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Pankow Anwohner wehren sich gegen Bauprojekt an der Elisabeth-Aue

Das Café Steckenpferd öffnet um zwölf Uhr mittags, vorher lohnt es sich nicht. In der Mittagszeit sitzen ein paar Gäste in der Herbstsonne und schauen auf die leere Hauptstraße. Das Café liegt im alten Dorfkern von Blankenfelde, einem 600 Jahre alten Ort, denkmalgeschützt, der heute zum Bezirk Pankow gehört.

Angenehm ruhig ist es dort. Und grün. Rundherum sieht man weite Felder, Wiesen und Wälder. Bis Brandenburg ist es nicht weit. Ab und zu fährt ein Auto über die Kopfsteinpflasterstraße. Im Hofladen liegen Kürbisse im Freien, Birnen, Kartoffeln und Bio-Eier. „Es gibt hier mehr Natur, mehr Grün und mehr gesunde Luft als in der Innenstadt“, sagt Jörn Pasternack.

Der 31-jährige Polizeibeamte lebt in Blankenfelde seit er 14 ist. Damals waren seine Eltern von Mitte an den Stadtrand gezogen. Pasternack wohnt heute noch mit seiner Familie dort. Seine Tochter ist fast ein Jahr alt. „Die Leute hier lieben die Ruhe und das Grün“, sagt er. Und die Elisabeth-Aue, ein etwa 70 Hektar großes Naturareal.

Um dieses Gebiet machen sich die Bewohner von Blankenfelde und Französisch Buchholz große Sorgen. Sie fürchten, bald könne es mit der friedlich-dörflichen Stimmung vorbei sein. Die Fläche gehört dem Land Berlin und der Senat plant auf der Elisabeth-Aue ein riesiges Neubaugebiet. 5 000 Wohnungen sollen dort entstehen, bis zu 12.000 Menschen könnten dort einmal leben. Für Jörn Pasternack ist das eine Horrorvorstellung. „Das wird eine Katastrophe!“, sagt er mit ernstem Blick. „Und es ist eine Dreistigkeit, dass der Senat so etwas überhaupt plant.“

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