicht, so die Studie. Reiner Wild vom Berliner Mieterverein hält die von der Bauwirtschaft in Auftrag gegebene Studie “für Unsinn”.

zum Artikel  http://www.rbb-online.de/politik/beitrag/av7/abrissstudie-kritik-berliner-mieterverein.html

 

Stadtforscher warnt vor Banlieues in Berlin

Andrej Holm: Arme konzentrieren sich immer mehr am Stadtrand / Senat müsse Sozialwohnungen »unbedingt« erhalten – und ein Mietmoratorium für öffentliche Wohnungen beschließen

 

»Große Teile der Stadt haben sich zu Hartz IV-freien Zonen entwickelt«, konstatiert Holm. Um eine Entwicklung wie an der Pariser Peripherie zu verhindern, müsse der Senat schnell und drastisch reagieren.

Der Stadtforscher Andrej Holm warnt vor der Entstehung von Banlieues wie in Paris auch in Berlin. Berlin entmische sich sozial, erklärte Holm im Gespräch mit »neues deutschland«. »Es entwickelt sich eine ziemlich klassische Konzentration von Armen in Großsiedlungen am Stadtrand, die wir bisher vor allem aus anderen Städten wie Paris mit den Banlieues kannten«, sagte der Stadtsoziologe. Dies sei eine Folge der Verdrängung, der sogenannten Gentrifizierung, durch hohe Mieten vor allem in der Innenstadt. »Große Teile der Stadt haben sich zu Hartz IV-freien Zonen entwickelt«, sagte Holm. Der an der Berliner Humboldt-Universität lehrende Holm bezog sich in seiner Analyse auf den vor wenigen Tagen erschienenen »Bericht zum Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2015«. Detailliert wird in dem von der Senatsverwaltung von Stadtentwicklung herausgegebenen Papier die soziale Lage der Bewohner in den Stadtteilen Berlins und deren Veränderung vom 31. Dezember 2012 bis 31. Dezember 2014 beschrieben.

Als Konsequenz aus den bedrohlichen Entwicklungen und dem Verlust der typischen Berliner sozialen Mischung müsse der Senat alles tun, so Holm, um die 120.000 noch bestehenden Sozialwohnungen zu erhalten. »Es ist ein Skandal, dass gerade in der Innenstadt Wohnungen schnell aus der Bindung entlassen worden sind«, sagte er. Stadtweit hinke der Neubau dem auslaufen von Sozialbindungen hinterher. Weiter forderte der Stadtforscher ein komplettes Mietmoratorium für die 300000 öffentlichen Wohnungen, das Erhöhungen sowohl bei Bestandsmietern als auch bei Neuvermietung ausschließe. Für Häuser in Privatbesitz schlägt Holm kurzfristig die Schaffung eines Anti-Spekulations-Fonds vor, mit dem die Stadt Häuser mit offensichtlichen Entmietungsstrategien aufkaufen kann. Auf lange Sicht könne eine soziale Wohnungsversorgung jedoch nur mit einer Einschränkung der Immobilienverwertung gelingen. Eine Erhöhung der Grunderwerbssteuer könnte den schnellen Weiterverkauf bremsen. »Die Erfahrung zeigt, dass der Verdrängungsprozess fast immer mit einem Eigentümerwechsel beginnt«, so Holm. Die Berliner Politik versuche immer am Ende der Verwertungsketten eine Regulierung hinzubekommen, gehe aber nie an Ursachen heran. Das vollständige Interview mit Andrej Holm lesen sie am Montag im »nd«. nd

 

Quelle  http://www.neues-deutschland.de/artikel/1007201.stadtforscher-warnt-vor-banlieues-in-berlin.html

Theater am Donnerstag im Platzhaus / 07.04.2016 / 16.30 Uhr / Kaffee und Kuchen

„Der singende Hund“
Ein Clownstheaterstück mit Musik zum Mitmachen für Klein und Groß ab 3 Jahren.
Ein Hund stellt plötzlich fest, dass er singen kann. Sein Gesang erfreut die Blumen auf einer Wiese. Die Blumen lieben den Gesang des Hundes so sehr, dass sie außergewöhnlich schön blühen. Das lockt die Bienen auf den Plan, die den süßen Nektar der Blüten für ihre Honigproduktion brauchen. Es kommt zur Auseinandersetzung der Bienen mit dem Hund, welcher sein Blumen-Revier erbittert verteidigt. Wie mag der ungleiche Kampf ausgehen?
Die Clownin Viola G. Räusche modelliert die Protagonisten dieser Geschichte während des laufenden Spiels aus bunten Luftballons und leiht mit ihrem beherzten Geigenspiel dem Hund einen musikalischen Rahmen.

Buch und Regie: Hans Otto Zimmermann
Musik: Julia clownin Spende ca. 3 bis 5€