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Königspaar sucht Zweiraumwohnung

Die Mieterpartei hat sich im Februar gegründet und tritt nur in Pankow auch zur Bezirkswahl an. Ihre Wahlkampfwerbung auf der Straße ist so ganz anders als die der übrigen Parteien.

An einem Stromkasten in der Greifenhagener Straße hängt ein Zettel: “Zimmer gesucht. Berliner Trümmerfrau (91) sucht nach Zwangsräumung für ihre verbleibenden paar Monate ein kleines Zimmer im Prenzlauer Berg.” Wer in den vergangenen Tagen durch Prenzlauer Berg gegangen ist, dem sind wahrscheinlich noch mehr dieser Aushänge aufgefallen. Sie sehen aus wie Wohnungsangebote oder -gesuche, auf ihnen stehen Sätze wie “Zu verkaufen! 100 qm Wohnung am Helmholtzplatz, garantiert mieterfrei” oder “Junges Königspaar sucht 2-Zimmer-Wohnung im Prenzlauer Berg”. Beim Lesen bleibt man erst einmal verwundert stehen und denkt: Ist das echt?

Ungewöhnliche Wahlwerbung

Erst beim zweiten Blick fällt auf, dass auf den Schnipseln, die zum Abreißen unten an den Zetteln hängen, keine Telefonnummer steht, sondern der Name Sven Fischer. Er ist Direktkandidat der Mieterpartei im Wahlkreis 6 zwischen Bornholmer Straße und Helmholtzplatz. Und selbst unmittelbarer Betroffener von Wohnungsnot und Mietsteigerung in Prenzlauer Berg: Mit seiner Familie lebt als letzter Mieter in der Kopenhagener Straße 46. Die Wohnung glich zeitweise einer Baustelle, denn das Haus wird komplett saniert. Durch seinen Protest gegen die Eigentümer, die ihm Heißwasser, Heizung und Strom abstellten, den Schornstein zertrümmerten und fast die Decke auf den Kopf fallen ließen, wurde Fischers Fall in den Medien deutschlandweit bekannt.

Weiterlesen  http://www.prenzlauerberg-nachrichten.de/politik/_/mieterpartei-wahlwerbung-172186.html

 

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