big-berlin.land

Veranstaltung

Mitgliederversammlung der „Leute am Teute“ am kommenden Sonntag, 24. September 2017

Am kommenden Wahlsonntag beginnt um 14:00 Uhr eine Mitgliederversammlung der Leute am Teute. Wir
hoffen auf zahlreiches Erscheinen, bitten um das Mitbringen von Kuchen und Keksen (Getränke sind im
Angebot) und geloben eine zügige Moderation.

Tagesordnung
1. Feststellung der Beschlussfähigkeit, Teilnehmer*innenliste
2. Aktuelle Änderungsvorschläge zur Tagesordnung und Annahme
3. Jahresrück- und -ausblick. Arbeitseinsätze. Aktualisierung der Vereinsmitmacher*innenliste und des Kreises von Personen mit Schlüsseln
4. Bericht des Kassenwarts, insbesondere: Voraussetzungen und Stand des Erhalts der Gemeinnützigkeit
5. Vorbereitung der Ablösung auf dem Kassenwartsposten
Nach 11 Jahren im Amt und drei Steuererklärungen wird P. das Amt im Frühjahr 2018 abgeben. Ein*e neue Kassenart*in sollte jetzt gefunden werden, damit sie/er eingearbeitet werden und es einen sanften Übergang geben kann. Die offizielle Wahl wäre mit Entlastung des Kassenwarts dann erst auf einer nächsten MV im Frühjahr 2018.
6. Vermietungen
7. Neuer Stammtisch „Nachbarschaftliches Leben am Teute und Anderes“
8. Sonstiges

Ort: Platzhaus auf dem teutoburger Platz
Zeit: Sonntag, 24. September 2017 um 14:00 Uhr

Zionskirche: Remember 1987

remember-1987Eine Veranstaltung zur Erinnerung an den Neonaziüberfall auf das Punkkonzert in der Zionskirche vor 30 Jahren

Am 17. Oktober 1987 fand in der, damals weitgehend ungenutzten, Zionskirche ein Punkkonzert mit der Ostberliner Band „Die Firma“ und der Westberliner Band „Element of Crime“ statt.Organisiert wurde es von einigen Leuten aus dem Kreis der Umweltbibliothek (ansässig im alten Gemeindehaus der Zionskirche) und der KvU (Kirche von Unten – damals noch obdachlos, später Villa Elisabeth).
Überregionale Bekanntheit erlangte es allerdings durch einen Überfall von Neonazis auf die Besucher gegen Ende des Konzertes. Da es damals schon gute Kontakte nach Westberlin gab, wurde in den dortigen Medien darüber berichtet und die DDR konnte das Ereignis nicht mehr stillschweigend übergehen. Zum ersten Mal musste die DDR zugeben eine neonazistische Subkultur zu haben.

Zur Erinnerung an dieses Ereignis und zur Bewusstmachung, dass das Problem Neonazis (wieder) sehr aktuell ist, haben sich die KvU und der Schokoladen Mitte in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Zionskirche entschlossen, diese Veranstaltung zu organisieren. An 2 Tagen (13./14.10.) werden Dokumentationen, Diskussionen und musikalische Beiträge das Thema aufgreifen.

Am Freitag, 13.10., öffnet die Zionskirche ihre Türen um 18 Uhr. Auf der Empore unter dem Blauen Fenster wird ab 18.30 Uhr die Dokumentation „Nazis in der DDR: Der Fall Zionskirche“ gezeigt. Um 20 Uhr beginnt dann eine Diskussionsrunde mit Mitgliedern der Band „Element of Crime“, Organisatoren des damaligen Konzertes und Vertretern der Zionskirchgemeinde. Zum Abschluss des Abends wird „Geigerzähler“ ein unplugged Konzert geben. Der Eintritt ist frei, um eine Kollekte wird gebeten.

Am Samstag, 14.10., wird es ein Punkkonzert mit den Bands „The Movement“ (antifaschistischer ModPunk/Kopenhagen), „Hans Am Felsen“ (Geigenpunk aus dem Schokoladen) und „Max.Antikrist“(depressiver Funpunk aus der KvU) geben.
Einlass ist ab 18 Uhr. Beginn 19 Uhr.

Der Eintritt kostet 10,-€. VVK gibts bei VOPO Rec., KoKa36, sowie in der KvU, dem Schokoladen Mitte, der BAIZ und im Gemeindebüro der Zionskirche

Vortrag über Temporäre Spielstraßen (playstreets) in London

Einmal pro Woche auf der Straße spielen!

Temporäre Spielstraßen sind ein einfaches Instrument, im dicht bewohnten Innenstadtbereich mehr Platz für Kinder zum Spielen, Toben und Freunde treffen zu schaffen. Temporäre Spielstraßen kosten nichts und sind nachbarschaftsfördernd.
London macht vor, was Berlin noch nicht hinbekommen hat: In London wurden innerhalb von drei Jahren 100 Temporäre Spielstraßen initiiert!

Wir freuen uns auf
Paul Hocker, Direktor von LONDON PLAY.

Sein Vortrag über die vielen schönen playstreets in London ist Inspiration und Ansporn für Berlin. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu Fragen und Diskussion.
Herzlich willkommen!!

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Veranstalter: „Initiative Temporäre Spielstraßen“
Ansprechpartner: Cornelia Dittrich
0172-7483990 / mail@gethsemaneplatz.de
In Zusammenarbeit mit dem Stadtteilzentrum am Teutoburger Platz.

Zeit: Dienstag, 30. Mai 2017, um 18 Uhr
Ort: Stadtteilzentrum am Teutoburger Platz
Fehrbelliner Str.92 / Berlin-Pankow / Nähe U-Bhf Senefelder Platz

Museum für Architekturzeichnungen: „Berliner Projekte. Architekturzeichnungen 1920-1990“

Die Ausstellung Berliner Projekte. Architekturzeichnungen 1920–1990 ist die Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Deutschen Architekturmuseum in Frankfurt am Main, wo 2010 bereits eine Ausstellung der Tchoban Foundation stattgefunden hat.

Kaum eine andere Stadt hat sich im 20. Jahrhundert architektonisch und städtebaulich so gewandelt wie Berlin: historische Ereignisse, Wirtschaftskrisen, Kriegsschäden und Wiederaufbau, die Teilung der Stadt und die Wiedervereinigung, all das erforderte Neuplanungen und bot den Architekten und Stadtplanern Raum und Anlass für neue Projekte, neue Ideen, neue Visionen für Berlin. Die Stadt entwickelt sich weiter – so reißt die Diskussion um das künftige Aussehen Berlins nicht ab und ist heute aktueller denn je.

Die Ausstellung Berliner Projekte. Architekturzeichnungen 1920–1990 zeigt einen spannenden Abschnitt der städtebaulichen und architektonischen Entwicklungsgeschichte Berlins, illustriert durch handgezeichnete Entwürfe von Hans Scharoun, Hans Poelzig, Frei Otto, Gottfried Böhm, Zaha Hadid, Álvaro Siza Vieira und anderen namhaften Architekten. Die Präsentation darf dabei keinesfalls als vollständige chronologische Dokumentation der Architektur der Hauptstadt in diesem Zeitraum verstanden werden: Vielmehr wollten die Kuratoren mit der Auswahl der Zeichnungen die Vielfalt der Ideen und Visionen für Berlin vorstellen, zu einem Vergleich der gezeichneten und gebauten Architektur anregen sowie die hohe künstlerische Qualität der Werke hervorheben.

Neben den realisierten Bauvorhaben, wie dem Wohnhaus „Bonjour Tristesse“ von Álvaro Siza Vieira oder dem Wohnhaus am Checkpoint Charlie von OMA, werden auch Wettbewerbsbeiträge, wie zum Beispiel die Blätter von Hans Scharoun zum ersten Ideenwettbewerb für den Neubau eines Hochhauses am Bahnhof Friedrichstraße von 1922, an dem auch andere bekannte Architekten wie Ludwig Mies van der Rohe und Hans Poelzig teilgenommen haben, vorgestellt.

Die Rolle des Reichstags in der deutschen Geschichte und seine Bedeutung für Berlin ist unbestritten: Aus diesem Grunde werden die Projekte rund um das Reichstagsgebäude in der Ausstellung mit einigen prominenten Werken präsentiert: angefangen mit der Studie von Gottfried Böhm mit der begehbaren Glaskuppel über das Projekt des verhüllten Reichstags von Christo bis zum Wettbewerbsbeitrag von Lord Norman Foster, gezeichnet von Helmut Jacoby.

Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung sind die Visionen für die Hauptstadt, die im Rahmen des durch das Deutsche Architekturmuseum und die Frankfurter Allgemeine Zeitung veranstalteten Wettbewerbs „Berlin morgen“ Anfang der 1990er Jahre entstanden sind, um Ideen für die Neugestaltung der ehemaligen Altstadt Berlins nach der Wiedervereinigung zu entwickeln. An diesem Wettbewerb nahmen viele bekannte Architekten teil, in der Ausstellung vertreten durch Bernard Tschumi, Mario Bellini und Manuel de Solà-Morales.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Berliner Projekte: Architekturzeichnungen 1920–1990

Laufzeit: 15. Februar 2017 – 25. Juni 2017
Öffnungszeiten: Mo – Fr 14–19 h, Sa – So 13–17 h
Tickets: 5 Euro, ermäßigt: 3 Euro

Museum für Architekturzeichnung
Christinenstraße 18a
10119 Berlin

Kiezkino im Babylon

Bereits seit einer Woche läuft im Babylon in der Rosa-Luxemburg-Straße das Festival „DOK – DDR – Umsonst“ mit 180 Filmen aus 44 Jahren. Für Leute aus unserem Kiez ist besonders der kommende Freitag interessant. Dann wird um 22:15 Uhr der Film „Berlin – Auguststraße“ von Günter Jordan gezeigt. Aus der Ankündigung:

Berlin – Auguststraße DDR 1979, R: Günter Jordan, 79 Min

Spandauer Vorstadt, Arbeiterwohngegend – vier Monate beobachtet Regisseur Günter Jordan die Schule in der Auguststraße 22. Die Kinder kommen aus der Rosenthaler, Koppen- und Gipsstraße und kennen keinen Neubaukomfort, aber sie lieben ihre Straße mit dem unverwechselbaren Berliner Milieu.
Im Fokus des Dokumentarfilms steht zum einen der junge, unkonventionelle Lehrer Bodo Jäger, der seine Schüler zu Diskussionen auffordert, Widerstand provoziert, aber zugleich Disziplin und Pflichtbewusstsein verlangt. Ihm geht es vornehmlich um demokratische Freiheiten und individuelle Selbstbestimmung. Auf der anderen Seite widmet sich der Filmemacher – ursprünglich selbst Lehrer – dem Mädchen Petra, jüngstes Kind einer elfköpfigen Familie. Ihre Mutter ist allein erziehend und berufstätig, einer ihrer Brüder sitzt im Gefängnis.

Ein inhaltlich aufschlussreicher Film mit Bildern nicht nur von der alten Auguststraße. Auch die Große Hamburger Straße, der Hackesche Markt, die Oranienburger Straße und der Berliner Dom zeigen den Zustand von Berlin Mitte vor über 35 Jahren.

Bei allen Filmen in der vierwochigen reihe heißt es: Eintritt frei!

Babylon: DOK – DDR – Umsonst

Anwohnerversammlung „Was soll hier denn noch alles gebaut werden?“ am 6.12.2016

Ein Bericht aus der Vorbereitungsgruppe

Anlass der Veranstaltung war der Unmut in der Nachbarschaft über das Neubauprojekt auf der Fläche von Kaiser’s. Wir wollten eine Plattform bieten, um sich über Veränderungen im Kiez auszutauschen. Ziel war es, einen Raum zur Verfügung zu stellen und zu schauen, an welchen Punkten die Nachbarschaft näher zusammen rücken kann.

Die Anwohnersammlung begann mit einem World Café, das folgende Fragen zum Thema hatte:
1) Was bedeutet Nachbarschaft für mich?
2) Was sind meine Befürchtungen hinsichtlich von Neubauprojekten?
3) Ideenbörse: Was können wir tun, damit alle bleiben können?

Im Anschluss referierte Dr. Andrej Holm über Gentrifizierung und stellte mögliche Handlungsansätze und Beispiele aus anderen Städten vor.

Zu dem Referat:

Über den Stadtteil Prenzlauer Berg gibt es viele Stereotypen, aber die reale Situation, die wir vorfinden, ist geprägt von ökonomischen Prozessen. Es ist wichtig die politisch-ökonomischen Veränderungen anzuschauen, um die Bilder über die verschiedenen Lebensstile begreifen und einordnen zu können.

Blicken wir zurück auf die Phase der Sanierung in den 1990er Jahren, Prenzlauer Berg war Sanierungsgebiet. 60% der Maßnahmen, der Sanierungen, wurden öffentlich gefördert. Aber es gab die Bedingung, dass eine Mietpreisbindung für 20 Jahre gilt. Damals flossen in die Sanierung, die teilweise von den Menschen selber durchgeführt wurde, große Summen, aber die Menschen, die hier lebten, konnten zu über der Hälfte etwa bleiben.

Ende der 1990er Jahre klagten Eigentümer gegen die Mietpreisbindung. Das war auch die Phase der Abschreibungsmodernisierung: So konnten 1999/2000 Steuerabschreibungen geltend gemacht werden, d.h., dass die Eigentümer nicht über die Mieten reich werden wollten, sondern darüber, dass sie Steuern abschreiben konnten. In dieser Phase konnten noch rund 40% der Menschen bleiben. Die Option des Steuern-Abschreibens ist gekappt worden.

Dann endet die Mietpreisbindung. Es wird von einer 2. Phase der Sanierung gesprochen, die in den letzten Jahren begann. In dieser Phase verlor die Mietpreisbindung an Gültigkeit und es wurden Fassadendämmungen vorgenommen und Aufzüge gebaut. Das schlug sich nieder auf den Mietpreis. Investoren, die hier bauen wollten, verwandelten dann 45% der Wohnungen in Eigentum. Das war verheerend, viele Menschen mussten ausziehen wegen Eigentümerwechsel und Mieterhöhungen. Es blieben nur 25% der ehemaligen Bewohner.

Die hohen Mieten haben Pberg in einen Closed Shop verwandelt. 2/3 der Bewohner ist zwischen 25 und 40 Jahre alt. Am Kollwitzplatz haben 80% der Bewohner*innen einen Hochschulabschluss. Aber: Es sind nicht nur arme Menschen, die gehen müssen, auch das mittlere Einkommen reicht oft nicht aus, um 15/16 Quadratmeter finanzieren zu können. Je höher die Neumiete in Pberg ist, umso unwahrscheinlicher ist es, hier umziehen zu können. Das fördert eine weitere Homogenisierung. Der Druck auf Altmieter wächst.

Zu beachten ist, dass es keine individuelle Lösung in diesem Kiez im Falle einer Mieterhöhung mehr gibt. Es kann nur mit kollektiven Lösungen gearbeitet werden. Beispiele findet man in St. Pauli, In den sogenannten Esso-Häusern wehrten sich die Menschen, sie wurden dann als Nachbarschaft in den Bauprozess einbezogen. Die Frage ist also nicht, wieviel wird hier noch gebaut, sondern was wird hier noch gebaut? Darauf müssen wir Einfluss nehmen und uns zusammenschließen. Die Boden- und Grundstücksfrage muss gestellt werden.

In der weiteren Debatte wurden folgende Vorschläge gemacht:
– Stadträte einladen und in die Verantwortung nehmen
– Soziale Auflagen bei Neubauten fordern und sich einmischen! Sozial orientierte Bodennutzung, siehe München
– Kiezvernetzung erweitern, Emailadressen tauschen, vernetzen
– Positive Wohnbeispiele bekannt machen, Genossenschaften einbeziehen und vernetzen, Inseln sichtbar machen
– Symbolischer Protest gegen Neubau, Sichtbar sein beim Richtfest/ Spielerisches Begrüßen
– Aktivierende Befragung über das Wohnen im Kiez

Dokumente:
Ergebnis Tisch 1
Ergebnis Tisch 2
Ergebnis Tisch 3
Ergebnis weiterer Ausblick

Was soll denn hier noch alles gebaut werden?

Anwohner*innenversammlung und Informationsveranstaltung zur Eckbebauung »Templiner Park«

Seit Anfang dieses Jahres ist der Neubau des Immobilienunternehmens Bewocon nicht mehr zu übersehen. Der »Templiner Park« entsteht am Standort der ehemaligen Kaufhalle/Kaiser’s an der Ecke Templiner und Fehrbelliner Straße. Er schafft rund 100 neue Eigentumswohnungen für Menschen mit viel Geld.

Anwohner*innen sind genervt, weil Staub und Baulärm tagsüber omnipräsent sind. Einige befürchten, dass der Kiez und der Teutoburger Platz noch voller werden. Andere Menschen im Kiez haben Angst vor Verdrängung, weil sie sich die steigenden Mieten, die mit der Umgestaltung des Kiezes einhergehen, irgendwann nicht mehr leisten können.

Was tun?

– Können wir noch etwas tun gegen den Neubau?
– Wie können wir unsere Nachbarschaft gemeinsam erhalten, damit Menschen ohne dickes Auto und heller Eigentumswohnung nicht zur »Randgruppe« werden?

Wann?: Dienstag, 6. Dezember 2016 um 18:30 Uhr
Wo?: Stadtteilzentrum am Teutoburger Platz,
Fehrbelliner Straße 92

Expert*innen: – Andrej Holm, Stadtsoziologe
– Thorsten Krull, Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht (angefragt)

Es laden ein: Stadtteilzentrum am Teutoburger Platz
Verein »Leute am Teute«

Lesung: Am Nullpunkt.

Die Rosa-Luxemburg-Stiftung hat uns gefragt, ob wir unsere Lesung „Am Nullpunkt. Biographien geflüchteter Menschen.“ in ihrem Salon wiederholen möchten. Möchten wir.

Wir freuen uns also sehr, dass die Geschichten unserer Protagonisten an einen größeren Ort weiterziehen – und wir laden Dich hiermit herzlich ein zu unserer zweiten Lesung.

Am Nullpunkt. Die Zweite.
19. Juli 2016, 19 Uhr (Eintritt frei)

Im Salon der Rosa-Luxemburg-Stiftung,
1. Etage des ND-Gebäudes,
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Die Lesung wird begleitet von Klaviermusik (Arash Hassani) und den Illustrationen von Lina Ernst.

Über das Projekt: „Am Nullpunkt.“ erzählt die Lebensgeschichten von Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten, und die nun oft nur noch als „Flüchtling“ gesellschaftlich in Erscheinung treten. Wir wollen mit den Menschen reden, nicht über sie. Was sind also die Biographien derer, die vor kurzer Zeit noch ein Leben, eine Arbeit, ein Zuhause, aber oft nicht die leiseste Ahnung hatten, dass sie bald schon auf der Flucht wären?

Am Nullpunkt.

12. Juni: Stolpersteinverlegung Ida Judith Bamberger

Am Sonntag, den 12. Juni 2016 wird ein Stolperstein für Ida Judith Bamberger verlegt. Sie war die letzte Heimleiterin des ehemaligen Jüdischen Kinderheims Fehrbelliner Str. 92, in dem sich heute das Nachbarschaftshaus befindet.

Die Geschwister Ruth und Regina, die sich an ihre Heimleiterin Fräulein Bamberger gut erinnern können und ihr bis heute dankbar für ihre Fürsorge sind, kommen zu diesem Anlass aus Israel angereist.

Um 11 Uhr treffen wir uns vor dem Haus. Anschließend laden wir zu einem Zeitzeugengespräch in die Galerie ein.

Mit der Stolpersteinverlegung wollen wir auch einen Stolpersteinrundgang verbinden.
Rund um das ehemalige Jüdische Kinderheim verteil, vor den Häusern, in denen die jüdischen Kinder mit ihren Familien gelebt hatten, gibt es Stolpersteine. Darunter auch die Stolpersteine von Toscas Familie, einer weiteren Zeitzeugin, die leider nicht aus New York anreisen kann.

Nachbarschaftshaus am Teutoburger Platz
Fehrbelliner Str. 92 | 10119 Berlin
Tel.: 030-443 71 78
Nachbarschaftshaus am Teutoburger Platz