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Klima

Der globale Insektenzusammenbruch

Weltweit mehren sich Hinweise, dass Insekten massenhaft verschwinden. Ihr funktionaler Verlust könnte für die Menschheit noch gravierender sein als der Klimawandel.

 

Wir haben uns mittlerweile daran gewöhnt, dass Arten aussterben oder auf Reste dezimiert werden: Der massenhafte Abschuss von Elefanten, Nashörnern, Löwen und Tigern, das Fangen und Töten von Singvögeln in Indonesien oder am Mittelmeer, die angebliche wissenschaftliche Jagd auf Wale oder das verbreitete Sterben von Fröschen und Salamandern lösen zwar hier und da noch Entsetzen aus. Doch wirklich durchgreifende Maßnahmen dagegen scheitern am fehlenden Geld und vor allem am Willen der handelnden Politiker. Dank effektiver Waffen, Fallen und Gifte gelingt es der Menschheit, sogar Arten zu vernichten, deren Bestand hunderte Millionen oder mehr Individuen umfasst(e): Die nordamerikanische Wandertaube wurde innerhalb weniger Jahrzehnte von Milliarden auf null dezimiert.

Doch mittlerweile hat das Arten- und Bestandssterben eine Tiergruppe erfasst, mit der viele Menschen und vielleicht sogar die meisten Wissenschaftler nicht gerechnet hätten: Weltweit befinden sich die Insektenzahlen im Sinkflug und verschwinden Arten und Populationen. In einem großartigen Artikel titelt die »New York Times« sogar schon davon, dass die »Insektenapokalypse« begonnen habe. Ökosysteme verändern sich mehr oder weniger stark, wenn einzelne Großsäuger oder Vögel verschwinden, doch Insekten haben eine entscheidende funktionelle Bedeutung – gehen sie massenhaft verloren, ändert sich die komplette Umwelt bis hin zu drastischen Folgen für uns Menschen und unsere Lebensgrundlagen.

 

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Kastanie, Adieu: Stadtgrün im Klimastress

Dass sich das Berliner Stadtgrün unter dem Einfluss des Klimawandels in seiner bisherigen (historischen) Zusammensetzung künftig schützen ließe, wirkt nach neusten Erkenntnissen des Berliner Pflanzenschutzamtes fast unwahrscheinlich. Vergangenen Monat stellte die stellv. Leiterin Dr. Barbara Jäckel ihre Ergebnisse im Rahmen der BUND „Offenen Gesprächsrunde Stadtnaturschutz“ vor und sorgte dabei für ziemlich viel Ernüchterung im Publikum.

Klimaänderungen in neuen Dimensionen

Die seit einigen Jahren zu beobachtenden Klimaveränderungen besitzen eine völlig neue Dimension mit weitreichenden und bislang schwer abzuschätzenden Auswirkungen auf die Physiologie der Berliner Pflanzenwelt. Wenngleich die Folgen des Klimawandels in ihrem vollen Umfang noch nicht absehbar sind, so lassen sich schon jetzt Schädigungen auf die veränderten klimatischen Rahmenbedingungen zurückführen.

Die letzten beiden Sommer zeigten dies eindrücklich. Nachdem Sturmtief Xavier im Herbst 2017 mindestens 56.000 durch Starkregen destabilisierte Wald,- Straßen- und Parkbäume umriss, vertrockneten nach Angaben des landeseigenen Betriebs Berliner Forsten in diesem Sommer etwa 300.000 Jungbäume. Aber auch den ausgewachsenen Bäumen waren Wassermangel und Hitze anzusehen. Sie warfen schon mitten im Sommer Laub und ganze Äste ab und wurden durch erhöhte Ozonkonzentrationen geschädigt. Nur wenige Kilometer südwestlich der Stadtgrenze vernichteten Waldbrände weitere 300 Hektar Wald.

Frühjahre viel zu warm

Die Witterungsverhältnisse hätten in den letzten beiden Jahre kaum unterschiedlicher sein können und doch haben sie eine Gemeinsamkeit: ein viel zu warmes und trockenes Frühjahr. Bei einer seit 2003 durchschnittlichen Erhöhung von 1,7 Grad im April fielen im Mittel 25% weniger Niederschläge. Höhere Temperaturen sorgen für einen verfrühten Blatt- und Knospenaustrieb. Kommt es wie im vergangen Mai zu Spätfrost, gehen diese ein. Gleichzeitig hemmt zu wenig Niederschlag die Keimung, den Blattaustrieb und die Fortpflanzung.

Mehr und andere Schadorganismen

Zu kämpfen hat der Berliner Pflanzenschutz aber vor allem mit Schadorganismen. Das Spektrum an Pilzen, Bakterien und tierischen Schädlingen hat sich in seiner Quantität und Zusammensetzung stark verändert. Während sich bereits bekannte Schädlinge weiter vermehren, kommen nun auch noch nicht-heimische Organsimen hinzu. Dies hat zweierlei Gründe: zum einen verstärken höhere Temperaturen die Taubildung, wodurch Blattpilze wie der fasche Mehltau optimale Bedingungen vorfinden. Zum anderen begünstigen die Temperaturen die dauerhafte Ansiedelung von wärmeliebenden Organismen, die bisher nur in südlicheren Regionen bekannt waren. So hat die Rosskastanie neben der Miniermotte nun noch einen zweiten Feind: das Bakterium Pseudomonas syringae pavia aesculi. Seitdem werden kranke Kastanien gefällt und neue erst gar nicht mehr gepflanzt.

Fatale Kombination: Streusalz und Trockenheit

Unterdessen sind aber auch Globalisierung (weltweiter Handel mit Pflanzen, Baumaterialien und Verpackungen), Bevölkerungsdruck, Freizeitaktivitäten in Parkanlagen, unsachgemäße Pflegemaßnahmen und Streusalze im Winter weitere Stressfaktoren für das Berliner Stadtgrün. Gerade Streusalz wirkt sich bei großer Trockenheit fatal aus. Nach dem Winter verbleibt das Salz im Boden. Je weniger Niederschläge fallen desto höher ist die Streusalz-Konzentration in der Erde und die Bäume nehmen noch mehr von dem tödlichen Stoff auf.

Neue Herausforderungen für den Pflanzenschutz

Diese Entwicklungen erfordern ein Umdenken und vorbeugende Maßnahmen. Wie wir von Frau Dr. Jäckel erfahren, begegne das Pflanzenschutzamt diesen Herausforderungen vor allem mit der Einrichtung eines flächendeckenden Schädlings-Monitorings, Maßnahmen zu Unterstützung der Gesundheit wie fachgerechtes Wässern und Düngen sowie der Pflanzung von stadtklima-toleranten Baumarten aus der sog. Galk-Liste.

Richtig angepasste Bäume haben nur gute Chancen

Dass diese Maßnahmen nicht ausreichen, wurde in der anschließenden offenen Diskussion deutlich. Naturschützer*innen bemängeln vor allem den Verlust gebietseigener Baumschulen. Während es in den 90er Jahren noch bezirkseigene Baumschulen gab, bezieht Berlin seine Bäume mittlerweile ausschließlich von gewerblichen Baumschulen. Nur entsprechen die Aufwuchsbedingungen dort in Bezug auf Nährstoffgehalte und Wasserverfügbarkeit im Boden selten den realen Bedingungen im Berliner Straßenland. Der Umzug eines Jungbaumes von der Baumschule in den Berliner Boden gleiche einem kalten Entzug und könne nur durch eine aufwendige Betreuung aufgefangen werden. Jungbäume können so nur schwerlich an die Berlinspezifischen Verhältnisse und die heimische Fauna angepasst sein. Aber auch das in Baumschulen gängige Klonen von Bäumen führe dazu, dass diese nur eine geringe genetische Vielfalt aufweisen – ein Faktor, der für die Anpassungsfähigkeit von Pflanzen von hoher Bedeutung ist.

Gutes Pflanzenmanagement kostet Zeit, Geld und Expertise

Der BUND Berlin bemängelt schon seit Jahren die Berliner Sparpolitik in den Grünflächenämtern. Denn der Abbau von Personal und know-how trägt in einem erheblichen Maße dazu bei, dass das Berliner Stadtgrün so schlecht mit den neuartigen Witterungsverhältnissen zurechtkommt.
Und leider reichen da auch nicht die vielen wirklich anerkennungswürdigen Aktivitäten von Frau Dr. Jäckel und ihrem Team aus.

 

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Kleingärten müssen in Berlin bleiben

Die Stadt braucht Grün: Die Bestandsgarantie für Gartenkolonien ist die richtige Entscheidung, sagt Joachim Fahrun.

 

Berlin. Es ist nervig, wenn ein wichtiger Lebensinhalt permanent infrage gestellt wird. So ergeht es Tausenden Berliner Kleingärtnern, deren liebevoll gepflegten Parzellen immer wieder als mögliches Bauland gehandelt werden. Der Senat tut nach jahrelanger Debatte nun, was in seiner Macht steht: Alle bisher nicht gesicherten Gärten auf landeseigenen Flächen sollen bis 2030 Bestandschutz bekommen. Diese Entscheidung dürfte in vielen Kolonien erst einmal für Ruhe sorgen.

Für etwas mehr als 5000 Parzellen, die auf privaten Flächen liegen, besteht das Risiko, verdrängt zu werden, jedoch weiter. Hiervon gehören viele Areale der Deutschen Bahn. Sie liegen oft an Gleisen, was die Eignung für hochpreisiges Wohnen eher einschränkt. Zwar sind die Gartenfreunde in Berlin viele, ihre Stimme hat politisch Gewicht. Aber eine Mehrheit der Berliner hat eben keine Laube und sieht die oft für Außenstehende nicht eben einladenden Kleingartenkolonien kritisch. Nicht wenige ziehen deshalb offene Stadtgärten oder Parks für alle den abgezäunten Laubenkolonien vor.

 

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Die Sintflut kommt

Über den Klimawandel reden wir noch immer, als sei er ferne Fiktion. Dabei ist längst ein Klimakrieg im Gange. Er wird um CO2 geführt, aber auch um Wahrheit und Schuld.

 

Der Mensch kann sich um sich selbst kümmern, um seine Familie, seine Freunde, vielleicht sein Land. Um seinen Planeten offenbar nicht. Der Klimawandel ist zu groß für unsere Wahrnehmung. Er ist keine plötzliche Gefahr, die über uns hereinfällt, sondern eine schleichende, die wir seit Jahrzehnten kennen. Er ist kein konkretes, singuläres Ereignis, sondern eine Verkettung dynamischer Prozesse. Er bedeutet nicht nur Feuersbrünste, Überflutungen, Missernten, Klimaflucht; all die Horrorszenarien, über die wir in den Medien lesen. Er bedeutet auch das schöne Wetter vor dem Fenster. “Das Schöne zeigt sich unmittelbar und individuell, das Falsche liegt im System”, schreibt die amerikanische Künstlerin Roni Horn über die Paradoxie unserer Zeit. Konkret meint sie damit das Wetter. Am endlos blauen Himmel des Sommers 2018 zeigt sich die Falschheit der Welt.

Wenn Fachleute über den Zusammenhang von Wetter und Klima sprechen, sagen sie pflichtgemäß: Wir sind uns zunehmend sicher, dass die Wahrscheinlichkeit extremer Ereignisse mit höherer mittlerer Erdtemperatur steigt. Wirksamer wäre, sie sagten: Am Waldbrand vor Berlin, an dem Brandgeruch, der in den Morgenstunden des 24. August 2018 Tausende Berliner bei der Polizei anrufen ließ, war einzig und allein das viele Kohlendioxid schuld, das jeder und jede von uns verursacht.

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Ein Plädoyer für mehr Wildnis in der Stadt

Es muss nicht immer Rasen sein: Der schwedische Stadtökologe Marcus Hedblom hat im Dlf mehr Vielfalt in städtischen Grünanlagen gefordert. Kurz geschorene Monokultur-Grasflächen hätten eine schlechte Klimabilanz. Wilde Wiesen seien umweltfreundlicher – und sie sehen auch besser aus.

 

Monika Seynsche: Wenn es darum geht, Städte grün und lebenswert zu machen, spielen Rasenflächen in jeder Planung eine große Rolle. Sie bestimmen das Bild in Parks, Grünanlagen und Wohngebieten. Aber jetzt argumentieren zwei Forscher aus Australien und Schweden im Fachmagazin „Science“: So gut für die Umwelt sind die Grünflächen gar nicht. Ich habe Marcus Hedblom von der Universität Uppsala gefragt, warum er keinen Rasen mag.

Marcus Hedblom: Oh, wir mögen Rasen. Aber wir glauben, es gibt eine Alternative, über die viele Menschen vielleicht noch nicht nachgedacht haben. Wir wollen mit diesem Artikel eine Idee beschreiben. Ich würde also nicht sagen, wir mögen keinen Rasen, wir warnen nur vor den riesigen, Monokultur-Grasflächen, die in einigen Regionen überhandnehmen.

Grüner Teppich braucht zu viel Pflege

Lasst Gras wachsen!

Außerdem regen wir dazu an, darüber nachzudenken, was einen Rasen ausmacht. Bislang herrscht die Überzeugung eine Grünfläche müsse immer gemäht werden. Man lässt das Gras nicht wachsen. Wir schlagen dagegen vor, die Wiesen nur ein- oder zweimal im Jahr zu mähen, sie also wachsen zu lassen.

Seynsche: Was hätten diese Alternativen für Vorteile?

Hedblom: Nun die Vorteile wären ökologischer, aber auch ästhetischer Natur. Die meisten Menschen wollen kurz gemähten Rasen auf den öffentlichen Grünflächen haben, weil sie daran gewöhnt sind. Zeigt man Ihnen aber Bilder von blühenden Wiesen, sagen sie: Oh ja, das sieht auch hübsch aus. Außerdem sind die Unterhaltskosten geringer, wenn die Wiesen seltener gemäht werden, weniger Dünger zum Einsatz kommt und weniger bewässert wird. So schafft man nachhaltigere Grünflächen in den Städten.

 

 

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In Brasilien hat gerade „der größte Angriff auf den Amazonas innerhalb von 50 Jahren“ begonnen

Beim größten Angriff auf den Amazonas innerhalb von 50 Jahren, hat Brasilien gerade ein riesiges Regenwaldgebiet für Bergbauminen freigegeben. Ein zuvor geschütztes nationales Reservat von der doppelten Größe New Jerseys, in dem mehrere indigene Stämme beheimatet sind, wurde offiziell abgeschafft und Bergbauinteressen übergeben.

 

Leider wurde die Entscheidung noch nicht einmal von einem demokratischen Gremium oder auf der Grundlage einer sachkundigen Entscheidung getroffen, indem praktisch ein geschützes Gebiet abgeschafft wird, das als National Reserve of Copper and Associates (Renca)bekannt ist. Die Amtszeit des brasilianischen Präsidenten Michel Temer ist von Skandalen und Korruption gekennzeichnet, vor allem für die Vergabe von Konzessionen an Konzerninteressen im Austausch für Geld und Wahlstimmen.

Leider ist Entwaldung als Folge von Gold-, Kupfer-, Eisen- und anderen Minen, in denen wertvolle Metallen und Mineralien abgebaut werden, unglaublich zerstörerisch und schädlich für die Wildtiere. Indem jedoch immer mehr Zeit verstreicht, drohen sowohl illegale als auch von der Regierung genehmigte Bergbauprojekte zu einer noch größeren Zerstörung für die kostbarste Ressource der Erde zu führen.

 

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„Unser Land ist dabei, sich in eine Wüste zu verwandeln“: Forscher warnen vor einem ökologischen Desaster, das alle übersehen

Europas Ökosystem befindet sich an der Grenze zum Kollaps.

 

Zwei neue Studien, die kürzlich veröffentlicht wurden, zeigen, wie stark die Anzahl von wilden Vögeln in Frankreich zurückgegangen ist. In den vergangenen 15 Jahren ging die Zahl um etwa ein Drittel zurück — Wissenschaftler warnen mittlerweile eindringlich davor, die Biodiversität in Europa stehe „vor dem Aussterben“.

Die Untersuchungen, durchgeführt vom National Centre for Scientific Research, weisen darauf hin, dass das Verschwinden der Vögel so gravierend ist, dass es „auf eine bevorstehende ökologische Katastrophe“ hindeutet. Im Schnitt ist die Zahl um ein Drittel zurückgegangen, doch einige Arten sind bereits nahezu ausgerottet. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass acht von zehn Rebhuhnarten schon verschwunden sind. Das gleiche Schicksal ereilte die Wiesenpieper: sieben von zehn Arten sind bereits ausgestorben.

Pestizide sind schuld am Sterben der Tiere

 

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Wie Städte Wassermassen und Dürre trotzen

Durch den Klimawandel werden extreme Wetterereignisse wie Dürre und Starkregen zunehmen, das sagen Forscher voraus. Wie können sich Gemeinden wappnen und wie sehen Städte der Zukunft aus?

 

Dieser Sommer war extrem, soviel steht fest. Extrem lang, extrem schön – aber auch extrem trocken. Seen und Flüsse schrumpften, die Vegetation litt unter der Trockenheit, trotz langer Wurzeln bekamen sogar Bäume verfärbte Blätter und kahle Äste. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) verzeichnete den zweitwärmsten meteorologischen Sommer nach 2003, damals erreichten die Durchschnittstemperaturen mit 19,6 Grad Celsius Werte noch etwas über denen von diesem Jahr – sie lag bei 19,3 Grad.

Grundsätzlich besteht in vielen Städten das Problem, dass viele Flächen durch Beton-, Asphalt- oder etwa Gehwegsplatten versiegelt sind – das Wasser findet bei Regenfällen kaum Flächen, um zu versickern, es fehlt an Grünflächen. “Unsere Städte sind zu sehr versiegelt nicht mehr darauf ausgerichtet, Wasser zu halten”, sagt Specht. Deshalb müssen die Gemeinden wegen des Klimawandels in Zukunft anders planen.

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Weitere Rodungen des Hambacher Forstes für Kohleabbau?

Während die Kohlekommission mit Vertretern der Politik und Energiewirtschaft sowie Umweltschützern und Wissenschaftlern tagt und über einen Ausstieg aus der Kohleverstromung nachdenkt, deren Ergebnis sie Ende Oktober 2018 vorlegen will, versucht der Energiekonzern RWE Fakten zu schaffen, um weiterhin für viele Jahre den Klimakiller Kohle abbauen zu können und mit der Vernichtung der Natur Teile unserer Lebensgrundlagen sowie mit der Abbagerung von Dörfern die Heimat der dort lebenden Menschen zu zerstören. Es ist ein politischer Kampf zwischen einem Großkonzern und führenden Politikern des größten CO2-Emittenten unter den Bundesländern, Nordrhein-Westfahlen (NRW) auf der einen und Bürgerinnen und Bürgern auf der anderen Seite.

Die Mieterpartei unterstützt die Proteste und Demonstrationen im Hambacher Forst. Hambi, wie das ökologische Wald-Kleinod liebevoll von Braunkohlegegnerinnen und -gegnern sowie deren Unterstützerinnen und Unterstützern genannt wird, befindet sich zwischen Köln und Aachen. 4.100 Hektar war die jetzige Sperrzone vor Beginn der Kohleförderung groß. Es war der größte Wald im Rheinland. Seit 1978 wird er Stück für Stück für den Braunkohletagebau gerodet. Bis dato wurden nach Angaben des Tagebau-Betreibers RWE Power 3.900 Hektar für den Kohleabbau gerodet. Von den verbliebenen 200 Hektar Wald sollen nun noch einmal mehr als 100 Hektar gerodet werden. Das wollen couragierte Menschen verhindern und haben den Wald seit sechs Jahren besetzt.

 

 

Hambacher_Forst_Proteste_gegen_Abholzung_Endfassung

Grünanlagen in Berlin: Jetzt sind die Bürger gefragt

Eine Charta soll Flächen sichern. Die Senatorin plant eine Bürgerbeteiligung, Grüne fordern Parks in neuen Stadtvierteln.

 

Spätestens der Glutsommer 2018 brachte es an den Tag: Verbrannte Wiesen in vielen Parks und dürregeschädigte Straßenbäume zeugen davon, dass sich Berlin um die Zukunft seiner Grünflächen Gedanken machen sollte. Der Klimawandel schreitet voran und die meisten Experten sind überzeugt, dass sich solche Hitzeperioden mit den entsprechenden Folgen für das Stadtgrün künftig häufen werden.

Der Senat hat deshalb am Dienstag beschlossen, unter Mithilfe der Berliner eine Charta für das Berliner Stadtgrün zu erarbeiten. „Berlin wird als moderne, lebenswerte Metropole nur bestehen, wenn das Grün in der Stadt und die verschiedenen Herausforderungen wie Flächenkonkurrenzen oder Klimawandel in Einklang gebracht werden“, sagte Umweltsenatorin Regine Günther. Welche Prioritäten die von den Grünen nominierte parteilose Politikerin selber setzt, liegt auf der Hand: „Stadtgrün spendet Schatten, kühlt die Stadt ab und bietet Raum für Erholung und Entspannung“, sagte Günther vor der Presse. „Das müssen wir erhalten, pflegen und ausbauen“.

 

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