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Alle Bäume sind gefällt…

Am Freitag, den 13.02.2015, wurden alle Bäume auf dem Freudenberg-Areal gefällt. Damit ist das “Wäldchen”, das so lange den Kiez an der Ecke Boxhagener Str./Holteistraße geprägt hat, Geschichte.

Die Bauwert Investment Group hat kurz zuvor die Baugenehmigung erhalten und dann “kurzen Prozess” mit den Bäumen gemacht. Wir als AnwohnerInnen bekommen das Ganze erst durch den Lärm von Kettensägen und umstürzenden Bäumen mitgeteilt. Noch drei Tage vor der Rodung hieß es telefonisch bei der Bauaufsicht, die den Bauantrag bearbeitet, die Baugenehmigung könne auch erst im nächsten Monat erfolgen – da war sie aber bereits erteilt…

Ein Papiertiger verirrt sich in der Wilhelmstraße, Berlin Mitte: Entmietungsspezialisten geben sich die Klinke in die Hand; Die Menschen jedoch bleiben & B L E I B E N

Die Bewohner der Häuser Wilhelmstraße 56 – 59 (10117 Berlin Mitte) werden zurzeit mit Briefen von Entmietungsspezialisten regelrecht bombardiert. In den letzten Wochen und Tagen waren es bereits mehrmals eine sogenannte „Beratungsfirma“, eine Hausverwaltung, die vorherigen Eigentümer, pfiffige Anwälte, die lukrative Provisionen zu kassieren hoffen und so weiter und so fort… Inzwischen wurde sogar ein […]

Besuch im Bundesrat

Die gemeinnützige BürgerinitiativeWilhelmstrasse Berlin Mitte e.V. hat den Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht, am 23. Januar 2015 den Bundesrat zu besuchen, ein Haus, welches schon seit 111 Jahren existiert. Die Gruppe wurde sehr freundlich von Herrn Dr. Harald Grüning empfangen, der auch in der Nachbarschaft wohnt, Mitglied der Bürgerinitiative ist und mehrere Teilnehmer persönlich kennt. Es […]

Alles Lug und Trug

Mit Versprechungen eines Bürgerzentrums, dem Bau einer Kita, billigen Wohnungen und eines angeblich großen Parks hat die Bauwert Investment Group den Bezirk überzeugt, die ursprünglich geplante Wohnungsanzahl von 230 auf nunmehr 659 fast verdreifachen zu dürfen.

  • Der Deal, der ohnehin zum großen Teil auf leeren Versprechungen und Übertreibungen beruhte, wurde über Bord geworfen, als es dem Investor 2014 nicht mehr schnell genug ging. Die Senatsverwaltung erteilte ihm im Widerspruchsverfahren einen Bauvorbescheid.
  • Nun bezahlt alles, was irgendwie sozial ist, das Land Berlin mit Förderungen (Steuergeldern) – den “bezahlbaren” Wohnraum, die Kita. Das versprochene Bürgerzentrum entfällt komplett, obwohl Bauwert mit dem Projekt bisher ca. 40 – jetzt sogar rund 50 Millionen Euro Gewinn machen wird.
  • Und die Kita ist im Bauantrag der Bauwert GmbH gar nicht enthalten – wenn sie gebaut wird, dann mit einer viel zu kleinen Freifläche, die zudem noch mit den BewohnerInnen des Hauses darüber (20 Wohnungen) geteilt werden muss.
  • Das Cafe-Restaurant am Innenhof, auch “Park” genannt, hat im Bauantrag eine Größe von nur 120 m² und soll um 18 Uhr schließen. Das wars mit dem Kulturangebot. Die Wohnungen werden teuer und haben Vorgärtchen. Das hat alles nichts mit dem Kiez zu tun.
  • Der sog. “Park” hat mitnichten eine behauptete Fläche von “knapp 6.000 m²”. Auf der tatsächlich nutzbaren Grünfläche von rund 3.000 m² sind 1.175 m² Spielplatzfläche ausgewiesen – als öffentliche Grünfläche verbleiben also nur 1.810 m². Entgegen vorausgegangener Versprechungen bleibt die Fläche nun Privatgrundstück und wird nicht dem Bezirk übertragen.

Wie das einmal im Kiez aussehen soll, hat Bauwert zwar auf der Infoveranstaltung des Bezirks am 19.01.2015 auf Fotomontagen dargestellt – Bauwert verbietet uns jedoch unter Androhung juristischer Schritte, Darstellungen daraus hier zu zeigen.
Wir empfehlen daher, sich notgedrungen über die übrigen Bauwert-Projekte ein Bild zu machen, wie es hier einmal aussehen soll: Link zur Bauwert-Seite HIER. Auf dem Freudenberg-Areal kann man sich auf Mieten von 13,50 Euro kalt/m² einstellen.

Hier ein Bild aus einer Broschüre der Senatsverwaltung (Arno Bonanni Architeken) – so soll es also einmal aussehen hier im Kiez:

 

Wohnen auf dem Friedhof

Eine Kuriosität ist auch, dass Bauwert auf dem ehemaligen städtischen Friedhof der Landgemeinde Boxhagen bauen will, wo auch das Erbbegräbnis der Familien Sonntag und Wühlisch liegt. Der Friedhof mit einer Fläche von 4.000 m² war noch 1960 in den Stadtplänen so eingezeichnet, wie rechts abgebildet. Bedauerlicherweise hat es irgendwann eine Privatisierung des Geländeteils gegeben, sonst stände heute eine öffentliche Fläche zur Verfügung.

Die Senatsverwaltung – nicht Bauwert – ist zuständig für die denkmalpflegerischen Maßnahmen. Die Gräbstätten wurden hinter weißen Sichtschutzwänden umgebettet.
Peinlich dabei: Bauwert fürchtet offenbar ein negatives Image und möchte davon nichts wissen bzw. gewusst haben – die seltsamen Äußerungen hier: Artikel in der Berliner Woche

Wie das auf dem Freudenberg-Areal aussah:


Theaterbesuch, Stammtisch, Adventsfeier und Besuch im Bundesrat – wichtige Termine stehen bevor

Liebe Bürger und Bürgerinnen, unsere gemeinnützige Bürgerinitiative Wilhelmstraße Berlin Mitte e.V. möchte Sie auf die nächsten Aktivitäten aufmerksam machen. Theaterbesuch Wir planen für Freitag, den 14. November um 20 Uhr einen gemeinsamen Theaterbesuch im Deutschen Theater und haben uns das Stück „Tabula rasa“ von Carl Sternheim ausgewählt – ­ eine bösartige-­rasante Kömödie. Hier weitere Informationen […]