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MIETERPARTEI in Berlin

Aufruf zur solidarischen Demonstration in Berlin am 6. April 2019, 12 Uhr ab Alexanderplatz

Der Mietenwahnsinn wird immer schlimmer. Nach wie vor werden Menschen durch steigende Mieten verdrängt und zwangsgeräumt. Kiezläden, Gewerbe und Nachbarschaften werden zerstört. Menschen erfrieren während Häuser leer stehen. Doch das letzte Jahr stand auch im Zeichen zahlreicher Proteste und Aktionen, die uns Mut machen: 25.000 Menschen haben im April 2018 in Berlin kämpferisch gegen hohe Mieten und Verdrängung demonstriert, unzählige Mieter*innen organisieren sich in Hausgemeinschaften, Leerstand wurde besetzt und Zwangsräumungen wurden blockiert. In Kreuzberg verhinderten Kiezinitiativen weltweit zum ersten Mal einen Google Campus. Gestärkt durch diese Erfolge mobilisieren wir dieses Jahr erneut zu einer Demonstration in Berlin. Auch in vielen anderen Städten wird an diesem Tag gegen Mietenwahnsinn und Verdrängung demonstriert!

MARKT MACHT ARMUT – WOHNEN IST MENSCHENRECHT

Die soziale Ungleichheit der Wohn- und Lebensverhältnisse ist kein Naturgesetz. Sie ist das Ergebnis der Vermarktung unserer Grundbedürfnisse. Deshalb ziehen wir gemeinsam zur Berliner Immobilienmesse, um zu zeigen, dass Wohnen keine Ware ist – sondern ein Menschenrecht!

Der Stadt der steigenden Mieten, in der wenigen gehört, was alle brauchen, setzen wir unseren Zusammenhalt, unsere Vielfalt und Solidarität entgegen. Wir wollen eine Stadt:

  • die kein Geschäftsmodell ist, sondern Lebensraum für alle – unabhängig von Herkunft, Sprache, Geschlecht, Alter oder Gesundheitszustand
  • in der die Häuser fürs Wohnen und nicht für den Profit gebaut werden,
  • in der niemand in Notunterkünften, Heimen oder auf der Straße leben muss,
  • und in der Wohnraum, Boden und Natur Allgemeingut sind.

Daher fordern wir einen radikalen Kurswechsel in der Wohnungspolitik und die Enteignung von profitorientierten Wohnungsunternehmen. Wir unterstützen gemeinwohlorientierte Lösungen der Wohnungsfrage.

Die Aktionstage vor der großen Mietenwahnsinn-Demo beginnen am Mittwoch, den 27.3. anlässlich des „Berliner Immobilienkongresses. 
Zu einem der unzähligen Immobilienkongresse und Messen kommen dort „die
entscheidenden Akteure der Berliner Immobilienwirtschaft zusammen!“ So
in der Ankündigung. Das diese „entscheidenden Akteure“ nicht im Sinne
von uns Mieter*innen sondern ihres Profits agieren ist uns schon lange
klar.
Oder wie Andreas Hofer, Chef der Internationalen Bauausstellung 2027 in
Stuttgart, in der Süddeutschen Zeitung vom 29.01.2019 ganz unverblümt
sagt: „Wenn man den Kapitalismus ernst nimmt, wird er Wohnungsnot
produzieren, das ist seine Logik.“
Genau diese Logik wollen wir angreifen. Während der Aktionstage vom
27.3. bis 6.4. und mit der Demo „Gemeinsam gegen Verdrängung und
Mietenwahnsinn“ am Samstag den 6.4., 12 Uhr, Alexanderplatz.
Kommt zu den Aktionstagen und zur Demo! Macht selber Aktionen,
veröffentlicht sie, haltet euch auf dem laufenden. Eine genauere
Beschreibung der Aktionstage und die Möglichkeit eure einzutragen gibt’s
hier:
BISHERIGE AKTIONEN:
Auftaktevent zu den Aktionstagen & der Groß-Demo am 6.4.
Mittwoch. 27. März @ 13:00
dbb forum berlin, Friedrichstraße 169
Gemeinsam gestalten wir einen bissig-satirischen Event – in
Konfrontation mit Gedenktafeln für die verstorbenen Opfer des
Mietenwahnsinns agieren prominente Protagonist*innen der
Immobilienbranche und kämpferische Mieter*innen & Demonstrant*innen
gegeneinander. Suchen wir die Verantwortlichen heim – an ihren
Treffpunkten … und halten wir ihnen einen Spiegel vor.
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Solilesung & Diskussion in & mit der Großbeerenstr. 17A
Mittwoch. 27. März @ 19:00 – 22:00
Haus Großbeerenstrasse 17a, Großbeerenstraße 17a
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2. Demo im Grunewald: Späti Ora 35 soll bleiben!
Donnerstag. 28. März @ 16:00 – 18:00
Roseneck – Hohenzollerndamm Ecke Teplitzer Strasse, Grunewald
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Veranstaltung: Artikel 28 der Berliner Landesverfassung „Jeder Mensch
hat das Recht auf angemessenen Wohnraum“ Endlich Umsetzen!
Donnerstag. 28. März @ 19:00
Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Str. 4
Berlin, 10405
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Kundgebung: 40,- warm / qm – Nein Danke! Auch Akelius muss enteignet
werden!
Freitag. 29. März @ 15:00 – 18:00
Akelius Zentrale, Erkelenzdamm 11-13
Berlin, 10999
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Kundgebung: UnvermietBar
Freitag. 29. März @ 18:00 – 22:00
Unvermietbar, Friedelstrasse 54 12047
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Aufstand der Huren >> live und in Farbe <<
Freitag. 29. März @ 18:00 – 20:30
Kultstätte Keller Neukölln, Karl-Marx-Str. 58
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Veranstaltung: Immobilienkonzerne enteignen?!
Freitag. 29. März @ 19:00
Frei-Zeit-Haus e.V., Pistoriusstraße 23
Berlin, 13086
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Diskussion: Wie sieht’s aus mit Wohnen als Geflüchtete? // Discussion:
Comment ça se passe, la recherche d‘appartement en tant que réfugié.e?
Freitag. 29. März @ 20:00 – 23:00
Galerie ORi, Friedelstrasse 8 12047
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Kundgebung: Das Häuserballet tanzt den Mietenblues
Samstag. 30. März @ 11:00 – 14:00
vor der DM Drogerie, Karl-Marx-Straße 92-98
Berlin-Neukölln, 12043
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Erzählcafé: Geschichten der Verdrängung
Samstag. 30. März @ 12:00 – 17:00
Leopoldplatz/ Nazaretzkirchstraße, Leopoldplatz
Berlin, 13347
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Antifaschistischer Fahrradkorso an Orte der Zwangsarbeit,
Gentrifizierung und Spekulation in der Tempelhofer Vorstadt
Samstag. 30. März @ 14:00
Fontanepromenade 15, Fontanepromenade 15
Berlin, 10967
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Kundgebung „Markthalle 9 für alle!“
Samstag. 30. März @ 15:00
vor der Markthalle, Eisenbahnstraße 43
Berlin-Kreuzberg
Zaster für Zimmer 3 – Feiern gegen Verdrängung
Samstag. 30. März @ 21:00
Supamolly, Jessnerstr. 41
Berlin, 10247
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Kundgebung: Stoppt Zwangsräumungen – Wohnen ist Menschenrecht!
Sonntag. 31. März @ 14:00 – 17:00
Französische Botschaft, Wilhelmstraße 69
Berlin, 10117
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Spaziergang im Schillerkiez
Sonntag. 31. März @ 15:00 – 18:00
Weise Str. 56 12049
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UNSER BLOCK BLEIBT SITZT AUF DER STRAßE!
Sonntag. 31. März @ 15:00
Framstraße, Nansen-, Pflüger- und Pannierstraße
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Schilder herstellen für die Mietenwahnsinndemo
Dienstag. 2. April @ 18:00 – 21:00
Offenes Wohnzimmer Moabit, Waldenserstr. 15
Berlin, 10551
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Veranstaltung: Befragung künstlerischer temporärer Zwischennutzung
Mittwoch. 3. April @ 16:30 – 21:30
nGbK – neue Gesellschaft für bildende Kunst, Oranienstraße 25
Berlin, 10999
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Veranstaltung: Eigenbedarf kennt keine Kündigung
Mittwoch. 3. April @ 19:00
Aquarium, Skalitzer Straße 6
Berlin, 10999
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Veranstaltung: Wie wohnen Geflüchtete in Friedrichshain-Kreuzberg?
Information und Diskussion
Donnerstag. 4. April @ 10:00
Aquarium, Skalitzer Straße 6
Berlin, 10999
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Basteltag (Mit dem Kunstblock Banner, Kostüme und anderes Material für
die Demo gestalten)
Donnerstag. 4. April @ 15:00 – 19:00
Vierte Welt, Adalbertstrasse 96
Berlin, 10999
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Informationveranstaltung – Rechte von Mieter*innen (Mieter*innenberatung
, Inventionsmöglichkeiten und Millieuschutz) – Nachbarschaftshaus
Urbanstraße e.V. & Kiez-Bündnis Solidarische Stadt
Donnerstag. 4. April @ 19:00 – 22:00
Nachbarschaftshaus Urbanstraße e.V., Urbanstrasse 21 10961
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Schilder und Transpis malen für Mietenwahnsinn-Demo
Freitag. 5. April @ 14:00
Platz vor Edeka, Gegenüber vom Antonplatz, Max-Steinke-Straße
Berlin, 13088
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Miethai-(Ab)Grillen im Kosmosviertel
Freitag. 5. April @ 15:00 – 18:00
Forum Kosmosviertel, Ortolfstr. 196
Berlin, Berlin 12524
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Vortreffpunkt zur Mietenwahnsinnsdemo
Samstag. 6. April @ 11:00
Leopoldplatz/ Nazaretzkirchstraße, Leopoldplatz
Berlin, 13347
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Große Demo: Gemeinsam gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn
Samstag. 6. April @ 12:00 – 17:00
Alexanderplatz
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KlangSubsTanz meets Art & Culture
Samstag. 6. April @ 20:00 – Sonntag. 7. April @ 4:00
Herzbergstraße 53, Herzbergstraße 53 10365
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Eine genauere Beschreibung der Aktionstage und die Möglichkeit eure
einzutragen gibt’s hier:
Die Seite wird laufend aktuelisiert.

Solidarität von HG M99 in der Habersaathstraße 40 bis 48 Berlin Mitte!

Doktor Wahnsinn erstellt die Diagnose des #Mietenwahnsinn am 20.02.2019 in der #Habersaathstraße #Berlin!

Quelle: youtube @Steffen Doebert

 

Die Nachbarschaftsinitiative Habersaathstr. IG HAB engagiert sich für Milieuschutz, soziale Mischung und dauerhaft bezahlbare Mieten in Berlin Mitte, gegen Gentrifizierung, Spekulation mit Wohnraum und Raubtierkapitalismus. Wir rufen auf zur Aktion LAKEN RAUS BERLIN – Wir bleiben wohnen: Flagge zeigen gegen Verdrängung.

MieterInnen müssen draußen bleiben – drinnen spricht die Immobilienlobby!

Im #Adlon treffen sich Immobilienentscheider zum 29. Jahresauftakt am 18.02.2019 in #Berlin. Bei Eintrittspreisen von ab € 3000 können die Betroffenen nur vor der Tür demonstrieren. Der mit Transparenten geschmückte PKW durfte nur kurz vor dem Hoteleingang stehen – klar, Botschaften wie “Wuchermieten oder Sharewölfe” gefallen den anwesenden Immobilienplayern nicht. VertreterInnen von verschiedenen Initiativen/Gruppen machten auf dem von der Polizei zugewiesenen #Pariserplatz klar, das pure Renditeorientierung MieterInnen-Schicksale produzieren. Gemeinwohlorientierung muss wieder zum Hauptthema werden, Wohnen ist keine Ware und die Menschen sind keine Ware. Sie sind MieterInnen in jedem Alter und haben ein Recht auf ein Zuhause verdient!

Quelle: Ausschnitte zitiert aus rbb24 und Berliner Abendschau vom 18.02.2019

Unter anderem haben folgende Initiativen am Protest teilgenommen:

#Mietenwahnsinn #BizimKiez #Kunstblock#BerlinerMieterverein #WohnraumVerteidigungsLiga#Zwangsräumungverhindern #Ostkreuzbleibt #PadoviczMieter*innen #Syndikat #Liebig34 #Habersaathstraße #BoeThie #AltesWasserwerkTegel #Potse #Drugstore #Freibeuter #GedenkortFontanepromenade #ELWE44#Emdener23 #SanderElf #Gleim56 #Friedel54 #WemgehörtKreuzberg #Wohnungslosenparlament #PankowerMieterprotest

SAFE THE DATE:

6. APRIL Demonstration: Gemeinsam gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn in verschiedenen Städten!!!

Info: www.mietenwahnsinn.info

Investor Gröner gibt Kreuzberger Postscheckamt auf

Nach langem Streit mit dem Bezirk verkauft die CG Gruppe das Postcheckamt am Halleschen Tor. Dort soll Gewerbe entwickelt werden.

Der bisherige Eigentümer des Postscheckamt-Areals am Halleschen Ufer in Kreuzberg, die CG Gruppe, verkauft seine Anteile. Wie Vorstand Jürgen Kutz der Berliner Morgenpost bestätigte, ist ein Teil der Übertragung bereits abgeschlossen. Neuer Eigentümer wird die Art-Invest mit Sitz in Köln.

Im Sommer sagen die Pläne für das Postscheckamt noch anders aus: Christoph Gröner im vor dem Gebäude (Quelle: https://www.morgenpost.de/bezirke/friedrichshain-kreuzberg/article216185431/Investor-Groener-gibt-Kreuzberger-Postscheckamt-auf.html)

Die Entscheidung des Unternehmens sei Folge der aktuellen Einigung mit dem Bezirk über die Nutzung. Wollte die CG Gruppe von Chef Christoph Gröner dort zunächst Gewerbe und Wohnungen realisieren, sollte es nach langen Verhandlungen zuletzt nur noch Gewerberaum sein, der bei der CG Gruppe verblieben wäre. Den Wohnanteil bestreitet den Plänen nach die landeseigene Degewo, die diese Flächen kauft. Mit dem Verkauf an die in Abschnitte des Projekts bereits einbezogene Art-Invest, so Kutz, gebe man das Projekt weiter an ein Unternehmen mit entsprechender Expertise für Gewerberaum.

Florian Schmidt (Grüne), Baustadtrat in Friedrichshain-Kreuzberg, sagte: „Es ist gut, dass wir es nun mit einem Bestandshalter als Bauherren zu tun haben. Ich werde mich in Kürze das erste Mal mit Art-Invest treffen, um ihre Entwicklungsziele kennenzulernen.“ Bisher habe er mit dem Unternehmen gute Erfahrungen an einem anderem Standort gemacht.

Der Rückzug überrascht im Bezirk viele

Lothar Jösting-Schüßler (Linke), Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, erklärte: „Wir hoffen, dass es mit dem neuen Investor Art-Invest möglich sein wird, auf dem Gelände starke kulturelle Nutzung und privates Gewerbe zu verbinden.“ Vorstand Kutz sagte: „Ich bin froh, dass es diese Lösung gibt, damit die erforderlichen Baumaßnahmen für Berlin und den Bezirk umgesetzt werden.“ …

kompletten Artikel lesen … Quelle … Berliner Morgenpost

Vorkauf abgewendet – Mieter*innen verkauft?

Das Wohnhaus Kollwitzstraße 2 / Saarbrücker Str. 17 ist nach jahrelangem Spekulations-Roulette mit Insolvenz, unbehelligtem massivem Leerstand und Zweckentfremdung nunmehr verkauft worden.

 

Das Bezirksamt Pankow hat eine Abwendungsvereinbarung mit dem Käufer abgeschlossen. Damit wurde der kommunale Vorkauf im Milieuschutzgebiet abgewendet. Der Käufer ist die Fa. Christmann-Immobilien. Ein einschlägig bekannter Plattsanierer und Wohnungsdealer, der sich durch rücksichtslose Vertreibung der Mieter einen üblen Ruf „verdient“ hat.

Was läuft falsch bei der Ausübung des kommunalen Vorkaufrechts in sozialen Erhaltungsgebieten des Bezirks Pankow? Was bleibt vom Schutz der Mieter*innen vor Verdrängung in sozialen Erhaltungsgebieten? Erreichen die Abwendungsvereinbarungen ihr Ziel? Wie wird deren Einhaltung kontrolliert? Was können die Mieter*innen zum Selbstschutz unternehmen?

Mit: Sebastian Scheel, Staatssekretär der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, (DIE LINKE), Andrej Holm, Sozialwissenschaftler, Sven Fischer (Kopenhagener Straße 46), Mieter*innen Kollwitzstraße 2 / Saarbrücker Str. 17

Wann: 17. Januar 2019, 19.00 Uhr
Wo: im BAIZ, Schönhauser Allee 26A, 10435 Berlin

Dieses Diskussionsforum ist eine gute Gelegenheit in entspannter Atmosphäre mit den Podiumsgästen ins Gespräch zu kommen und über wichtige stadtentwicklungspolitische Themen auszutauschen.zitiert aus Quelle … Mieterforum Pankow

Drugstore und Potse – kein Nachruf von Paul Geigerzähler

Paul Geigerzaehler Kopfstand vor der Potse / Drugstore 05.01. 2019

Es ist brutal voll in der Potse. Es ist der wohl letzte Abend und außerdem spielt Pisse. Ansonsten ist alles wie damals. Der Hausflur voller trinkender punkiger Jugendlicher. Nur ich bin eben älter geworden. Zugleich fühlt sich alles ein bisschen an wie auf einer Beerdigung, vor allem wenn man den Drugstore betritt. Das Putzlicht strahlt auf die schon großenteils abgebaute Einrichtung, deren Reste in einem kleinen abgesperrten Bereich Richtung Goebenstraße liegen. Das Podest Richtung Potsdamer ist auch abgesperrt, aber erst teilweise abgebaut.

Darunter liegt der Dreck von 40 Jahren, sind vielleicht noch Reste von Bommi Baumanns Kotze oder die weggeworfenen zu Staub zerfallenen Kippenstummel der großen Hausbesetzervollversammlungen der 80er. Wer weiß?

Über 40 Jahre Geschichte linker Jugend- und Subkultur in dieser Halle, in den 20ern in ultramoderner Betonbauweise erschaffen, dann Sitz der Berliner Verkehrsbetriebe, die dort noch gesessen haben, bis das Gebäude vor nicht allzulanger Zeit verscherbelt wurde wie fast alles. Man wollte ja sparen bis es quitscht und da muss man sich nicht wundern.

In den frühen 70ern kämpften Trebekids und AktivistInnen um ein Stückchen der 2 Etage, verhandelten, gewannen und bauten den Laden zu einem Jugendzentrum aus. In dieser Hinsicht ist sich das Drugstore bis heute treu geblieben und wird immer noch auch von Jugendlichen auf Trebe und in vergleichbar prekären Situationen genutzt. Eine gute Geschichte, eigentlich. An vielen anderen linken Orten ist jeder Faden zur Straße längst zerschnitten, falls er überhaupt jemals aufgenommen wurde.

Letzteres ist auch nicht die Geschichte des Verlierens und des Aus der Zeit gefallen seins, der das Drugstore dennoch genauso geprägt hat wie viele andere im Kontext verflossener linksradikaler Bewegungen enstandenen Zentren – eine Geschichte des Verlierens, die durchaus unterschiedlich sein konnte: Von leeren Räumen mit fast gespenstisch konsequentem Abfeiern vergangener kleiner Siege bis zur Überanpassung in sterilen Orten des Kommerzes oder sozialbürokratischer Problemverwaltung. Aber auch der in dieser Gegenüberstellung ersteinmal sympathische Mittelweg ist ein Teil dieser Verliererstraße:

Weil das Problem tiefer liegt. Weil alle diese Orte nach Regeln, ungeschriebenen Gesetzen und Funktionsmechanismen laufen, die in einer Zeit entstanden sind, wo eine Jugend mit vollem Recht gegen die Zumutungen, die Zwänge und die monotone Konformität im Fordismus rebellierte. In einer Zeit in der ein Reihenhaus und Kleinfamilie in Lichterfelde als Dank für ein angepasstes Leben und Arbeiten noch ein erreichbares Ziel war. Dazu das Versprechen, dass es den Kindern einmal besser gehen würde. Diese Kinder sind wir. Geht es uns besser?

Heute wird einfach gar nichts mehr versprochen – jedenfalls nicht dem ärmeren Teil der Gesellschaft. Stattdessen Angst! Wir sollen sehen wo wir bleiben. Statt Rebellion gegen die Zumutungen der Konformität überwiegt jetzt die Panik davor, abgehängt zu werden. Statt der Lust am Ausbrechen aus der organisierten Langeweile finden, wir uns im hektischen Rattenrennen um irgendeinen Job, irgendeine Absicherung, irgendeine Orientierung wieder und haben im vollem Lauf kaum Zeit festzustellen, dass das, was letztens noch subversiv und rebellisch war, heute nur noch ein bunter Farbtupfer in neoliberalen Allerlei ist. Vielleicht ist diese Rebellion auch deshalb häufig so ein Mittelschichtsding geworden, weil man sie sich leisten können muss.

Das Drugstore und die Potse haben die Kommerzialisierung ehemaliger Gegen- und heutiger Subkultur nicht mitgemacht. Das war sinnvoll und auf der Habenseite liegen schöne Konzerte, Partys und die Funktion der beiden Läden als eine Art Ausbildungsstätte für Selbstverwaltung. Trotzdem wäre es eine Lüge, angesichts der Möglichkeiten, von einer Erfolgsgeschichte zu sprechen. Wenn man sich vorstellt, was an den vielen Tagen an denen das Drugstore geschlossen hatte, möglich gewesen wäre könnte man heulen! Wenn man sich vorstellt, was das Drugstore hätte sein können mit besserer Anbindung an die Jugendlichen im Kiez – nicht zuletzt auch jene mit migrantischem Hintergrund – man möchte schreien!

Nun lässt es sich leicht reden vom schönen Friedrichshain aus. Reden über Dinge, die im Friedrichshain auch niemand wirklich hinkriegt und mit hässlichem Zeigefinger in Richtung der Aktivistinnen und Aktivisten, die meistens getan haben, was in ihrer Macht stand. Zudem bin ich an all dem auch mit schuld.

Ich entdeckte das Drugstore in der ersten Hälfte der 90er als recht orientierungsloser ostberliner Jugendlicher, der unbedingt Punk werden wollte und Anschluss suchte. Das in dieser Zeit schon etwas ausgezehrte und aus dem Zentrum gerutschte Drugstore gab mir den Anschluss. Im Drugstore verschwand ich in subkultureller Konformität, die ich ab einem bestimmten Punkt um so rigider nach außen vertrat. In meine eigentlich sehr kurze Zeit im Drugstore fallen zwei Dinge, die richtungsentscheidend waren. Das Scheitern der Zusammenarbeit mit Jugendlichen aus dem Kiez mit türkischem Background, die wir – westberliner Gymnasiasten wie ostberliner Punks – „die Lans“ nannten.

Wir haben nicht viel Zeit damit verschwendet, darüber nachzudenken ob unser Blick auf diese Jugendlichen, der sich in der Bezeichnung ausdrückte, nicht auch etwas mit dem Scheitern der Zusammenarbeit zu tun haben könnte. Zweitens haben wir damals dafür gesorgt, dass das Drugstore noch lange nach uns gewissermassen monosubkulturell war, indem wir verhindert haben, dass Technopartys im Drugstore stattfinden konnten. Ich erinnere mich gut an die Soliparty eines besetzten Hauses mit Technoparty, bei der wir den DJ bedrängten unsere Deutschpunkplatten zu spielen. Der DJ war so cool, unsere Platten in seine Beats zu mischen und wir haben ihm nicht einmal Danke gesagt.

In dieser Zeit kamen wir auch auf die grandiose Idee im Drugstore zu wohnen und nicht nur das. Wir luden auch alle Straßenpunks ein es mit uns zu tun. Wir handelten in bester Absicht und wischten alle Bedenken der wenigen im Drugstore verbliebenen Altautonomen souverän beiseite. Schließlich waren wir die Straße und die Autonomen nervten sowieso mit ihren Moralin:

Ihr wisst genau was richtig ist
ihr wisst genau was gut für uns ist
ihr dreht uns das wort im Munde um
ich schreie laut und bin doch stumm
AUTONOME SOZIALARBEITER VERPISST EUCH!

Schrieb ich wütend vom Plenumstisch aufspringend an die Wand neben dem nasebohrenden Punk. Das war auch nicht nur falsch. Die Autonomen hatten ihre eigene Sprache und haben es wirklich nicht hingekriegt, uns ihr Zeug zu erklären. Dass sie uns nicht das Vögeln verbieten wollten, wenn sie von Sexismus sprachen, habe ich erst nach meiner Zeit im Drugstore begriffen. Es wäre nicht verkehrt gewesen, wenn mir das schon damals jemand vernünftig erklärt hätte. Aber wie sollten sie das denn machen? Die Welt erklären? Auch große Teile der westautonomen Szene hatten nach 89 Gewissheiten und Kompass verloren und mäanderten in einer eigenartigen Mischung aus Trotz, Resignation und moralischem Sendungsbewusstsein herum – wie sollten sie da desperaten Jugendlichen verständliche Erklärungen liefern?

Immerhin waren sie noch in der Lage unseren Selbstversuch im Drugstore zu wohnen, wieder zu beenden, bevor wir das Drugstore zu einem Haufen Schrott machen konnten.

Jenseits dieser Anekdoten hatten wir aber alle das selbe Problem. Wir rebellierten (und die Autonomen kämpften) gegen fordistische Konformität und wir begriffen nicht, das das, wogegen wir rebellierten längst auf dem absteigenden Ast war. Wir glaubten auszusteigen und richteten uns das Leben ein in einer Insel scheinbarer Selbstbestimmung und realer Prekarität – einer Insel, die – zumindest was die Prekarität betrifft – bald keine Insel mehr sein sollte.

Immer noch sind wir gefangen in subkulturellen Funktionsmechanismen, die schon lange nicht mehr greifen. Ein bisschen wie auf einem Kreisverkehr mit lauter Einbahnstraßen drumherum. Vor allem damit beschäftigt im Kreis zu fahren, diskutieren wir nur noch selten, was zu tun wäre um irgendwohin zu kommen. Noch seltener diskutieren wir, welche Ausfahrt wir, die bürgerlichen Verkehrsregeln brechend nehmen sollten oder ob wir womöglich nicht einfach den Kreisverkehr blockieren müssten, damit es Irgendwohin geht. Und dieses Irgendwohin? Suchen wir das noch wirklich oder ist es einfach nur ein subkultureller Code, diese Suche zu behaupten?

Insofern müssen wir hoffen, dass der Rausschmiss aus den alten Räumen auch eine Chance ist. Bei der Potse liegt diese im offensiven Umgang mit der Situation, in der Besetzung, im Drugstore könnten die neuen Räume womöglich auch dabei helfen, neuen Schwung zu entwickeln. Vielleicht werden Potse und Drugstore am Ende noch mal Vorreiter für etwas ganz Neues? Für etwas mit Sprengkraft und gesellschaftlicher Relevanz? So wie damals in den 70ern und doch ganz anders? Wer weiß?

Bleibt noch, dem Drugstore- und dem Potsekollektiv viel Kraft, Geschicklichkeit und Klugheit zu wünschen. Und natürlich auch ein bisschen Glück!

Ein Text aus dem Kopfstand Nr. 35
Danke @drugstoreberlin für das Bild. Hoffe, das geht klar.

zitiert aus Quelle … Geigen zählen

Kreuzberg hat mich enttäuscht

Fick dich, Kreuzberg. Ja, so hart muss ich sein. Leider. Ich habe bei dir gewohnt, als diese Stadt noch von einer Mauer umgeben war. Du gabst mir, einem heimatlosen Migrantenjungen, das Gefühl von Heimat. Bei dir fand ich zu meiner Identität, mit dir wurde ich groß. Du warst ein Versprechen, Verheißung, Mythos und ich band mich an dich. Auf Gedeih und Verderb. Du warst einmal die Idee einer Alternative. Das ist eine Verantwortung. Deine Verantwortung.

So wie die „taz“ eine neue Tageszeitung sein wollte und die Grünen eine neue Partei, wolltest du eine neue Idee des Zusammenlebens sein. Zumindest dachte ich das, hoffte es. Bis zuletzt. Scheinbar war das aber alles nur Verklärung und Selbstbetrug. Hast du Dich einfach nur verstellt? Ich sah nach jeder Wahl auf die politische Landkarte und alles war schwarz und rot, nur du warst da anders, ein kleiner grüner Fleck. Und was ist jetzt? Auch in deinem Wahlkreis, dem mit der Nummer 83, der auch Friedrichshain und Prenzlauer Berg Ost umfasst, hat die AfD bei der letzten Bundestagswahl nicht wenige Stimmen geholt. 6,3 Prozent. Klar, auch die Grünen sind ja nicht mehr das, was sie mal waren, schau Dir doch nur diesen Tübinger Bürgermeister an. Aber wir sind doch hier nicht in Tübingen! Was ist mit dir passiert, was hat dich nur so ruiniert? Dich und deine ungeliebte Schwester Friedrichshain.

Vom Kottbusser Tor über die Schlesische Straße und die Oberbaumbrücke bis zum RAW-Gelände und rauf zur Simon-Dach-Straße seid Ihr doch nur noch ein einziger Ballermann fürs durchreisende Party-Proletariat. Am Fluss biedert Ihr Euch dem Großkapital an, in der Skalitzer Straße und am Oranienplatz lässt Du Dich mit Hotels bebauen. In jede Baulücke zwischen Ostkreuz und Yorckstraße presst du Appartement-Häuser für Besserverdiener und die Erbengeneration. Was aber tust du für uns alte Kreuzberger, wann wurde auf dir mal eine vernünftige Kita oder ein Park oder ein Schwimmbad oder eine neue Musikschule gebaut? Ja, das geht nicht, dafür ist kein Geld da, wirst du sagen. Das reicht mir nicht. Du lässt alles geschehen, Anwälte und Diplomaten lässt Du bei Dir wohnen, die mit dem Fahrstuhl in ihr Loft fahren. Expats, die sich über einer Line Koks auf der Berghain-Toilette die Startup-Jobs und Wohnungen zuschieben, fühlen sich bei dir wohl.

So ist die Wirklichkeit, wirst du sagen, geh mit der Zeit, sieh der Realität ins Auge. Das klingt so vernünftig. So kalt. Du wirst sagen, schau doch, Google ist weg, ich kümmere mich um Milieuschutz und Vorkaufsrecht und Mietpreisbremse. Aber schau Du mal der Realität ins Auge, das bringt alles nicht viel. Google kommt eines Tages doch, die Mieten steigen, die Alleinerziehenden, die Armen, die Türken und kleines Gewerbe müssen weg. Du hast dich für Gutverdiener und Lifestyle-Migranten aus Industrieländern entschieden und gegen mich. Du bist schlimmer als Charlottenburg und Schöneberg und Prenzlauer Berg zusammen, denn du hast mal etwas anderes versprochen und es nicht gehalten. Ja, du hast mir das Herz gebrochen, mir meinen Glauben genommen, mich der Heimat beraubt. Bei Dante heißt es: „Lasst, die ihr eintretet, alle Hoffnung fahren!“ Ich würde gern Lebewohl sagen. Nur wo soll ich hin? Ach Kreuzberg!

Rentner fürchten Verdrängung: “Ich bin hier geboren”

Ein dänischer Fonds hat einen Wohnkomplex in Neukölln erworben. Den Mietern macht das Sorgen. Unter ihnen sind viele Rentner, die teils Jahrzehnte dort leben. 

Der dänische Pensionsfonds PFA kaufte im Sommer rund 3700 Wohnungen in ganz Deutschland – darunter auch den denkmalgeschützten Hauskomplex in der Thiemannstraße 16 bis 23 und Böhmische Straße 21 und 23 in Neukölln. Der Bezirk prüft aktuell das Vorkaufsrecht. Bis zum 7. Januar ist Zeit, einen Drittkäufer zu finden – oder eine Abwendungsvereinbarung mit den neuen Eigentümern zu schließen.

Was genau der Fonds mit den Wohnungen vorhat, ist unklar. Die Münchner Domicil Real Estate Group, die das Immobilienpaket für den PFA betreut, will sich auf Anfrage nicht äußern und verweist auf das laufende Verfahren. Auf seiner Webseite wirbt das Unternehmen mit einer „nachhaltigen Ertragsoptimierung“ bei gekauften Immobilien – und nennt als Maßnahmen etwa die „Auf- und Nachvermietung“.

Die mehr als 300 Bewohner der 140 Wohnungen in Neukölln fürchten nun ihre Verdrängung. Mitte Dezember demonstrierten mehrere hundert Menschen für die Erhaltung ihrer Wohnungen. Auch der Neuköllner Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) und der Stadtrat für Stadtentwicklung, Jochen Biedermann (Grüne), waren anwesend und sicherten den Bewohnern ihre Unterstützung zu.

Unter den Bewohnern sind rund 60 Rentner, die zum Teil seit Jahrzehnten in ihren Wohnungen leben – und nun vielleicht verdrängt werden, um die Renten dänischer Senioren zu sichern. „Seit über 40 Jahren lebe ich in der Wohnung“, schreibt ein Bewohner in einem offenen Brief.

“Ich habe in der Wohnung meine Einschulung gefeiert”

„Ich bin hier geboren, aufgewachsen, zur Schule gegangen. Ich habe in der Wohnung meine Einschulung gefeiert. Meinen Schulabschluss. Meinen 18. Geburtstag. Den Abschluss meiner Berufsausbildung. Ich kenne hier jede knarzende Diele und jede quietschende Tür.“ Viele Nachbarn kenne er schon sein ganzes Leben lang. „Wenn Sie zulassen, dass aus den Wohnungen Eigentumswohnungen werden, dann nehmen Sie vielen Menschen wie meinen Eltern und mir ein Stück ihres Lebens, ein großes Stück der persönlichen Vergangenheit und die Zukunft, denn viele von uns Mietern wissen dann wohl nicht, wie es weitergehen soll.“ Denn, schreibt der Bewohner weiter, den Menschen ihre Wohnungen zu nehmen, würde heißen, ihre Leben durcheinanderzuwerfen – sie zu entwurzeln und zu einem Neuanfang zu zwingen, „den viele nicht verkraften würden“. 

kompletten Artikel lesen … Quelle … Der Tagesspiegel

Rentner fürchten Verdrängung: “Ich bin hier geboren”

Ein dänischer Fonds hat einen Wohnkomplex in Neukölln erworben. Den Mietern macht das Sorgen. Unter ihnen sind viele Rentner, die teils Jahrzehnte dort leben. 

Der dänische Pensionsfonds PFA kaufte im Sommer rund 3700 Wohnungen in ganz Deutschland – darunter auch den denkmalgeschützten Hauskomplex in der Thiemannstraße 16 bis 23 und Böhmische Straße 21 und 23 in Neukölln. Der Bezirk prüft aktuell das Vorkaufsrecht. Bis zum 7. Januar ist Zeit, einen Drittkäufer zu finden – oder eine Abwendungsvereinbarung mit den neuen Eigentümern zu schließen.

Was genau der Fonds mit den Wohnungen vorhat, ist unklar. Die Münchner Domicil Real Estate Group, die das Immobilienpaket für den PFA betreut, will sich auf Anfrage nicht äußern und verweist auf das laufende Verfahren. Auf seiner Webseite wirbt das Unternehmen mit einer „nachhaltigen Ertragsoptimierung“ bei gekauften Immobilien – und nennt als Maßnahmen etwa die „Auf- und Nachvermietung“.

Die mehr als 300 Bewohner der 140 Wohnungen in Neukölln fürchten nun ihre Verdrängung. Mitte Dezember demonstrierten mehrere hundert Menschen für die Erhaltung ihrer Wohnungen. Auch der Neuköllner Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) und der Stadtrat für Stadtentwicklung, Jochen Biedermann (Grüne), waren anwesend und sicherten den Bewohnern ihre Unterstützung zu.

Unter den Bewohnern sind rund 60 Rentner, die zum Teil seit Jahrzehnten in ihren Wohnungen leben – und nun vielleicht verdrängt werden, um die Renten dänischer Senioren zu sichern. „Seit über 40 Jahren lebe ich in der Wohnung“, schreibt ein Bewohner in einem offenen Brief.

“Ich habe in der Wohnung meine Einschulung gefeiert”

„Ich bin hier geboren, aufgewachsen, zur Schule gegangen. Ich habe in der Wohnung meine Einschulung gefeiert. Meinen Schulabschluss. Meinen 18. Geburtstag. Den Abschluss meiner Berufsausbildung. Ich kenne hier jede knarzende Diele und jede quietschende Tür.“ Viele Nachbarn kenne er schon sein ganzes Leben lang. „Wenn Sie zulassen, dass aus den Wohnungen Eigentumswohnungen werden, dann nehmen Sie vielen Menschen wie meinen Eltern und mir ein Stück ihres Lebens, ein großes Stück der persönlichen Vergangenheit und die Zukunft, denn viele von uns Mietern wissen dann wohl nicht, wie es weitergehen soll.“ Denn, schreibt der Bewohner weiter, den Menschen ihre Wohnungen zu nehmen, würde heißen, ihre Leben durcheinanderzuwerfen – sie zu entwurzeln und zu einem Neuanfang zu zwingen, „den viele nicht verkraften würden“. 

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Abgeordnetenhaus von Berlin “Parlamentsgeflüster” – Der Podcast des Berliner Abgeordnetenhauses, Folge 1: Der Petitionsausschuss

Was macht der Petitionsausschuss eigentlich? Wie arbeitet er und was bringt er den Berliner Bürgerinnen und Bürgern? Wie lässt sich eine Petition einreichen? Welche Petitionen bleiben in Erinnerung? Diese und weitere Fragen beantworten im Gespräch der Ausschussvorsitzende Kristian Ronneburg und der Leiter des Sekretariats des Petitionsausschusses Carol Bosenius. Auch ein Petent ist zu Gast und spricht über seine Erfahrungen mit dem Ausschuss.

 

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