big-berlin.land

Presseschau aktuelle Politik

Luxusbüttel – Wenn die Mietpreisbremse versagt

In Eimsbüttel wird eine Mietwohnung zu einem überdurchschnittlichen Quadratmeterpreis angeboten. Das Unternehmen sieht sich im Recht, die Mietpreisbremse greift nicht.

 

Unaufhörlich steigende Mietpreise sind in Eimsbüttel nichts Neues. Das ehemalige Arbeiterquartier um die Osterstraße hat sich zu einem der beliebtesten Wohnviertel der Stadt Hamburg entwickelt. Das wirkt sich seit Jahren auf die Wohnpreise aus, die Mieten kennen nur eine Richtung: nach oben.

Ein aktuelles Mietangebot treibt diese Entwicklung auf die Spitze. Wenige Fußminuten von der U-Bahnhaltestelle Osterstraße entfernt, wird eine Dreizimmer-Wohnung im Dachgeschoss inseriert. 106 Quadratmeter, sanierter Altbau, Einbauküche. Nettokaltmiete: 2.650 Euro. Daraus ergibt sich ein Mietpreis von 25 Euro pro Quadratmeter. Angeboten wird die Wohnung von der Akelius GmbH, der das gesamte Haus in der Eichenstraße gehört.

 

Quelle – Kompletter Artikel

Checkpoint Charlie gerät in Bedrängnis

Spät lädt der Senat zur Mitsprache über die künftige Gestaltung eines der wichtigsten historischen Orte der Stadt ein

 

Berlin wächst, in der Innenstadt sind Baugrundstücke für Geld und gute Worte kaum zu haben. Doch die Brachen an der Zimmerstraße in Mitte, zu beiden Seiten der Friedrichstraße vis-à-vis dem legendären US-Checkpoint Charlie sind etwas ganz Besonderes. Hierher zieht es seit dem Fall der Berliner Mauer Touristen aus aller Welt. An dieser geschichtsträchtigen Kreuzung bietet sich ihnen einer der raren Anschauungsorte für ihr Interesse an Berlin als Schauplatz des Weltgeschehens zwischen dem Zweiten Weltkrieg und dem Ende des Kalten Krieges, für die brutale Teilung der Millionenstadt und das tödliche DDR-Grenzregime. Hier, wo heute eine umstrittene Gedenkindustrie den Mythos vermarktet, soll gebaut werden.

Der Kontrollpunkt zwischen dem amerikanischen und dem »demokratischen« Sektor wurde nach der Sicherung der DDR-Staatsgrenze 1961 zum bekanntesten innerstädtischen Grenzübergang. Standen sich an dieser Stelle doch im Oktober 1961 Panzer der Schutzmächte UdSSR und USA drohend gegenüber, erlebte der Ost-West-Konflikt einen der heißesten Höhepunkte. Der Anblick des DDR-Grenzers zwischen den Tanks inmitten des enttrümmerten Ödlands, das der erst 16 Jahre zurückliegende Weltkrieg hinterlassen hatte, hat sich vielen ins Gedächtnis eingebrannt. Und noch immer gibt es diesen besonderen Ort zwischen Kreuzberg und Mitte, noch lässt er sich wiedererkennen. Das könnte sich nun ändern.

 

Quelle – Kompletter Artikel

In deutschen Großstädten nimmt die Gettoisierung deutlich zu

Arme und Reiche leben in deutschen Städten immer seltener Tür an Tür. Einer neuen Studie zufolge ist die Gettoisierung besonders deutlich in Ostdeutschland. Erstaunlich ist auch ein weiterer Trend.

 

Deutschlands Stadtbevölkerung ist immer weniger sozial durchmischt: Einer am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung zufolge leben arme Menschen zunehmend konzentriert in bestimmten Wohnvierteln. Auch junge und alte Menschen sind immer seltener Nachbarn, wie die Studie des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) ergibt.

Die Sozialforscher untersuchten 74 Städte im Zeitraum von 2005 bis 2014. Nach Angaben der Wissenschaftler handelt es sich um die bislang umfangreichste Studie, die mit amtlichen Daten die ungleiche räumliche Verteilung sozialer Gruppen untersucht. Um das Ausmaß zu bestimmen, haben die Studienleiter Stefanie Jähnen und Marcel Helbig einen Segregationsindex berechnet. Dieser gibt Auskunft darüber, wie viel Prozent der Hartz-IV-Bezieher eigentlich in einem anderen Stadtteil wohnen müssten, um gleichmäßig verteilt in einer Stadt zu leben.

 

Quelle – Kompletter Artikel

Kitakrise – Demo für unsere Zukunft – für unsere Kinder!

Am Sonnabend demonstrierten rund 3500 Berliner gegen die Kita-Not in Berlin. Erzieher beschweren sich über die schlechten Arbeitsbedingungen, Eltern klagen, keinen Platz für ihr Kind zu finden.

In Berlin fehlen Tausende Betreuungsplätze – eine Folge von Zuzug und Fachkräftemangel in den Kindereinrichtungen.

Kita für Alle!  Tag der Demo! Kinder, Eltern, Erzieher*innen, Großeltern und Sympathisanten gehen auf die Straße! Sandra Scheeres #SPD Bildungssenatorin im Interview. Quelle: Ausschnitt zitiert aus Berliner Abendschau vom 26.05.2018

 

 

Versuchte Heckler & Koch, Abgeordnete mit Spenden zu bestechen?

Der Waffenhersteller soll laut einem ARD-Bericht Spenden an Politiker bezahlt haben, um Exporte nach Mexiko zu ermöglichen. Ziel der Bestechungsversuche war offenbar auch CDU-Fraktionschef Volker Kauder.

Der Waffenhersteller Heckler & Koch soll laut dem ARD-Politik-Magazin “Report Mainz” versucht haben, Bundestagsabgeordnete mit Geldspenden zu bestechen. E-Mails des damaligen Geschäftsführers von Heckler & Koch, Peter Beyerle, weisen darauf hin, dass mit den Spenden die Entscheidung zur Ausfuhr von mehreren tausend Sturm-Gewehren nach Mexiko positiv beeinflusst oder zumindest beschleunigt werden sollte.

Die ARD beruft sich auf einen internen Prüfbericht, den Heckler & Koch 2011 in Auftrag gegeben hatte. Daraus geht hervor, dass der Konzern zwei Bundestagsabgeordneten der FDP jeweils 5000 Euro angeboten und auf Konten der Partei überwiesen habe.

Der dritte Empfänger war demnach der CDU-Kreisverband Rottweil. 10.000 Euro hat Heckler & Koch ihm laut Bericht zukommen lassen. Prominentestes Mitglied des Kreisverbands ist Volker Kauder, der CDU-Fraktionschef im Bundestag. Der Firmensitz von Heckler & Koch liegt in seinem Wahlkreis. Drei Wochen nach der Überweisung soll sich dann der damalige Geschäftsführer von Heckler & Koch schriftlich an Volker Kauder gewandt und darum gebeten haben, er möge ihn bei einer lang erwarteten Exportgenehmigung nach Mexiko unterstützen.

Noch nicht geklärt ist, ob und wie weit der Waffenhersteller mit seinen Bestechungsversuchen Erfolg hatte. Welche Auswirkungen die Geldspenden auf die Genehmigungspraxis der Behörden hatten, ist noch nicht geklärt. Der Vertreter der Staatsanwaltschaft Stuttgart, Heiner Römhild, erklärte gegenüber “Report Mainz”, dass die Staatsanwaltschaft Stuttgart ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Bestechung von politischen Verantwortlichen gegen ehemalige Mitarbeiter von Heckler & Koch führe. Die Ermittlungen dauerten jedoch noch an. 

Bereits 2010 wurden Ermittlungen gegen Heckler & Koch wegen illegaler Ausfuhr von Sturmgewehren nach Mexiko eingeleitet. Dies hatte zu einem Ausfuhrverbot von Waffen des Rüstungskonzerns nach Mexiko geführt. Das von Heckler & Koch angestrebte Geschäft kam deshalb nicht zustande. …

weiterlesen kompletten Artikel … Quelle … Der Tagesspiegel

Senioren raus, Start-ups rein: Zwei weitere Altenheime werden in Berlin geschlossen

Jetzt ist es offiziell: Die Senioren-Domizile Am Alexanderplatz in der Magazinstraße 6-7 und in der Invalidenstraße 120-121 werden in einem Jahr geschlossen. Der Betreiber will die Gebäude als Büros vermieten.

Mit Senioren- und Pflegeeinrichtungen lässt sich in der teuren Innenstadt kein Geld verdienen. Im Juni wird die Seniorenresidenz am Hackeschen Markt geschlossen. Wie berichtet will der Hamburger Investor DC Value das erst 20 Jahre alte Gebäude noch in diesem Jahr abreißen und auf dem Areal drei neue Wohn-, Büro- und Geschäftshäuser bauen. 255 Heimbewohner sind betroffen. Jetzt hat auch der Betreiber der Senioren-Domizile in der Magazinstraße und Invalidenstraße die Belegschaft offiziell darüber informiert, dass die zwei Heime geschlossen werden. Zuvor hatte die Berliner Woche bereits berichtet, dass das Familienunternehmen von Gründer Berthold Hecht beim Bezirksamt die Umnutzung der beiden Seniorenheime „in eine ausschließliche Büronutzung“ beantragt hat.

Wie Berthold Hecht jetzt auf Anfrage der Berliner Woche bestätigt, werden die Häuser „nach Auszug des letzten Bewohners in der zweiten Hälfte 2019“ geschlossen. Allen rund 200 Heimbewohnern werde angeboten, in eines der vier verbleibenden Berliner Heime umzuziehen. Die Familie Hecht betreibt noch Senioren-Domizile in Lichtenberg, Prenzlauer Berg, Britz und Tempelhof. „Zur Zeit haben wir freie Plätze für etwa 100 Bewohner“, sagt Hecht. Das heißt, für rund 100 Pflegebedürftige fehlen derzeit noch Alternativen.

Mit Senioren und Pflegebdürftigen lässt sich anscheinend kein Geschäft mehr machen. Die zwei zur Schließung vorgesehenen Heime sind auch nicht voll ausgelastet. In der Invalidenstraße leben 100 Bewohner bei möglichen 154 Betten. Das Seniorenheim in der Magazinstraße könnte laut Genehmigung durch die Pflegekassen 200 Menschen betreuen – momentan sind etwa 100 Bewohner eingecheckt. Die Pflegebranche ist seit Jahren massiv unter Druck. Mit der neuen Gesetzesreform soll eine häusliche Pflege solange wie möglich erfolgen, bevor es eine Kostenzusage für die vollstationäre Versorgung gibt. „Ambulant vor stationär“ ist die Devise.

„Die Nachfrage nach Büroflächen in Berlin ist sehr groß“, so Berthold Hecht. Besonders nach den Zeitungsberichten über die geplanten Schließungen der denkmalgeschützten repräsentativen Immobilien hätte er viele Anfragen bekommen. Ende des Jahres will Hecht entscheiden, wer ab 2020 Büromieter in den historischen Gebäuden wird.

Das Senioren-Domizil Am Alexanderplatz an der ruhigen Magazinstraße ist in einem mondänen Gebäude mit Parkettfußböden und einem herrschaftlichen Saal untergebracht. Zu DDR-Zeiten wurden in der „Zentralen Poliklinik der Berliner Bauarbeiter“ die Malocher des staatlichen Aufbauprogramms kuriert. Das Gebäude wurde 1910/11 für die Union Baugesellschaft auf Aktien als Geschäftshaus sowie als Verwaltungs- und Gewerbebau errichtet.

kompletten Artikel weiterlesen …. Quelle …. Berliner Woche

Hunderttausende wohnungslos in Deutschland

“Ohne eigenes Zuhause, das ist doch menschenunwürdig”, meint Anja. Seit Jahren schläft sie schon bei Freunden oder Bekannten. Wie ihr geht es fast 900.000 Menschen in Deutschland.

 

Als ihre Eltern starben, warf Anja das aus dem Leben. Sie verlor erst ihre Wohnung, dann den Job. Dabei hat die Vierzigjährige einst studiert, Wirtschaft. Heute lebt sie von Sozialhilfe, für eine Wohnung reicht das nicht in Berlin.

Zahl der Wohnungs – und Obdachlosen stieg dramatisch an

Immer mehr Menschen werden so wohnungslos. Seit 2014 stieg ihre Zahl bundesweit um 150 Prozent auf 860.000. Die Hälfte davon sind anerkannte Flüchtlinge, aber sie verstärken nur ein Problem, das längst bestand: In den großen Städten mangelt es an Wohnraum.

Deniz ist eigentlich ein cooler Typ. Man würde ihn wohl in einem Szenelokal vermuten, aber Deniz lebt seit zehn Monaten auf der Straße, er gilt damit, anders als Anja, als obdachlos. Auch ihre Zahl stieg an, um 33 Prozent. 53.000 Menschen sollen inzwischen wie Deniz auf der Straße leben. Als seine Freundin ihn verließ, konnte er seine Miete nicht mehr bezahlen. “Günstigen Wohnraum gibt es in Berlin nicht mehr. Und ich allein, als Maler, verdiene zu wenig”.

In Berlin fehlen 150.000 Wohnungen

 

Quelle – Kompletter Artikel