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Sozialpolitik

Sozialpolitik – UNO wirft Deutschland schwere Defizite vor

In Deutschland gibt es nach Einschätzung des Sozialrates der Vereinten Nationen erhebliche Defizite.

 

Zahllose ältere Menschen lebten unter entwürdigenden Bedingungen und erhielten in bestimmten Pflegeheimen und aufgrund des Mangels an qualifiziertem Personal keine angemessene Pflege, heißt es in einem Bericht des Gremiums, aus dem die „Neue Osnabrücker Zeitung“ zitiert. Die Bundesregierung müsse mehr Geld in die Pflege stecken und Einrichtungen häufiger und gründlicher kontrollieren.

In dem Dokument wird zudem darauf hingewiesen, dass in Deutschland mehr als 2,5 Millionen Kinder in Armut leben. Bezweifelt wird, dass die Leistungen für Kinder ausreichten, um den grundlegenden Bedarf zu decken. Mit Blick auf Hartz-Vier-Empfänger werden eine Anhebung der Grundsicherung sowie ein Stopp von Leistungskürzungen gefordert.

Moniert wird ferner, dass etwa 1,2 Millionen Menschen trotz einer Beschäftigung auf Sozialleistungen angewiesen seien. Nötig sei deswegen eine Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns.

 

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Politik schafft Armenhaus

Soziale Schieflage in Deutschland auf Rekordniveau. Paritätischer Wohlfahrtsverband wirft Bundesregierung Ignoranz vor

 

Die Armut in Deutschland hat einen neuen Rekordwert erreicht. Das konstatiert der Paritätische Wohlfahrtsverband in seinem neuen Armutsbericht 2018. Danach lebt mehr als jeder sechste Einwohner unterhalb der Armutsgrenze. Sie liegt bei 60 Prozent des mittleren Einkommens (Median). Die Obdachlosigkeit überschreite rasant die Eine-Million-Marke. Fast drei Viertel der Betroffenen seien berufstätig und ausgebildet, keineswegs vor allem »ungebildet«, wie es das von der Politik ständig wiederholte Klischee Glauben machen wolle, erklärte Verbandsgeschäftsführer Ulrich Schneider am Donnerstag bei der Präsentation in Berlin. Vielmehr sei Armut in großem Maße abhängig von der nationalen, ethnischen oder sozialen Herkunft der Menschen. Kinder, Alter und Krankheit erhöhten das Risiko dabei immens, nach ganz unten abzurutschen. »Es geht um echte Entbehrungen von Dingen, die zum Alltag in Deutschland gehören, um seelische Belastungen, viele Sorgen und Hoffnungslosigkeit«, mahnte Schneider. Angesichts der guten wirtschaftlichen Lage in der Bundesrepublik könne dies »getrost ein politischer Skandal genannt werden«.