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Ist London das Ende des Dämmwahns?

Der sogenannte Klimaschutz nimmt immer unverantwortlichere Formen an. Gestern hat ein Brand in einem Londoner Hochhaus 58 Tote gekostet, viele weitere Bewohner gelten zur Stunde noch als vermisst. Die Achse des Guten berichtete gestern als erstes Medium überhaupt darüber, dass die jüngst an dem Hochhaus angebrachten Wärmedämm-Platten möglicherweise als Brandbeschleuniger wirkten und für die rasend schnelle Ausbreitung des Feuers verantwortlich sein könnten. Inzwischen ist das keine Vermutung mehr. Der Verdacht hat sich leider bestätigt.

Dies war eine Katastrophe mit Ansage. Die Achse des Guten berichtete bereits vor einem Jahr über spektakuläre Brände von mit Polystyrol (landläufig Styropor genannt) gedämmten Fassaden. Das Problem war lange bekannt, die Feuerwehren warnten – nur wollte keiner zuhören. Politiker, die bislang Augen und Ohren fest verschlossen, kündigen jetzt plötzlich „gewissenhafte Untersuchungen“ an (Theresa May). Der bayrische Innenminister Joachim Herrmann, als Spitzenkandidat der CSU bereits im Wahlkampfmodus, ließ verlauten: „Wir nehmen das zum Anlass um zu überprüfen, ob die aus energetischen Gründen geforderte Außendämmung eine zusätzliche Brandgefahr auslöst“.

Das ist eine erstaunliche Aussage. Ganz einfach, weil das richtige Leben die Antwort längst gegeben hat, was auch Herrn Hermann und seinem Fachreferat bekannt sein sollte. Denn schon am Dienstag den 17.5.2016 starben im Duisburger Stadtteil Meiderich bei einem Wohnungsbrand eine 33-jährige Mutter und ihre beiden Söhne (8 und 14 Jahre). 27 Menschen haben bei dem Brand Verletzungen erlitten. Der Brand hatte sich vom Erdgeschoss ausgehend über die Außenfassade bis ins Dach des viergeschossigen Hauses ausgebreitet, “wie an einer Zündschnur“, sagt Feuerwehr-Chef Oliver Tittmann: „Es war ein dramatischer Einsatz.“ Mit den genau gleichen Worten schilderten Augenzeugen die Brand-Explosion in London. Die Flammen breiten sich nicht nur rasend schnell aus, es entstehen dabei auch besonders giftige Dämpfe.

Eine Statistik zu den Vorfällen gibt es nicht

Live und beklemmend konnte man so ein Feuerwerk schon zu Silvester 2015 an einer Hochhausfassade in Dubai beobachten, einen weiteren als Video dokumentierten Großbrand gab es in Frankreich, ebenfalls dokumentiert wurde ein spektakulärer Vorfall in Frankfurt (unbedingt die Aussagen der Feuerwehr anschauen). Die Zahl solcher gefährlicher Fassaden-Brände dürften mittlerweile alleine in Deutschland in die Hunderte gehen, eine Statistik zu den Vorfällen gibt es aber nicht, auch keine Zahl über die dabei schwer Verletzten oder umgekommenen Menschen.

Wenn es nicht um das ideologische Steckenpferd und Klimaschutz ginge, den unsere Kanzlerin zum heiligen Gral erklärt hat, hätten die Behörden diesem Spuk mit Sicherheit längst ein Ende gesetzt. Die Feuerwehren wissen bescheid, hängten es bisher aber nicht an die große Glocke – die üblich politisch korrekte Beißhemmung. Auch viele Medien weisen in der Berichterstattung über solche Vorfälle deutliche Lücken auf. In einem Land, in dem Bauvorschriften selbst die Neigung der Dachziegel festlegen, ist diese offensichtliche Ignoranz gegenüber einem lebensbedrohenden Risiko kaum zu glauben.

Joachim Herrmann wählte daher seine Worte sorgfältig als er sagte: „Ein vergleichbarer Fassadenbrand an einem Hochhaus ist in diesem Ausmaß bei uns so gut wie ausgeschlossen.“ Man beachte die Wortwahl: Die Betonung liegt auf „Hochhaus“. Das fängt laut der Dämmvorschriften in Deutschland aber erst bei 22 Metern Höhe an, darunter dürfen Materialien wie Polystrol angebracht werden. Das Gros der Bevölkerung wohnt in Deutschland aber nunmal in Gebäuden unter 22 Metern – und diesen Menschen wird so eine falsche Sicherheit vorgegaukelt.

Nur zur Information: Im Jahre 2015 wurden in Deutschland 36,3 Millionen Quadratmeter Dämmsysteme an die Fassaden geklebt. Bei einem vorsichtig geschätzten Preis von 120 Euro pro Quadratmeter ergibt dies einen Umsatz von über 4 Milliarden Euro. Klima-Ideologen und Industrie-Lobbyisten reichen sich bei den immer strengeren Wärmedämmvorschriften die Hand. Man sagt nicht umsonst, dass beispielsweise die Dämmvorschriften der deutschen Energiesparverordnung (EnEV), die Polystrol-Produzenten wie der BASF zu Milliardengeschäften verholfen haben, in Helmut Kohls Wahlkreis Ludwigshafen ersonnen worden seien.

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