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Umweltschützer wollen Wohnungsbau ausbremsen

Der NABU will der Stadt Hamburg beim Wohnungsbau kräftig in die Suppe spucken! Bei einer Vollversammlung beschlossen die Mitglieder am Donnerstag eine Volksinitiative namens „Hamburgs Grün erhalten“. NABU-Chef Alexander Porschke: „Wir wollen Hamburg als grüne Stadt erhalten und deshalb dem Flächenfraß etwas Wirksames entgegen setzen.“ Die Umweltschützer wollen es schaffen, den Grünanteil in der Stadt mindestens in seinem jetzigen Ausmaß zu erhalten. Dem Senat dürfte das gar nicht schmecken.
So soll mit der Volksinitiative erreicht werden, dass Bauen auf der grünen Wiese schwerer wird. Als drei Beispiele für solch einen bereits gestarteten Flächenfraß an Grünland nennt der NABU folgende Großprojekte: 11 Hektar Grünlandfläche gehen für das Projekt Billstedt 113 (Öjendorf) drauf. 80 Hektar landwirtschaftliche Fläche braucht der Senat für das Gebiet Fischbeker Reethen (Neugraben) und gleich 100 Hektar für den neuen Stadtteil Oberbillwerder (Bergedorf).

Mit dem „Bündnis für das Wohnen“ will der Senat jährlich 10.000 neue Wohnungen bauen lassen. Dafür veranschlagt Hamburg allein schon 67 Hektar Flächenbedarf. 80 Prozent des Wohnungsbaus soll durch Verdichtung im innerstädtischen Bereich entstehen. Porschke: „20 Prozent werden also auf der grünen Wiese entstehen.“

„Es ist altbekannte Salamitaktik, die der Hamburger Senat hier anwendet. In den Sonntagsreden wird die grüne Stadt gelobt. Tatsächlich werden jedoch wertvolle Grünflächen in den Landschaftsachsen Stück für Stück abgeschnitten: hier eine Ecke vom Landschaftsschutzgebiet abgetrennt, dort eine Feuchtwiese zubetoniert. Einzeleingriffe werden bagatellisiert, aber es ist die Summe der einzelnen Teile, die zum Problem geworden ist. Dem Druck auf die StadtNatur wollen wir eine Grenze setzen und entsprechend mit unserer Volksinitiative den Druck an die Politik zurückspielen“, kündigte Porschke nach der Mitgliederversammlung an.

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