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Deutsche Wohnen droht Geldstrafe oder Zwangshaft

Etappensieg für die Mieter aus der Gitschiner Straße 38 in Kreuzberg, deren Heizung nicht richtig funktioniert: Der 83-jährige Bewohner Helmut Richter hat jetzt vor dem Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg eine Einstweilige Verfügung gegen den Vermieter, die Deutsche Wohnen, erwirkt. Ihr wird darin aufgegeben, Richters Wohnung so zu beheizen, dass in der Zeit von 7 Uhr morgens bis 22 Uhr abends eine Temperatur von mindestens 20 Grad erreicht wird. Für die Nachtstunden wird eine Temperatur von 16 Grad verlangt.

Hält sich die Deutsche Wohnen nicht daran, droht ihr ein Zwangsgeld in Höhe von bis zu 25.000 Euro oder den Vorstandsmitgliedern des Unternehmens ersatzweise Zwangshaft. „Jetzt muss die Deutsche Wohnen schnell reagieren“, sagte Helmut Richter am Dienstag zu der Gerichtsentscheidung. „Sonst könnte es teuer für sie werden.“

Richter hatte sich wie mehrere andere Mieter am Montag vergangener Woche bei einem Vor-Ort-Besuch der Berliner Zeitung darüber beschwert, dass die Heizung in dem Wohnhaus nicht richtig funktioniert. Die Deutsche Wohnen erklärte daraufhin, dass das Haus über eine mobile Heizstation im benachbarten Gebäude in der Böcklerstraße mitversorgt werde. Dem widersprachen allerdings mehrere Mieter. „Bei uns sind in der Wohnung morgens 14 Grad, alle Heizkörper sind kalt“, berichtete Helmut Richter am Dienstag, eine Woche nach dem Besuch.

Die Deutsche Wohnen bestätigte am Dienstagnachmittag, dass es „kleinere Probleme“ gegeben habe. Diese sollten „jetzt aber behoben sein“, so Unternehmenssprecher Marko Rosteck. Der Wasserdruck in der Heizanlage sei nicht ausreichend gewesen. Zuvor hatte das Unternehmen zum Ende des dritten Quartals einen Gewinn von 638,4 Millionen Euro vermeldet.

Quelle : http://www.berliner-zeitung.de/berlin/heizprobleme-in-kreuzberg-deutsche-wohnen-droht-geldstrafe-oder-zwangshaft-25102526?dmcid=sm_fb_p

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