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Mehr Plastik auf dem Teutoburger Platz

Viele kleine und kleinste Plastikschnipsel wurden in den vergangenen Tagen unter einer blühenden Zierkirsche und unter den Haselnusssträuchern verstreut. Die unterschiedlichen großen Schnipsel in allen Farben sind aus solider Folie geschreddert, die bleiben locker die nächsten 100 Jahre kaum verändert im Boden.

Plastik auf dem Teutoburger Platz

Wenn man in Forschermanier ein zwanzig mal zwanzig Zentimeter großes Quadrat irgendwo auf dem Teutoburger Platz absteckt und danach untersucht, was man alles im Gras und in den ersten zwei Zentimetern Mutterboden findet, kann man nachdenklich werden. Da sind nicht nur haufenweise Kippen, Glasscherben, Bierdeckel zu entdecken, sondern auch jede Menge Plastik: Jointtütchen, Abbruchreste von Kinderspielzeug, Lebensmittelverpackungen, Plastikreste, die sich nicht eindeutig zuordnen können. Vor zwei oder drei Jahren muss es auf dem Teute einmal eine Party gegeben haben, auf der Plastikkonfetti verstreut wurde, viel davon liegt immer noch zwischen den Gräsern auf dem Platz oder ist schon tiefer in die Erde gewandert.

Jeder oder fast jeder geht viel zu sorglos mit diesem Thema um. Plastik sammelt sich auf dem Teute in immer größerer Konzentration an. Wenn wir so weiter machen, dann wird die nächste Generation der Kinder auf einem Platz spielen, der tief mit Plastik und unserem Zivilisationsmüll durchsetzt ist. Jüngstes Beispiel lässt sich heute in der Zionskirchstraße beobachten. Was aussieht wie Schnee sind in Wirklichkeit Tausende und Abertausende von Styroporkügelchen, die offensichtlich als Kollateralschaden beim Bau des Bürohauses angefallen sind. Nun wehen sie über den Platz und tragen ein weiteres Stück zur Plastikverseuchung bei.

Museum für Architekturzeichnung: „SIZA – UNGESEHENES & UNBEKANNTES“

Álvaro Siza gehört zu den bekanntesten zeitgenössischen Architekten und wurde 1992 mit dem Pritzker-Architekturpreis für sein Lebenswerk geehrt. Neben zahlreichen weiteren Auszeichnungen erhielt er auf der Architekturbiennale in Venedig 2002 und 2012 den Goldenen Löwen. Die aktuelle Ausstellung im Museum für Architekturzeichnung gewährt einen intimen Einblick in das Werk Sizas, illustriert durch seine Zeichnungen, welche im Gegensatz zur Monumentalität seiner gebauten Projekte zärtlich, verspielt und skizzenhaft wirken. Zu sehen sind auch Arbeiten seiner früh verstorbenen Frau, Maria Antónia Siza, die zum ersten Mal der breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden, sowie Zeichnungen seines Sohnes, Álvaro Leite Siza, und des Enkels, Henrique Siza.

Ausstellung vom 21.02. – 26.05.2019
Museum für Architekturzeichnung

Glück kennt keine Behinderung

Fotoausstellung von Jenny Klestil

19. Januar bis 5. März 2019

Montag bis Freitag von 10-18 Uhr

Vernissage : 18. Januar 2019 um 18 Uhr

mit Live-Fotoshooting für Menschen mit Down-Syndrom und anderen Beeinträchtigungen (Beitrag 30 €)

im Stadtteilzentrum am Teutoburger Platz / Fehrbellinerstr. 92 / 10119 Berlin

Wir freuen uns auf kleine und große Leute.

Silvester 2018: Feuer, Suppe & Glühwein vor dem Platzhaus

Am frühen Silvesterabend ab 16:00 Uhr wird vor dem Platzhaus ein kleines Feuerchen entfacht und fleischfreie Suppe gekocht. Wer dazu eine Wurst haben möchte, kann einfach ein paar Knackwürste mitbringen, die wir dann im Haus erhitzen. Dazu schenken wir Glühwein aus und stoßen später mit euch auf das neue Jahr an. Alle sind eingeladen! Die Leute am Teute wünschen allen Nachbarn einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Kindertrödel im Stadtteilzentrum am Teutoburger Platz

Am Sonntag, den 11. November 2018 von 11 bis 15 Uhr findet ein Indoor / Kindertrödel im Stadtteilzentrum am Teutoburger Platz statt.

Spielzeug, Bücher, Baby und Kinderbekleidung und vieles mehr…..können ge und verkauft werden.

Tische zu 10 € oder 5 € / Vergabe nur mit Anmeldung !

unter : stadtteilzentrum@pfefferwerk.de oder 030.443 71 78

Um 13 Uhr Märchenstunde und kleine Überraschungen

Nur hereinspaziert !

Hey du, hier haben wir eine einmalige Chance für Dich!

Die KvU sucht eine*n Sozialarbeiter*in, ab 01.04.2019.
Engagier dich in diesem wunderbar chaotischen Projekt, dass bereits seit 30 Jahren einen Freiraum für Querdenker*innen und -außen bietet!
Dich erwarten flexible Arbeitszeiten, ein buntes anarchistisches Umfeld und basisdemokratische Strukturen. (Der Weg ist das Ziel!)
Deine Arbeitszeit wäre ca. 30 h die Woche. Die KvU ist nicht nur ein Projekt der Offenen Jugendarbeit sondern auch generationsübergreifend, also offen für Alle. So solltest du auch sein, am besten mit Führerschein und unbedingt mit staatlicher Anerkennung. Aber auch ein bisschen Bürokratie solltest du ertragen können.
Neugierig? Dann stell dich doch einfach mal in unserer Vollversammlung, immer dienstags 19 h vor.

KvU
Storkower Str. 119
10407 Berlin

einfach leben – zusammen leben – gewaltfrei leben

Zu Gast in der Österreichischen Botschaft

Der zweite Kulturtermin nach der Sommerpause führte uns am 11. Oktober 2018 in die Österreichische Botschaft in der Stauffenbergstraße im nahe gelegenen Tiergarten. Bei wunderschönem Herbstwetter hatten sich Mitglieder und Freunde der Bürgerinitiative Wilhelmstraße Berlin Mitte aufgemacht, der Vertretung der Republik Österreich zur Halbzeit ihrer EU Ratspräsidentschaft (2. Halbjahr 2018) einen Besuch abzustatten. Nach 1999 […]

Museum für Architekturzeichnung: Ausstellung „Hans Poelzig. Projekte für Berlin“

Mit der Ausstellung Hans Poelzig. Projekte für Berlin stellt das Museum für Architekturzeichnung in Kooperation mit dem Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin das Werk eines Architekten vor, der neben Walter Gropius, Bruno Taut, Mies van der Rohe und Peter Behrens zweifelsfrei zu den bekanntesten deutschen Baumeistern der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gehört.

Das Œuvre von Poelzig ist genauso vielseitig wie seine Persönlichkeit: Neben Architektur widmete er sich der Malerei, schuf Bühnenbilder und Filmarchitektur. Darüber hinaus unterrichtete er in Breslau, wo er gleichzeitig Direktor der Kunst- und Kunstgewerbeschule war, und später in Berlin, an der Technischen Hochschule Charlottenburg. Hans Poelzig gilt als ein meisterhafter expressionistischer Architekt, dessen Zeichenstil durch kraftvolle Striche mit Kohlestift beziehungsweise Pastell charakterisiert ist. Weniger bekannt sind die Skizzenbücher des jungen Poelzig, die noch etwas zurückhaltend und romantisch wirken, wo aber sein zeichnerisches Talent bereits zur vollen Entfaltung kommt. Die

Vielseitigkeit des Architekten äußert sich nicht nur in verschiedenen Stilrichtungen und Zeichenmaterialien, sondern auch in den Funktionen der geplanten Gebäude: vom kleinen Wohnhaus über Kultur- und Verwaltungsbauten bis zu den großen städtebaulichen Entwürfen.

Das Berlin der Zwischenkriegszeit (1918–1933) bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten zog viele Kreative aus der ganzen Welt an: aus dieser Zeit stammen auch die wichtigsten Entwürfe Hans Poelzigs für die deutsche Hauptstadt.

Als Ikone der modernen Architektur gilt das von Mies van der Rohe geplante, aber nicht realisierte gläserne Hochhaus an der Friedrichstraße. Hans Poelzig nahm ebenfalls an diesem Wettbewerb teil – sein Entwurf wirkt nicht weniger spektakulär: wuchtig, monumental, imposant in seiner Darstellung als Perspektivansicht in Kohlestift. Ebenfalls für Berlin-Mitte entwarf Poelzig das Lichtspieltheater Babylon, welches heute noch als Kino in Betrieb ist.

Das bekannteste Projekt von Hans Poelzig in Berlin-Mitte ist jedoch sicherlich der Umbau des Zirkus Schumann zum Großen Schauspielhaus, wo sein expressionistischer Ausdruck insbesondere in den stalaktitähnlichen Säulen zur Geltung kam. Der Bau wurde 1988 aufgrund von Schäden an der Pfahlgründung abgerissen.

Mit dem Entwurf des Rundfunkhauses Ende der 1920er Jahre an der Masurenallee in Charlottenburg in der Nähe des heutigen Theodor-Heuss-Platzes war der Architekt seiner Zeit voraus. Bei diesem Projekt bestand die Herausforderung darin, ein Verwaltungsgebäude mit integrierten Hörfunkstudios und sensibler Technik zu entwerfen. Er löste die Aufgabe meisterhaft, indem er die Produktionsstätten im Innern des Gebäudes platzierte, umrahmt von den Büros, welche die Studios auf diese Weise vom Straßenlärm abgeschirmten. Das Rundfunkhaus mit seinem dekorativen Grundriss wurde als ein Teil des Ensembles um das Messegelände angedacht und sollte mit der geplanten ovalen Messehalle, dem sogenannten „Poelzig-Ei“, in Dialog treten.

Auch industrielle Bauten sind in der „Berliner Sammlung“ vertreten: so das Kabelwerk von Dr. Cassirer in Berlin-Spandau, welches heute die Archivräume des Stadtmuseums Berlin beherbergt. Weniger bekannt, aber nicht minder interessant sind die nicht realisierten Filmstudios in Gatow mit den ornamentalen Fassaden, deren Muster an das Innenraumdekor des bekanntesten Projektes von Hans Poelzig, das Verwaltungsgebäude der I. G. Farben in Frankfurt am Main erinnert, heute Campus Westend der Goethe-Universität.

Die Ausstellung wird kuratiert von Hans-Dieter Nägelke (Architekturmuseum der Technischen Universität Berlin) und Nadejda Bartels (Tchoban Foundation). Die in der Ausstellung gezeigten Werke sind Leihgaben des Architekturmuseums der Technischen Universität Berlin.

Museum für Architekturzeichnung
Christinenstraße 18a, 10119 Berlin

Ausstellungseröffnung: 17. Oktober 2018 um 19:00 Uhr
Ausstellungsdauer: 18. Oktober 2018 – 3. Februar 2019
Öffnungszeiten: Mo–Fr: 14:00–19:00 Uhr, Sa–So: 13:00–17:00 Uhr
Eintritt: 5 Euro, ermäßigt: 3 Euro

Solo mit Gayageum – zu Besuch im Koreanischen Kulturzentrum

Nach der Sommerpause lud die Bürgerinitiative wieder zum Besuch einer Kulturstätte in der Nachbarschaft ein. Das Interesse und die Reaktionen der Besucher auf die mittlerweile schon zur Tradition gewordene Reihe zeigten das ungebrochene und nach wie vor starke Bedürfnis an Begegnungen und Austausch mit der Kultur und dem Leben anderer Völker. Diesmal waren wir zu […]