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Baustadtrat warnt vor Preisblase am Berliner Immobilienmarkt

Die Preise für Berliner Eigentumswohnungen sind in den vergangenen fünf Jahren um satte 60 Prozent gestiegen. Dieser Boom wurde maßgeblich durch die  Niedrigzinspolitik der Banken genährt. Nun warnt der Baustadtrat von Pankow: die Gefahr steigt, dass sich eine gefährliche Preisblase bildet. Von Robin Avram

Das Gebiet um den Teutoburger Platz in Berlin-Prenzlauer Berg zeigt den Wandel so anschaulich wie kaum ein zweiter Ort in der Hauptstadt: Nach der Wende war ein Großteil der Altbauten marode, viele Gewerberäume standen leer. Heute reiht sich dank reichlich Fördergeld von Land und Bund eine schick sanierte Altbaufassade an die nächste, daneben teure Bars und Geschäfte. Überwiegend wohnen nun Kreative, gut verdienende Menschen hier. Doch geht es nach Immobilienentwicklern, die im Kiez derzeit neue Wohnungen bauen, ist die Aufwertung längst noch nicht abgeschlossen.

Zu spüren bekommen das zum Beispiel junge Familien, die nach der Geburt eines Kindes eine größere Wohnung im angestammten Kiez suchen: Neubau-Wohnungen im Prenzlauer Berg mit 100 Quadratmetern kosten laut dem Portal Immobilienscout24 inzwischen 420.000 Euro – im Durchschnitt. Vor drei Jahren waren es noch 310.000 Euro. Viele können sich das nicht mehr leisten – und müssen wegziehen. Auch für den Baustadtrat des Bezirks, Jens-Holger Kirchner (Grüne) nimmt der rasante Preisanstieg inzwischen bedenkliche Züge an: “So weitergehen wie bisher kann es nicht, und wir haben erste Anzeichen, dass die Blase kurz vorm Platzen ist”, sagt Kirchner und warnt: “Wenn Leerstand erzeugt wird, kann das für keine Stadt gut sein.”

Penthouse in Prenzlauer Berg für 7,75 Millionen Euro

Im mondänen Showroom des Bauprojekts “Templiner Park” an der Schönhauser Allee tun die aufmerksamen Mitarbeiter alles, um die Immobilien-Kauflust weiter aufrecht zu erhalten. Wohnzimmer, Küche und Bad, alles ist hier schon fertig eingerichtet, auch für das Echtholzparkett und die Fliesen der künftigen Wohnung stehen verschiedene Muster zur Auswahl. Last but not least können die Kunden per Virtual-Reality-Brille sogar schon einmal einen Rundgang durch die gewünschte Wohnung unternehmen.

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