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Arme werden aus der Berliner Innenstadt verdrängt

Die Kluft zwischen Arm und Reich in Berlin wird größer. Zwar haben sich in den vergangenen Jahren einige Kieze sozial stabilisiert, doch in vielen Stadtteilen sind die Bewohner noch immer von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen oder sie leben von Hartz IV. Zu den Quartieren mit überdurchschnittlich hoher sozialer Benachteiligung gehören Kreuzberg-Nordost, Neukölln-Nord, Nord-Hellersdorf, Nord-Marzahn, Spandau-Mitte, Wedding und Moabit. Auch das Märkische Viertel in Reinickendorf zählt zu den Armutsquartieren.

Das geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Studie „Monitoring Soziale Stadtentwicklung 2015“ hervor, die die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung herausgegeben hat. Die Untersuchung gibt Auskunft über soziale Veränderungen in der Stadt von 2012 bis 2014 sowie die soziale Lage der Berliner.

Hohe Kinderarmut in den Problemkiezen

Demnach wird die Kinderarmut in Teilen von Wedding, Kreuzberg, Reinickendorf, Spandau und Hellersdorf als stark bedenklich eingeschätzt. Dort leben 60 Prozent der Kinder unter 15 Jahren in armen Familien. In den Quartieren muss zudem jeder vierte Einwohner zusätzliche Sozialleistungen beziehen, obwohl er berufstätig ist. Die Arbeitslosenquote in den Problemkiezen ist stark überdurchschnittlich und liegt bei 12,4 Prozent und mehr. Zum Vergleich: In Berlin lag die Quote im Februar bei 10,6 Prozent.

„Wir fördern gezielt in den Gebieten mit besonderem Aufmerksamkeitsbedarf Projekte zur Verbesserung der Bildung und zum nachbarschaftlichen Miteinander“, sagt Andreas Geisel (SPD), Senator für Stadtentwicklung.

Von den sozialen Entwicklungen ist Karl Brenke vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) nicht überrascht: „Verdrängungsprozesse setzen sich fort. Es geht um Gentrifizierung.“

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