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Die deutsche Immobilienbranche wird von geheimnisvollen Familienclans unterwandert

Immer häufiger hat es die Polizei in Deutschland mit kriminellen Clans zu tun — besonders beim Kauf von Wohnungen und Häusern, der zum Geschäftsmodell des organisierten Verbrechens gehört. Lukrativ ist der Immobilienerwerb, weil auf diesem Weg große Summen Geld aus Straftaten in den Finanzkreislauf eingespeist werden können. 

Für diese Art der Geldwäsche nutzen die Banden häufig ahnungslose Helfer — beispielsweise Immobilienmakler. Wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtet versucht die deutsche Polizei nun immer mehr auf potenzielle Helfer der kriminellen Banden zuzugehen. Neben den Maklern könnten auch Juweliere oder Kunsthändler als Mittelsmann betroffen sein, schließlich werden auch dort große Summen ausgegeben.

 

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Michael Müller will Enteignungen verhindern

Berlins Regierender Bürgermeister regt ein Mietenbündnis mit Investoren an und fordert: Der SPD-Landesparteitag soll eine Entscheidung in den Herbst vertagen.

 

Der Regierende Bürgermeister und SPD-Landeschef Michael Müller steckt in der Klemme: Er lehnt das Volksbegehren zur Enteignung der Deutsche Wohnen und anderer großer Immobilienfirmen ab. Doch auf dem SPD-Landesparteitag am 30. März steht das heikle Thema auf der Tagesordnung und in den Kreisverbänden der Berliner Sozialdemokraten wächst die Neigung, die Enteignungsinitiative „positiv zu begleiten“, wie parteiintern zu hören ist.

Um eine Abstimmungsniederlage zu vermeiden, sucht Müller nach Ausweichstrategien. So will er versuchen, eine Beschlussfassung auf den Herbst zu vertagen. Bis dahin solle, so schlägt es die Antragskommission des SPD-Vorstands vor, „ein innerparteilicher Diskussionsprozess mit breiter Beteiligung unserer Mitglieder stattfinden“.

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Gutachter-Schlacht – Debatte um Sozialisierung von Wohnungen verschärft sich

Der Kampf ist eröffnet: Kurz bevor die Unterschriftensammlung für das Volksbegehren „Deutsche Wohnen und Co. enteignen“ beginnt, geht die Wohnungswirtschaft in die Offensive. Der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) präsentierte am Mittwoch ein Gutachten des Verfassungsrechtlers Helge Sodan, der zu dem Schluss kommt, die geplante Sozialisierung von Wohnungen verstoße gegen die Verfassung. Es ist jedoch nicht das einzige Gutachten zu dem Thema.

Sodan bezeichnete bei der Vorstellung seines Gutachtens als stärkstes Argument, dass in der Berliner Landesverfassung keine Regelung wie im Grundgesetz-Artikel 15 enthalten sei, auf den sich die Initiative bei ihrem Volksbegehren stützt. In Berlin gebe es einen umfangreichen Grundrechtskatalog mit Eigentumsgrundrecht, der eine Vergesellschaftung beziehungsweise Sozialisierung aber nicht vorsehe. Außerdem wandte Sodan ein, dass in Artikel 15 unter den sozialisierungsfähigen Gütern Wohnungen gar nicht erwähnt werden.

 

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Musterprozess in Berlin – Mieter sollen nicht mehr für Modernisierungen zahlen müssen

Teure Modernisierungen treiben seit Jahren bundesweit die Mieten hoch – doch das soll sich ändern. Der Berliner Mieterverein (BMV) und die Internet-Plattform wenigermiete.de wollen Mieterhöhungen nach einer Modernisierung für verfassungswidrig und damit für unwirksam erklären lassen. Wie die beiden Organisationen der Berliner Zeitung mitteilten, unterstützen sie die Musterklage eines Berliner Mieters gegen die Mieterhöhung nach einer Modernisierung, die an diesem Montag beim Amtsgericht Tempelhof-Schöneberg eingereicht werden soll.

„Die Mieter selbst wollen diese Modernisierungen oft gar nicht, können sich zumeist auch nicht dagegen wehren, müssen aber trotzdem voll dafür zahlen“, sagt BMV-Geschäftsführer Reiner Wild. „Dies ist nicht nur eine vom Gesetzgeber verantwortete Ungerechtigkeit, wir halten die aktuellen Regelungen darüber hinaus für verfassungswidrig.“

„Mit der Modernisierungsumlage können sich Vermieter gleich doppelt auf Kosten der Mieter bereichern“

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Bauanleitung Milieuschutz

Was tun, wenn Ihr Mietshaus vom Immobilien-Hai bedroht wird? Wie bringt man seinen Bezirk dazu zum Vorkauf. Eine Anleitung in drei Schritten.

Generell gilt und natürlich erst recht bei Mieterhöhungen, Luxussanierungen, Umwandlung in Eigentum: nichts unterschreiben, mit Nachbar*innen reden, Mieterberatung aufsuchen. Wenn Ihr Haus dazu in einem der 56 Milieuschutzgebiete Berlins liegt, wo ein bezirkliches Vorkaufsrecht existiert, und Sie von einem Verkauf Ihres Hauses erfahren haben, dann hilft Ihnen möglicherweise folgende Bastelanleitung für eine erfolgreiche Mieter-Initiative in drei Schritten.

 

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Alte Menschen haben besonderen Kündigungsschutz

Alter schützt vor Kündigung – das hat das Landgericht Berlin entschieden. Beklagt waren zwei Senioren, die wegen Eigenbedarfs ihre Wohnung verlassen sollten.

 

Alte Menschen in Mietwohnungen haben einem Berliner Gerichtsurteil zufolge einen besonderen Kündigungsschutz. In einer am Dienstag vom Landgericht Berlin verkündeten Entscheidung in zweiter Instanz heißt es, dass Mieter vom Vermieter allein unter Berufung auf ihr hohes Lebensalter die Fortsetzung des Mietverhältnisses verlangen können.

Hintergrund ist ein Streit über die Räumung und Herausgabe einer Wohnung, die von den inzwischen 87- und 84-jährigen Beklagten 1997 angemietet wurde. Die Klägerin hatte 2015 die Kündigung des Mietverhältnisses wegen Eigenbedarfs erklärt.

Die Beklagten widersprachen der Kündigung unter Verweis auf ihr hohes Alter, ihren beeinträchtigten Gesundheitszustand, ihre langjährige Verwurzelung am Ort der Mietsache und ihre für die Beschaffung von Ersatzwohnraum zu beschränkten finanziellen Mittel.

 

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Zuschüsse reichen nicht aus

Hartz IV: Lücke zwischen tatsächlichen und erstatteten Wohnkosten wächst. Bundestag will dazu Experten hören

 

Eine Mieterhöhung flattert ins Haus. Die künftig zu zahlende Summe liegt weit über jener, die das Jobcenter erlaubt. Das Amt fordert die Familie auf, innerhalb eines halben Jahres die Kosten zu senken, durch Untervermietung oder Umzug. Tausende sind jährlich davon betroffen. Das stellt sie zunehmend vor ein Problem: Es gibt keine menschenwürdigen Unterkünfte zu den Sätzen, die sich das Amt vorstellt. Wer nichts findet, muss die Mehrkosten von seinem knapp bemessenen Regelsatz berappen. Das können 50 Euro sein oder sogar 200. Bereits im Jahr 2017 mussten 588.000 leistungsberechtigte Haushalte, knapp jeder Fünfte, im Schnitt 80 Euro für die Miete zuzahlen, wie das SPD-geführte Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im vergangenen Sommer auf Anfrage der Linksfraktion eingeräumt hatte. Auf ihren Antrag wird der Sozialausschuss im Bundestag nun am 18. März öffentlich Experten dazu anhören.

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Pläne für bis zu 7600 Wohnungen in Karow und Buch

Die Großprojekte im Pankower Nordosten könnten die Verkehrsprobleme noch verschärfen. Senat und Bezirk streiten über neue Bahnhöfe.

Mit den umstrittenen Vorhaben an der Michelangelostraße, am Pankower Tor und dem Blankenburger Süden sind Pankows Wachstumspotenziale längst nicht erschöpft. Neben diesen Entwicklungsgebieten, die Berlin knapp 10.000 neue Wohnungen bescheren sollen, laufen Planungen für weitere Großprojekte auf Freiflächen in den nordöstlichen Ortsteilen des Bezirks.

Gerade hat das Abgeordnetenhaus eine Änderung des Flächennutzungsplans für das Gelände der früheren DDR-Regierungskrankenhäuser an der Hobrechtsfelder Chaussee in Buch eingeleitet, mit dem Ziel, hier durch den Abriss der Kliniken Platz für 2000 bis 3000 Wohnungen zu schaffen. Das ließ die Planer des Bezirksamts aufhorchen.

Denn nur wenige Tage zuvor hatten die man bei einem Bürgerforum zur Rahmenplanung für Buch-Süd informiert. Die wichtigste Nachricht: 1600 Wohnungen entstehen durch Nachverdichtung in den Korridoren zwischen Plattenbauvierteln und dem Campusgelände. Und dann berief der Bezirk in Karow einen Workshop zur dortigen Rahmenplanung ein.

 

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Harte Zeiten für Wohnungssuchende in Berlin

In drei Viertel aller Bezirke ist inzwischen die Zehn-Euro-Marke überschritten. Und eine Entspannung am Berliner Mietenmarkt ist nicht in Sicht.

Allen Regulierungsversuchen auf Bundes- und Landesebene zum Trotz hat sich das Wohnen zur Miete und auch im Eigentum in Berlin in den ersten drei Quartalen des Jahres 2018 erneut deutlich verteuert. Die durchschnittliche Miete der Onlineportale liegt nun bei 10,34 Euro je Quadratmeter und Monat (+ 5,6 Prozent).

Die Angebotskaufpreise für Eigentumswohnungen weisen sogar ein Plus von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr auf und liegen nun bei durchschnittlich 4150 Euro je Quadratmeter. Das ist ein Ergebnis des aktuellen Wohnmarktreports Berlin, den die Immobilienbank Berlin Hyp und der Immobiliendienstleister CBRE am Mittwoch veröffentlicht haben.

Leerstandsquote sinkt auf unter ein Prozent

„Angesichts des geringen Leerstandes von nur noch 0,9 Prozent – im Jahr 2010 waren es noch 2,6 Prozent – ist es nicht verwunderlich, dass auch Mieten und Kaufpreise weiter stark steigen“, sagt CBRE-Marktexperte Henrik Baumunk. „Auch wenn sich das Mietpreiswachstum in Berlin ein wenig verlangsamt hat, ist darin kein Trend zu erkennen. Vielmehr entsprach die Steigerung ungefähr dem Niveau von 2016“, ergänzt Gero Bergmann, Vorstandsmitglied der Berlin Hyp.

 

 

Je grüner die Stadt, desto gesünder ihre Kinder

Wer im Grünen aufwächst, entwickelt seltener psychische Erkrankungen. Diesen Zusammenhang zeigt eine Studie aus Dänemark. Aber ist das Umfeld wirklich die Ursache?

 

In einem grüneren Umfeld aufgewachsene Kinder entwickeln laut einer dänischen Studie im Laufe ihres Lebens seltener psychische Erkrankungen. Wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Aarhus berichten, bestehe unter Menschen, die umringt von Wäldern, Wiesen, Gärten oder Parks groß werden, ein bis zu 55 Prozent geringeres Risiko für psychische Erkrankungen als unter denjenigen, die ohne dergleichen aufwachsen. Die Forscher sehen das als Beleg dafür, dass Grünflächen, Wälder und Parks die seelische Gesundheit fördern. Entsprechend sollten Städte ihrer Ansicht nach grüner werden.

Für die im US-Wissenschaftsjournal PNAS veröffentlichte Studie (Engemann et al., 2019) wurde anhand von Satellitenaufnahmen aus den Jahren 1985 bis 2013 die Landschaft rund um die Elternhäuser von fast einer Million Menschen in Dänemark untersucht. Zudem schauten sich die Forscher die Langzeitgesundheitsdaten aller zwischen 1985 und 2003 geborenen Däninnen und Dänen an, die mindestens bis zum zehnten Lebensjahr in Dänemark aufwuchsen und untersuchten ihr Risiko, im Lebensverlauf eine von 16 verschiedenen psychischen Erkrankungen zu entwickeln. Bei der Auswertung zeigte sich ein Zusammenhang.

“Mit unserem Datensatz zeigen wir, dass das Risiko der Entwicklung einer psychischen Störung schrittweise abnimmt, je länger man von der Geburt an bis zum Alter von zehn Jahren von Grünflächen umgeben ist”, erklärt die Hauptautorin Kristine Engemann. “Grünflächen sind in der Kindheit deshalb extrem wichtig.” Es sei nicht unbedingt schlecht, wenn man in einer Stadt aufwachse, solange es genug Grünflächen gebe.

 

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