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Wohnungsneubau Berliner Vermieter sind alarmiert

Berlins Vermieter sind in Sorge. Sie befürchten, dass der Wohnungsneubau in der neuen Legislaturperiode zum Erliegen kommt – weil Linke und Grüne die Bürger bei Bauprojekten stärker einbeziehen möchten. „Berlin braucht 20.000 neue Wohnungen pro Jahr, schafft aber derzeit gerade mal die Hälfte“, sagte der Sprecher des Verbandes Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU), David Eberhart, am Mittwoch. „Der Neubau muss deshalb dringend beschleunigt werden.“ Das müsse bei der Bürgerbeteiligung immer sehr genau im Blick behalten werden. „Ausreichend Wohnraum ist eine wesentliche Grundlage für das soziale Berlin“, so Eberhart.

Die Koalitionäre in spe haben sich davon wenig beeindrucken lassen. Sie beschlossen auf Wunsch von Linken und Grünen, dass die Bürger bei Bauprojekten stärker einbezogen werden sollen. Bei umstrittenen Bauvorhaben der landeseigenen Wohnungsunternehmen soll zudem nach Alternativen gesucht werden.

Die beiden Parteien machen damit klar, dass es eine Fortführung der bisherigen Stadtentwicklungspolitik mit ihnen nicht geben wird. In der SPD wird das zerknirscht zur Kenntnis genommen. „Jeder soll sich in der Koalitionsvereinbarung wiederfinden“, sagte ein Verhandler. Die SPD hätte gerne zu den bekannten zwölf Gebieten für 45.000 bis 50.000 neue Wohnungen vier weitere Gebiete als Neubau-Standorte in der Koalitionsvereinbarung aufgelistet. Stattdessen wurde ihr mit der Elisabeth-Aue, auf der 5000 Wohnungen geplant sind, eines der größten Vorhaben gestrichen – vorerst.

Mehr Wohnungen für Menschen mit geringem Einkommen

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