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Erfolgreiches Großes Benefizchorkonzert anläßlich des 3. Jahrestages der Besetzung der Stille Straße 10

Sieben Berliner Chöre sangen neben ihrem eigenen Repertoire alle gemeinsam  und mit dem Publikum  “Ein Lied für die Menschen” von Silly (Text: Werner Karma) unter der musikalischen Leitung von Bettina Kurella. 20150627_162753[1]Cirka 500 Besucher erlebten ein emotionales Chorkonzert in toller Kulisse, dem Ballhaus Pankow. Auch für diese Unterstützung herzlichen Dank.

Wir bedanken uns nochmals ganz herzlich bei folgenden Chören:

“Stille 10″, hardChor ELLA, “Charlotte 19-mehr als nur ein Ton”,  “Bulgarischer Orthodoxer Chor Berlin”, “Cum Gaudio”, Chor “Frohe Spatzen” und Erich-Fried-Chor.

Bulg. Orthod. Charlotte 19 Erich Fried Frohe Spatzen Stille10hardChor ELLA Cum Gaudio

Die größte Baulücke der Welt

Nach der juristischen Auffassung der Senatsverwaltung darf die massive Investorenplanung der Bauwert Investment Group auf dem Freudenberg-Areal nach dem Baulückenparagraf §34 BauGB ohne Bebauungsplan entstehen – ein Skandal!
Nie zuvor wurde ein derart großes Gelände (2,6 Hektar) ohne Bauleitplanung entwickelt. Es ist die größte “Baulücke” der Welt.

Nur ohne Kläger wäre das möglich – wo kein Kläger, da kein Richter.
Unterstützt die Verbandsklage der Naturfreunde gegen diesen Präzidenzfall:

https://www.betterplace.org/de/projects/25272-freudenberg-areal-retten

Wo ist der für den §34 BauGB notwendige Bebauungszusammenhang?
Das Grundstück ist zusammen mit der Schreibfeder-Passage rund 35.000 m² groß. Es stehen aber nur zwei relevante Gebäude auf diesem riesigen Areal. Hier wird keine vorhandene Struktur ergänzt, sondern ein völlig neues Baugebiet erschlossen. Hollanda uydu haritaları harita Von daher wäre eine Beurteilung nach §35 BauGB angemessen.

Hier fehlt der Eindruck der Zusammengehörigkeit und Geschlossenheit für die Anwendung des §34 BauGB.
Nicht nur die Größe, sondern auch die Lage dreiseitig im öffentlichen Raum und die enormen Kantenlängen, die völlig unbebaut sind, sprechen gegen die Anwendung des §34 BauGB.


Das ist keine Baulücke!

Theaterbesuch am Pfingstmontag – diesmal im Maxim-Gorki-Theater

Mit Nachbarn aus der Wilhelmstrasse und Umgebung sowie Freunden aus anderen Teilen Berlins waren wir von der Bürgerinitiative wieder einmal zusammen im Theater. Am Pfingstmontag, den 25. Mai im Maxim-Gorki-Theater, Berlin. Das Stück hieß: Musa Dagh — Tage des Widerstands frei nach dem Roman Die vierzig Tage des Musa Dagh von Franz Werfel Dokumentartheater von […]

Wilhelmstraße 56-59: Demolierung wird ständig dokumentiert; bei Fortsetzung der Abrissarbeiten droht eine sechsmonatige Haft

Bewohner haben beobachtet und sehr detailliert dokumentiert, wie Bauarbeiter im Auftrag der Eigentümer wiederholt Löcher in die Fassade gehämmert haben; diese Zerstörung des Hauses ist nicht akzeptabel und wurde von der Justiz durch einstweilige Verfügungen gestoppt, die aufrecht erhalten bleiben (die Eigentümer sind inzwischen mit mehreren Versuchen gescheitert, die einstweiligen Verfügungen aushebeln zu lassen) /// Inzwischen […]

Akteneinsicht in die Grundstückskaufverträge der Wohnanlage Wilhelmstraße gewährt; „Wichtiger Beitrag gegen rechtswidrige Vertreibung und illegalen Abriss“

Die Bürgerinitiative Wilhelmstraße Berlin Mitte e.V. bekommt Akteneinsicht in die Grundstückskaufverträge des Bauensembles Wilhelmstraße und Umgebung – das ist die Konsequenz eines Urteils, das das Berliner Verwaltungsgericht gestern gefällt hat. Mit dem Urteil wurde eine Klage der Immobilienfirma B.Ä.R. und ihrem Geschäftsführer Herrn Karl Tesmer, die Akteneinsicht zu verweigern, abgewiesen. Eine Berufung wurde nicht zugelassen. […]

Schreibfeder-Passage: Niemand beabsichtigt ein Haus zu bauen…

Das Neubaugebiet Freudenberg-Areal ist eigentlich noch fast 10.000 m² größer, also insgesamt rund 36.000 m². Denn auch auf der benachbarten Schreibfeder-Passage soll groß gebaut werden – auch hier soll alles bis auf den letzten Quadratzentimeter mit riesigen Blocks zugebaut werden. Letztes Jahr ging es los mit dem Abriss der Flachbauten an der Weserstraße, die Planungen wurden im Stadtplanungsausschuss präsentiert, das Bebauungsplanverfahren sollte beginnen.
Aber: Mit der Einreichung der Klage gegen den Bauvorbescheid der Bauwert Investment Group wurde der zeitliche Zusammenhang der beiden Bauvorhaben ein Problem. Denn in der rechtlichen Bewertung gelten die beiden Vorhaben auf Grund der gemeinsamen Größe (bebaute Grundfläche größer als 20.000 m²) als umweltrechtlich prüfenswert. Der Bauvorbescheid für das Freudenberg-Areal müsste aufgehoben werden.
Und siehe da:
Plötzlich gibt der Entwickler der Schreibfeder-Passage vor, nicht mehr bauen zu wollen, jedenfalls nicht in absehbarer Zeit. Das sieht nach einem Manöver aus um zu verhindern, dass es zum totalen Stillstand kommt. Entfällt der zeitliche Zusammenhang der beiden Projekte, dann kann keine „Kumulation“ stattfinden – Bauwert scheint gerettet und damit auch das eigene Bauvorhaben.
Es ist klar, dass auf der Schreibfeder-Passage nach wie vor gebaut werden soll.
Die Jahresmietverträge der GewerbemieterInnen sind bis 2017 begrenzt. Es ist also absehbar, dass die Schreibfeder-Passage im Anschluss an das Freudenberg-Areal bebaut werden soll.

Die Schreibfederpassage war von Anfang der Entwicklung an Teil des gemeinsamen Wettbewerbs und Bebauungsplanverfahrens 2-27. Dier Abbildung zeigt den Geltungsbereich des Wettbewerbs (2009). Es wäre eine unglaubliche Entscheidung, wenn ausgerechnet jetzt, wo es um Bürgerbeteiligung und soziale/ökologische Folge-abschätzungen geht, diese Einheit aufgehoben wird und so getan wird, als hätte es das gemeinsame Verfahren nie gegeben.

Wir hoffen, dass das Verwaltungsgericht dem Eindruck „Niemand beabsichtigt ein Haus zu bauen…“ nicht folgt und die beiden Grundstücke rechtlich als eine Einheit betrachtet. Im Normalfall müsste dann ein Bebauungsplanverfahren stattfinden – das ist keine übertriebene Forderung.

Von uns aus könnte das Bauvorhaben in der geplanten Form gerne entfallen. Denn das denkmalgeschützte Ensemble wäre völlig verbaut und die Durchgängigkeit der Passage zerstört. Die Alternative: Eine bauliche Ergänzung an der Weserstraße soll die Anlieferung des Lidl-Marktes weiterhin ermöglichen, so dass er nicht an die Boxhagener Straße verlegt werden muss. Eine Platzsituation zur Boxhagener Straße soll erhalten bleiben. Dazu gab es auch einen Antrag der Piratenfraktion, der in der BVV leider abgelehnt wurde.

Der Rechtsstaat bewährt sich in Wilhelmstraße Berlin Mitte: Kein Mieter muss ausziehen / Kein Haus wird abgerissen / Die Menschen haben ihre Angst abgelegt

Die Presse berichtete in den letzten Tagen ausgiebig über die gezielten, systematischen Vertreibungsversuche in der Wilhelmstraße Berlin Mitte. Die gemeinnützige Bürgerinitiative Wilhelmstraße Berlin Mitte e.V. möchte gerne einige dort geäußerte Auffassungen korrigieren und kommentieren. Ist die Presseberichterstattung umfassend und neutral? Leider nur teilweise. Es gibt Presseberichte, in denen ausgiebig mit dem Eigentümer, aber nicht mit […]

Senator Andreas Geisel: Wohnhaus Wilhelmstraße 56–59 (10117 Berlin Mitte) wird vom Berliner Senat NICHT zum Abriss freigegeben / Demolierung & Vetreibung gestoppt

Die Einsicht siegt doch noch! Der Berliner Senat will offenbar verhindern, dass die sinnlose Vertreibung der Menschen aus Berlin Mitte fortgesetzt wird. Ein gutes Zeichen dafür ist die heutige, ermutigende Stellungnahme vom Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel, der von der Berliner Zeitung mit dem folgenden Satz zitiert wird: „Es ist unsere grundsätzliche Haltung, dass wir vorhandenen Wohnraum […]