big-berlin.land

Archiv des Autor:

Vonovia setzt Dialog fort

Die Vonovia lädt uns Mieter zu einer weiteren Informations- und Diskussionsrunde ein. In der Einladung schreibt man, man wolle einen „Kompromiss- und Lösungsvorschlag zur Fortführung der Modernisierungsmaßnahme vorstellen“. In der Vergangenheit wurde uns mehrfach vorgeworfen, wir wären nicht bereit Kompromisse zu akzeptieren – dabei haben wir Einzelmaßnahmen, wie z. B. die Renovierung der Treppenhausaufgänge, Sanierung der Müllplätze, den Einbau von Kunststofffenstern nach Mieterwunsch oder auch die Wärmedämmung der Dachbödenfußböden durchaus in Betracht gezogen.

Wir begrüßen den Dialog und sind nun sehr gespannt, welchen Kompromiss die Vonovia nun anbieten wird.

Datum: 12.04.2016 um 18:30 Uhr
Ort: Logenhaus in der Emser Str. 12-13 in 10719 Berlin.

MieterMagazin zum Übernahmeversuch der Vonovia

Bekanntlich wollte die Vonovia die Deutsche Wohnen übernehmen und ist damit gescheitert. Anfangs hatte die Vonovia eine 50-Prozentige Annahmequote zur Grundlage gemacht, wollte sich dann später mit 44 Prozent zufrieden geben, war am Ende aber nicht über die 30 Prozent gekommen. Das MieterMagazin des Berliner Mietervereins hat dazu nun etwas geschrieben und in dem Zusammenhang ein Archiv-Foto von unseren Protestmietern verwendet.

http://www.berliner-mieterverein.de/magazin/online/mm0316/031619.htm

Irrtümliche Mieterhöhung zurückgenommen

Letzten Freitag trafen wir uns mit der Vonovia zu einer Podiumsdiskussion, zu der die SPD-Fraktion der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf neben der Vermieterin auch alle Mieter eingeladen hatte. Pünktlich am gleichen Tag erreichte die meisten Mieter ein Schreiben, in dem eine Mieterhöhung nach § 558 BGB angekündigt wurde. Wie man sich vorstellen kann, war die Empörung im Saal groß und alles andere als ein guter Auftakt für die gerade beginnende Veranstaltung.

Man versicherte uns, dass dies ein großer Irrtum sei und man die Erhöhung umgehend zurücknehmen werde.

Nun ließ man Taten folgen und wir erhielten ein Schreiben, in dem die Mieterhöhung zurückgenommen wird. Gut!

Schmargendorfer Mieterprotest im MieterMagazin

Das oftmals seltsam anmutende Verhalten unseres Vermieters (Gagfah/Vonovia) hat wieder die Redaktion des MieterMagazins (Infozeitschrift des Berliner Mietervereins) veranlasst, über unseren Fall zu berichten. Die Einleitung des Artikels, fasst den Inhalt schon recht gut zusammen: „Ein Wohnungsunternehmen ignoriert Duldungsverweigerungen, beginnt stattdessen mit Dämmarbeiten und hat nun einstweilige Verfügungen auf dem Tisch. Im Gegenzug erstattet es Strafanzeige wegen eines ausgehängten Fensterflügels.“

An dieser Stelle weisen wir darauf hin, dass die Strafanzeige nicht vom Vermieter, sondern offenbar von der Bauleiterin der Firma Juve GmbH erstattet wurde.

Zur Online-Version des Artikels
Direktlink zum PDF (Seite 10)

Wer ältere Ausgaben des MieterMagazins lesen will, kann dies im Archiv tun. Unter anderem ist in Ausgabe 09/2015 (PDF-Link) auf Seite 7 bereits ein Artikel über den Schmargendorfer Mieterprotest erschienen (Online-Ausgabe hier).

Update: Wie uns aus zuverlässiger Quelle mitgeteilt wurde, ist die im Text erwähnte Strafanzeige nicht von der Gagfah/Vonovia erstattet worden, sondern von der Bauleiterin der Juve Bauunternehmen GmbH. Uns wurde zugesagt, dass man seitens Vonovia dafür sorgt, dass die Anzeige zurückgenommen und das Verfahren eingestellt wird.

Beitrag im rbb Inforadio über uns und die „Märkische Scholle“

Kürzlich war der rbb-Redakteur Wolf Siebert vom Inforadio bei unserem wöchentlichen Treffen anwesend und hat für einen Radiobeitrag Interviews mit mehreren Mietern geführt.

Als positives Beispiel energetischer Sanierung wurde in dem Zusammenhang eine Maßnahme der Genossenschaft „Märkische Scholle“ vorgestellt. Anders als bei uns belaufen sich die Mieterhöhungen hier auf sozial verträgliche 50 bis 70 Cent pro m² und die Maßnahmen leisten wirklich einen Beitrag zum Klimaschutz.

In unserer Schmargendorfer Gagfah-/Vonovia-Wohnanlage tendiert der energetische Effekt gegen null – bei voraussichtlich zwei Euro Mieterhöhung pro m². Irrsinn!

Den wirklich gelungenen Beitrag kann man sich hier anhören!

„Woanders würden die Mieter einfach wegziehen“

„Woanders würden die Mieter einfach wegziehen“ – unter der Überschrift hat der Tagesspiegel in der Ausgabe vom Samstag, den 31. Oktober über uns berichtet. Neben dem Widerstand der Mieter geht es um Detailfragen zu Mieterhöhungen, die Verarbeitung von Dämmmaterial bei Regen und die Expertenmeinung eines Gutachters.

Hier gibt’s die Online-Version des Artikels: http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/immobilien/daemmen-woanders-wuerden-die-mieter-einfach-wegziehen/12518896.html

Der Preis der Dämmung

Einige persönliche Gedanken eines Mieters.

Sie sagen, das Klima ändert sich. Die Pole schmelzen, weil es wärmer wird. Es wird wärmer, weil zu viele Treibhausgase in der Atmosphäre sind. Um genau zu sein: Zuviel CO². Kohlendioxid. Dieses Gas entsteht bei der Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Substanzen (Kohle, Erdöl, Holz etc.) unter Sauerstoffzufuhr, aber auch beim Atmen verschiedener Organismen – auch dem von Menschen.

Und sie sagen, wir müssen etwas dagegen tun, sonst schwimmen eines Tages die Blauwale durch den Arc de Triomphe. Und die Seychellen sind nur noch eine ferne Sage aus alten Tagen. Sie sagen wir müssen Energie sparen, weniger Öl und Kohle verbrennen. Weniger Auto fahren, weniger heizen. Sie sagen, wir müssen Autos mit Batterien bauen. Oder solche die mit nachwachsenden Ressourcen wie Raps betrieben werden. Dafür roden sie in Südamerika den Wald. Und dass wir unsere Häuser besser isolieren müssen, um Heizenergie zu sparen. Deshalb produzieren sie aus Rohöl ein Material, das sie Polystyrol nennen. Der gemeine Bürger nennt es Styropor. Sie machen Platten und Quader daraus, tränken es mit Chemie, damit es nicht brennt, damit darin keine Vögel und Insekten wohnen, damit es sich nicht unter der Sonneneinstrahlung auflöst. Aber halten tut das Material nur dreißig Jahre lang. Dann muss es ersetzt werden.
Und natürlich muss jemand dafür bezahlen – der Mieter muss bezahlen. Der Vermieter darf ihm die Kosten der Wohlfahrt der Allgemeinheit aufbürden – schließlich tut der Vermieter das doch zum Wohl der Menschheit, damit sie nicht ertrinkt, am Treibhausgas erstickt.

Und deshalb darf der Vermieter giftiges Material an die Hauswände bringen, egal wie dick die sind, wie gut Stein und Beton von Natur aus isolieren. Und er darf, um die Sache abzurunden, auch noch Fenster mit Plastikrahmen verbauen. Plastik wird aus Erdöl gewonnen, dieser knappen, kostbaren Ressource die uns demnächst ausgehen wird. In den Achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts sagten sie, das Erdöl reicht noch vierzig Jahre. Das behaupten sie jetzt jedes Jahr. Und sie behaupten auch, dass uns demnächst das Öl ausgeht, nicht erst in vierzig Jahren. Aber sie sagen auch, dass das Erdöl, in allen Erscheinungsformen, noch fünfhundert Jahre reicht. Aufgrund ungesicherter Daten werden Fakten geschaffen. Alles für die Allgemeinheit.

Und es ist egal, ob der Mieter sich das leisten kann. 80 oder 120 Euro im Monat mehr – für die Allgemeinheit. Und wenn er das nicht bezahlen kann, dann muss er eben um Unterstützung bitten, bei der Allgemeinheit – er wird ein Sklave der Gesellschaft. Und wofür? Für elf Euro Einsparung im Monat? Nein, das ist kein Witz – so hat man es uns vorgerechnet. Aber ganz sicher ist man sich mit der Einsparung nicht, es kann auch weniger sein. Vor allem, wenn man mit den Plastikfenstern dann falsch lüftet. Und lüften, das ist wichtig, weil sonst die Bude schimmelt. Dass man beim Lüften die Ausgasungen der Dämmstoffchemie in die Wohnung bekommt – das ist doch unerheblich. Dass empfindliche Menschen davon krank werden – uninteressant. Die Regierung hat das so angeordnet. Das ist ein Befehl. Ja – die Regierung hat das befohlen. Hat befohlen, dass der Vermieter Geld verdient, die Chemieindustrie Geld verdient, die Erdölförderer Geld verdienen. Und dass die Mieter das Geld ausgeben müssen, weil sie sonst nämlich nasse Füße bekommen und am Treibhausgas ersticken. Seltsam – man treibt den Teufel aus und bekommt den Beelzebub ins Haus. Am Treibhausgas ersticken oder doch lieber vom Schimmelpilz zur Strecke gebracht werden? Oder verhungern weil man alles Geld für die Miete aufwenden muss? Was soll das alles?

Wenn etwas knapp ist, dann reduziert man den Verbrauch. Der Gedanke ist richtig. Aber man verschleudert es nicht für Maßnahmen, deren Wirkung ungewiss ist. Konsequenterweise sollte man den Verbrauch weiter reduzieren. Der Mensch braucht Energie. Er braucht Heizung, Kleidung, Nahrungsmittel, Wohnstätten, Beförderungsmittel. Jeder Mensch braucht das. Je mehr Menschen, desto höher der Verbrauch. Wäre es nicht logisch die Anzahl der Menschen dem Vorhandensein der Ressourcen anzupassen? Absurderweise zahlt dieses Land eine Vermehrungsprämie. Man nennt das Kindergeld. Auch andere europäische Nationen zahlen das. Die Menschen werden dafür bezahlt, das sie weitere Menschen, die Ressourcen benötigen, auf den Planeten bringen. Wo ist die Logik hinter diesem Handeln?

Aber gleichzeitig führen sie einen Krieg gegen jene, die sich dafür entschieden haben, auf Nachkommen zu verzichten – weil sie schon lange gesehen haben, dass die Ressourcen unzureichend sind, um allen Menschen ein würdiges Dasein zu ermöglichen. Ja, man kann darum streiten, was man sich unter würdigem Dasein vorstellen darf. Zu gehen und zu kommen wie man möchte, nach eigener Entscheidung zu leben, ohne befürchten zu müssen, bei jeder Entscheidung als Feind der Gemeinschaft gebrandmarkt zu werden, eine Welle hysterischer Furcht auszulösen. Selbstverständlich gibt es gewisse Grundregeln die zu beachten sind. Alles darüber hinaus schränkt die Freiheit ein, die Würde des Menschen, degradiert ihn zu einem winzigen Zahnrad in einer riesigen Maschine. Nein, meinen Genen möchte ich das nicht antun – ein Zahnrad zu sein, ein Hamster im Laufrad. Ich habe auf Nachwuchs verzichtet – dafür presst mich der Staat aus, weil ich mich gegen das Wohl der Allgemeinheit vergangen habe. Das Wohl der Allgemeinheit? Ja, das Überleben der Art, dass der Mensch nicht ausstirbt. Aussterben?

In diesem Augenblick leben 7.280.683.100 Menschen auf diesem Planeten – 7 Milliarden 280 Millionen 683 Tausend .. ups 250 Menschen. Der Mensch vermehrt sich schneller als die Karnickel.
Wir sind weit entfernt davon, auszusterben. Und wir werden auch nicht aussterben, wenn die Pole schmelzen und es wärmer wird, wenn auf dem Kurfürstendamm Palmen wachsen und Tiger auf der Jagd nach Antilopen durch die Mark Brandenburg streifen. Was also soll die Angst? Wissen wir denn, dass es so kommt?

Die Erde ist etwa 4,5 Milliarden Jahre alt. Die Menschen, also die Gattung Homo, läuft angeblich seit 2,8 Millionen Jahren durch die Wälder, Wüsten und Savannen. Zwei Komma acht Millionen Jahre – weniger als ein Blinzeln im Vergleich zum Alter des Planeten auf dem wir wohnen. Was wissen wir also über diesen Planeten? Nichts. Die Erde erwärmt sich – das hat sie schon öfter getan. Sie ist auch wieder abgekühlt. Die Wissenschaftler sprechen von Hunderten von Abkühlungsphasen in den letzten 2,4 Milliarden Jahren – und entsprechender Erwärmung. Tatsächlich befinden wir uns gerade noch in der Aufwärmphase, nach der letzten Eiszeit die Europa betraf – der Würmzeit. Und niemand kann sagen, wohin die Reise geht. Wir wissen nämlich nichts. Am Ende ist es eine zyklische Erwärmung des Planeten und der menschliche Beitrag in diesem Zyklus ist kaum mehr als das Hüsteln eines Flohs.

Und alles was hier getan wird, von der Regierung befohlen wird, ist wilder, blinder Aktionismus – so unnötig wie der Versuch einen Lavastrom aufzuhalten der ohnehin ins Meer fließt. Die Vernunft verliert, wenn der Mensch Angst hat. Der Mensch ist leicht zu ängstigen – in diesem Zustand kann man alles mit ihm machen, er geht durchs Feuer, er springt durch Reifen, er leert seine Taschen. Im Mittelalter gaben die Menschen eifrig Geld – um in das Himmelreich zu gelangen. Man nannte das Ablasshandel. Heute gibt der Mensch Geld, um sich vor dem Klimawandel zu schützen. Wie nennt man das? Dummheit. Man kann sich nicht vor dem Leben schützen. Das Leben ist mächtiger als der Mensch. Das Leben, das ist der Planet. Respektieren wir ihn – am besten indem wir ihn nicht mit Abermilliarden Flöhen bedecken.

Das sind meine ganz persönlichen Gedanken zum „Klimawandel“ – meine Gedanken, niemandes sonst. Sie müssen nicht jedem gefallen und es gibt sicherlich Einwände, das ist in Ordnung. Niemand muss meinen Gedanken folgen – aber ich weigere mich den Gedanken jener zu folgen die aus Furcht um ihren Genpool mir das Leben vergällen wollen, mich mit ihrer Furcht traktieren.
Die Sorge um eure Nachkommenschaft ist nicht die meine – ich habe keine, aus gutem Grund. Einige werden meinen ich würde den Generationenvertrag brechen – er existiert schon lange nicht mehr. Er wurde gebrochen als die ersten vollautomatischen Werkhallen eingerichtet wurden ohne für eine Reduzierung der Geburtenrate zu sorgen.

Ich fühle mich nicht verpflichtet für das Überleben anderer Sorge zu tragen, jetziger oder künftiger Generationen. Egoistisch? Ja. Unmenschlich? Nein. Realistisch? Durchaus – ich zahle für das Überleben künftiger Generationen und bekomme am Ende einen Schlafplatz im Obdachlosenasyl und nen Schlag Erbsensuppe – weil mein „Vermögen“ vom Umweltschutz gefressen wurde.

Foto: CGP Greyhttps://www.flickr.com/photos/cgpgrey/4889462844/

Einstweilige Verfügung bestätigt

Das Amtsgericht Charlottenburg hat am Dienstag nach kurzer Anhörung eine Einstweilige Anordnung für einen Baustopp in der Charlottenbrunner Straße aufrecht erhalten.

Das Gerüst auf der Vorderseite muss laut Beschluss der Richterin entfernt werden, eine Dämmung darf weiterhin nicht angebracht werden.