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Artenschutz

Ein Plädoyer für mehr Wildnis in der Stadt

Es muss nicht immer Rasen sein: Der schwedische Stadtökologe Marcus Hedblom hat im Dlf mehr Vielfalt in städtischen Grünanlagen gefordert. Kurz geschorene Monokultur-Grasflächen hätten eine schlechte Klimabilanz. Wilde Wiesen seien umweltfreundlicher – und sie sehen auch besser aus.

 

Monika Seynsche: Wenn es darum geht, Städte grün und lebenswert zu machen, spielen Rasenflächen in jeder Planung eine große Rolle. Sie bestimmen das Bild in Parks, Grünanlagen und Wohngebieten. Aber jetzt argumentieren zwei Forscher aus Australien und Schweden im Fachmagazin „Science“: So gut für die Umwelt sind die Grünflächen gar nicht. Ich habe Marcus Hedblom von der Universität Uppsala gefragt, warum er keinen Rasen mag.

Marcus Hedblom: Oh, wir mögen Rasen. Aber wir glauben, es gibt eine Alternative, über die viele Menschen vielleicht noch nicht nachgedacht haben. Wir wollen mit diesem Artikel eine Idee beschreiben. Ich würde also nicht sagen, wir mögen keinen Rasen, wir warnen nur vor den riesigen, Monokultur-Grasflächen, die in einigen Regionen überhandnehmen.

Grüner Teppich braucht zu viel Pflege

Lasst Gras wachsen!

Außerdem regen wir dazu an, darüber nachzudenken, was einen Rasen ausmacht. Bislang herrscht die Überzeugung eine Grünfläche müsse immer gemäht werden. Man lässt das Gras nicht wachsen. Wir schlagen dagegen vor, die Wiesen nur ein- oder zweimal im Jahr zu mähen, sie also wachsen zu lassen.

Seynsche: Was hätten diese Alternativen für Vorteile?

Hedblom: Nun die Vorteile wären ökologischer, aber auch ästhetischer Natur. Die meisten Menschen wollen kurz gemähten Rasen auf den öffentlichen Grünflächen haben, weil sie daran gewöhnt sind. Zeigt man Ihnen aber Bilder von blühenden Wiesen, sagen sie: Oh ja, das sieht auch hübsch aus. Außerdem sind die Unterhaltskosten geringer, wenn die Wiesen seltener gemäht werden, weniger Dünger zum Einsatz kommt und weniger bewässert wird. So schafft man nachhaltigere Grünflächen in den Städten.

 

 

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In Brasilien hat gerade „der größte Angriff auf den Amazonas innerhalb von 50 Jahren“ begonnen

Beim größten Angriff auf den Amazonas innerhalb von 50 Jahren, hat Brasilien gerade ein riesiges Regenwaldgebiet für Bergbauminen freigegeben. Ein zuvor geschütztes nationales Reservat von der doppelten Größe New Jerseys, in dem mehrere indigene Stämme beheimatet sind, wurde offiziell abgeschafft und Bergbauinteressen übergeben.

 

Leider wurde die Entscheidung noch nicht einmal von einem demokratischen Gremium oder auf der Grundlage einer sachkundigen Entscheidung getroffen, indem praktisch ein geschützes Gebiet abgeschafft wird, das als National Reserve of Copper and Associates (Renca)bekannt ist. Die Amtszeit des brasilianischen Präsidenten Michel Temer ist von Skandalen und Korruption gekennzeichnet, vor allem für die Vergabe von Konzessionen an Konzerninteressen im Austausch für Geld und Wahlstimmen.

Leider ist Entwaldung als Folge von Gold-, Kupfer-, Eisen- und anderen Minen, in denen wertvolle Metallen und Mineralien abgebaut werden, unglaublich zerstörerisch und schädlich für die Wildtiere. Indem jedoch immer mehr Zeit verstreicht, drohen sowohl illegale als auch von der Regierung genehmigte Bergbauprojekte zu einer noch größeren Zerstörung für die kostbarste Ressource der Erde zu führen.

 

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