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Begegnung auf gleicher Augenhöhe: Ein offenes Gespräch der Bürger mit den Eigentümern für Herbst geplant

Die gemeinnützige Bürgerinitiative Wilhelmstraße Berlin Mitte e.V. hat bisher keine Reaktion auf die Einladung bekommen, die sie an die Eigentümer der Wohn- und Hotelanlage Wilhelmstraße und Umgebung gerichtet hat. Diese Einladung zielt darauf, im Herbst dieses Jahres ein öffentliches Gespräch stattfinden zu lassen, bei dem die Bürger und die Eigentümer frei und offen ihre Vorstellungen […]

Anmeldung der Belegung unserer Häuser: Leerstand und Hotelwohnungen sind illegal; Bitte unverzüglich handeln!

Viele Bürger in der Wilhelmstraße und Umgebung (jedoch noch lange nicht alle!) haben unserem Aufruf Folge geleistet und meldeten in den letzten Wochen die Belegung ihrer Häuser beim Bezirksamt Mitte. Diese wichtige Aktion läuft unvermindert weiter. Sie kann erheblich dazu beitragen, die gezielte, systematische Vertreibung der Menschen aus unserem Bauensemble noch wirksamer als bisher zu […]

Diskussion zur Zunkunft der Wilhelmstraße & Umgebung – öffentliche Einladung an die Eigentümer Karl Tesmer, Thomas Katzuba von Urbisch und Oliver von Sachs

An Karl Tesmer, Thomas Katzuba von Urbisch und Oliver von Sachs Sehr geehrte Herren, die gemeinnützige Bürgerinitiative Wilhelmstraße Berlin Mitte e.V. lädt Sie herzlich ein, bei einer Begegnung mit den Bürgern Ihre Vorstellung zur Zukunft der Wohnanlage Wilhelmstraße und Umgebung darzulegen. Die Begegnung soll bei einer Bürgervesammlung stattfinden, die wir für Herbst dieses Jahr planen. […]

Klage gegen Bauvorbescheid eingereicht!

Nach der juristischen Auffassung der Senatsverwaltung darf die massive Investorenplanung der Bauwert Investment Group auf dem Freudenberg-Areal ohne Bebauungsplan entstehen – ein Skandal!
Nie zuvor wurde ein derart großes Gelände (2,6 Hektar) ohne Bauleitplanung entwickelt. Es ist die größte “Baulücke” der Welt.

Nur ohne Kläger wäre das möglich – wo kein Kläger, da kein Richter.

Der Naturschutzverband NaturFreunde Berlin hat am 18.02.2015 eine Verbandsklage eingereicht, um den vom Senat erteilten Bauvorbescheid aufzuheben. Zudem wurde ein Widerspruch gegen die Baugenehmigung eingelegt und ein Eilverfahren begonnen.

Die Verbandsklage soll verhindern,

  • dass ein so großes Grundstück ohne Bebauungsplanverfahren bebaut wird,
  • dass Baurecht nach dem Baulückenprinzip erteilt wird (§34 BauGB)
  • dass es dadurch weder einen städtebaulichen Vertrag noch eine Gewinnabschöpfung mittels der neuen  „Kooperativen Baulandentwicklung Berlin“ gibt,
  • dass dadurch jegliche Bürgerbeteiligung ausgeschaltet wird,
  • dass dadurch keine Umweltverträglichkeitsprüfung stattfindet,
  • dass der Notstand an sozialer Infrastruktur und an Grünflächen im Kiez durch solche Bauprojekte weiter drastisch verschlimmert wird.

Die Grundlage der Klage ist die Feststellung, dass eine Genehmigung ohne Umweltvorprüfung und ggf. auch Bebauungsplanverfahren auf Grund der Größe der Bauvorhaben (Freudenberg-Areal und Schreibfederpassage) und des geplanten Einzelhandels offenbar rechtswidrig ist. Zudem hat das Bauvorhaben schädliche Auswirkungen auf zentrale Versorgungsbereiche des Bezirks wie z.B. die Grünflächen-, Grundschul- und Kitaplatzversorgung.

Wir wollen erreichen, dass der im Sommer 2014 erlassene Bauvorbescheid aufgehoben wird. Für das Areal soll ein reguläres Bebauungsplanverfahren in Gang gesetzt werden, in dem eine deutlich weniger dichte Bebauung festgelegt wird – so, wie es 2010 vom Bezirksamt für die letzte große Freifläche in einem der am dichtest besiedelten Kieze Berlins beschlossen wurde. In einem Bebauungsplanverfahren würde auch unser laufendes Bürgerbegehren Berücksichtigung finden.

Die skandalöse Vorgehensweise zum Freudenberg-Areal hätte sonst gravierende Folgen für die künftige Stadtplanungspolitik in Berlin. Die Anwendung des §34 BauGB auf ein Bauvorhaben dieser Größenordnung hätte Vorbildcharakter, wodurch kommunale Steuerungsmöglichkeiten sowie Bürgerbeteiligung komplett ausgeschaltet werden. Daseinsvorsorgliche Stadtplanung soll in Berlin in Zukunft Investorenplanungen geopfert werden, die jeglicher sozialer Verantwortung entbunden sind? Dies wäre das Ende von geordneter Stadtplanung und Bürgerbeteiligung!

Alle Bäume sind gefällt…

Am Freitag, den 13.02.2015, wurden alle Bäume auf dem Freudenberg-Areal gefällt. Damit ist das “Wäldchen”, das so lange den Kiez an der Ecke Boxhagener Str./Holteistraße geprägt hat, Geschichte.

Die Bauwert Investment Group hat kurz zuvor die Baugenehmigung erhalten und dann “kurzen Prozess” mit den Bäumen gemacht. Wir als AnwohnerInnen bekommen das Ganze erst durch den Lärm von Kettensägen und umstürzenden Bäumen mitgeteilt. Noch drei Tage vor der Rodung hieß es telefonisch bei der Bauaufsicht, die den Bauantrag bearbeitet, die Baugenehmigung könne auch erst im nächsten Monat erfolgen – da war sie aber bereits erteilt…

Ein Papiertiger verirrt sich in der Wilhelmstraße, Berlin Mitte: Entmietungsspezialisten geben sich die Klinke in die Hand; Die Menschen jedoch bleiben & B L E I B E N

Die Bewohner der Häuser Wilhelmstraße 56 – 59 (10117 Berlin Mitte) werden zurzeit mit Briefen von Entmietungsspezialisten regelrecht bombardiert. In den letzten Wochen und Tagen waren es bereits mehrmals eine sogenannte „Beratungsfirma“, eine Hausverwaltung, die vorherigen Eigentümer, pfiffige Anwälte, die lukrative Provisionen zu kassieren hoffen und so weiter und so fort… Inzwischen wurde sogar ein […]