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Berlin 2020 : 1000 km²

Berlin ist eine mitteleuropäische Metropole, die ökonomisches Wachstum, Zuwanderung, Wohlstand und zukunftsichere und gesunde Lebens- und Arbeitsbedingungungen in Einklang bringen muss.

Die „Milchmädchen-Formel“ von der „wachsenden Stadt“ sorgt dafür, die Metropole Berlin auf Dauer zu verunstalten, wichtige für die Stadtentwicklung bedeutsame Freiflächem werden bebaut. Wichtige Fragen der Stadtgestaltung und Stadtplanung werden in eine ferne Zukunft vertagt. Anleger-Architektur und Raster-Fassaden sorgen zunehmend für eine unwirtliche Stadt.
Neben Wohnungsmangel gibt es auch einen eklatanten Mangel an Gewerberäumen und geeigneten Bauten für neue Startups.

Tatsächlich haben wir es mit einer „immer mehr sich verdichtenden Stadt“ zu tun. Erste Architekten rennen schon in der Stadt herum, und wollen nach „sozialistischen Arbeiterschließfächern“ Menschen nun mit Wohn-Containern und „Wohnschubladen“ beglücken.

Das neoliberale Maximal-Renditen-Modell: 10-14% aller Berliner besitzen ein Eigenheim, viele sind auch Vermieter. 86% aller anderen Wohnungen in Berlin sind Mietwohnungen.

Wohnen auf kleinen Raum, bezahlbares Wohnen und Höchst-Renditen für Grundstückseigner – das ist die Formel, mit der Berlin zum „ökonomischen Durchlauf-Erhitzer“ für Biografien und Lebenspläne umgestaltet wird, wenn die Bewohner der Stadt nicht aufpassen.

Die junge Generation, Künstler und Kreative und freie Selbstständige hat dabei nicht die Chance, ausreichend Eigenkapital und feste Wohn- und Firmenstandorte zu begründen.

Dauerhaftes Wohnen, Heimat und Lebenspläne werden auf Dauer unbezahlbar. Stattdessen kommt die Lebensabschnitts-Wohnung, die mit Studentenwohnen auf 8-12 Quadratmetern beginnt, und mit alternativlosen Mietwohnen und am Lebensende Pflegewohnen endet.

Bauinvestoren und Baupolitik belassen der jungen und neu in Berlin startenden Generation keine Möglichkeiten, mit Muskelhypothek und Köpfchen selbst Eigentum zu erlangen. Die Abwanderung nach erfolgreicher Ausbildung droht zum Standard zu werden.

Sozialliberales Leitbild einer smarten und kreativen Metropole Berlin

Das neue sozialliberale Leitbild einer smarten und kreativen Metropole stärkt Chancen für Erneuerung, für individuelle Kreativität und Planungssicherheit und für eine smarte Eigentumspolitik.

Autonomie & Eigenkapitalbildung werden künftig zum Ziel einer intelligenten Stadtentwicklungs-Politik. New Economies und Shared Properties sollen gestärkt werden, damit die Stadt starke Bürgerinnen und Bürger behält, und aufwachsen lässt.

Dazu gehört nicht nur eine „Liegenschaftspolitik“, sondern auch eine „Architektur-Politik“, die Nutzerinteressen und Bewohnerinteressen berücksichtigt, und Menschen nicht in „Investoren-Schemata“ und „Programm-Grundrisse“ steckt.

Die soziale Mischung der Metropole, Urbanität und Engagement funktionieren nur, wenn Stadtbewohner sich auch Stadt aneignen können. Dazu gehören auch intelligente Finanzierungs-Instrumente, die Gemeineigentum, Beteiligungseigentum und Wohnen und Arbeiten und Firmengründungen erleichtern.

Die Bürgerbeteiligung soll über „Kinderbeteiligungsverfahren“ hinaus ausgebaut werden. Dabei muss auch das „Vordenken und Entwerfen demokratisiert werden. Amtlich kuratierte Bürgeranhörungen und Bürgerdialoge sind wichtig, aber ohne ausreichende Aneignungsmöglichkeiten bleiben sie nur „Trostpflaster“.

Das Wachstum der „Investoren- und Anleger-Stadt“ muss durch Stadtentwicklungspolitik, EU-weite Ausschreibungen und Konzeptverfahren gebremst werden! Auch das einseitige Wachstum der „landeseigenen Stadtentwicklung“ muss künftig demokratisch vielfältiger gesteuert werden. Der sozialdemokratische Paternalismus im Wohnungsbau ist nicht mehr zeitgemäß.

Die smarte und kreative Stadt ist eine Stadt der Bürgerinnen und Bürger!

Das „Sozialliberale Leitbild einer smarten und kreativen Metropole Berlin“ soll als „Muster von Anforderungen“ an Politik aufgelegt werden. Ideen und Namensbeiträge, Entwürfe und Bilder – auch Wünsche können zum Entstehen des Leitbildes beitragen.

Es wird ein offener Prozess gestartet. Die Redaktion wird alle Beiträge publizieren und archivieren.

Weiter lesen http://www.pankower-allgemeine-zeitung.de/2016/05/03/berlin-2020-1000-km%C2%B2/

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