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Stadtluft hat es in sich – Grünflächen sind gesundheitsfördernd

Die Bebauung, versiegelte Flächen und eine hohe Verkehrsdichte führen in nahezu allen Städten Europas zu deutlich erhöhten Gesundheitsrisiken für die dort lebenden Menschen. Insbesondere Anwohner vielbefahrener Straßen sind gefährdet: Laut EU-Kommission sterben jährlich allein in Europa mehr als 288.000 Menschen vorzeitig an den Folgen von Feinstaub. Für Deutschland werden demnach 65.000 vorzeitige Todesfälle auf Feinstaub zurückgeführt. Studien zeigen, dass Stadtbewohner rund siebenmal mehr Staub und bis zu 200-mal mehr Schadstoffe einatmen als ihre Mitmenschen auf dem Land. Das Robert-Koch-Institut warnt insbesondere mit Verweis auf ein signifikant höheres Risiko für Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor erhöhter Feinstaubbelastung. Mediziner geben den Rat, dem Verkehr auszuweichen und sich im Grünen zu bewegen. „Das aber ist bei weitem nicht überall möglich“, so Helmut Selders, Präsident des Bundes deutscher Baumschulen (BdB) e.V., „denn in vielen Städten gibt es immer noch deutlich zu wenig Grünflächen und sie sind nicht gleichmäßig auf das Stadtgebiet verteilt.“

Autoverkehr als Hauptproblem

Für drei Viertel der Staubpartikel und Schadstoffe sind Autoverkehr und Industrie verantwortlich. Wenngleich bereits in den 1990er Jahren 80 Prozent der städtischen Bevölkerung der Meinung waren, die Städte müssten verkehrsberuhigt bzw. verkehrsreduziert werden, waren zu Beginn des Jahres 2015 in Deutschland mehr als 53,7 Millionen Kraftfahrzeuge zugelassen, darunter 44,4 Millionen Pkw – so viele wie nie zuvor. Kommunen reagieren mit der Ausgabe von Plaketten, zeitweisen Fahrverboten und der Ausweitung von Umweltzonen: Am 1. Februar 2016 führte Aachen eine Umweltzone ein, in Marburg soll ab 1. April 2016 eine solche eingerichtet werden. Damit gibt es in Deutschland 53 Umweltzonen. Das Umweltbundesamt hält fest: „Trotz der bisher auf nationaler und internationaler Ebene eingeleiteten Emissionsminderungsmaßnahmen lässt sich aus Immissionsprojektionen ableiten, dass in Deutschland auch in Zukunft noch von erheblichen Überschreitungen der Grenzwerte für PM10, insbesondere des Kurzzeitgrenzwertes, ausgegangen werden muss.“ In Stuttgart wurde 2016 bereits zweimal „Feinstaub-Alarm“ ausgelöst. Bürger wurden aufgerufen, nach Möglichkeit ihre Autos stehen zu lassen und sogenannte „Komfort-Kamine“ (die nicht zum Heizen, sondern zum „Erwärmen und Erfreuen“ dienen) nicht zu benutzen. Im Rahmen des Luftreinhalte-/Aktionsplans wurden viele Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität verabschiedet. Dazu gehört ausdrücklich auch die „Verbesserung des Stadtklimas durch mehr Bäume und Sträucher“. Auch der BdB empfiehlt eine konsequente Durchgrünung der Städte, insbesondere verkehrsnaher Bereiche. „Straßenbegleitgrün kann, wenn die richtigen Bäume und Sträucher gepflanzt wurden, einen wesentlichen Beitrag zur Minderung der Feinstaub- und Stickstoffdioxidbelastung leisten“, unterstreicht Helmut Selders mit Verweis auf wissenschaftliche Studien. So berichtete Professor Rob MacKenzie von der Universität Birmingham schon 2012 von der positiven Wirkung von Pflanzen zur Filterung von durch Verkehr belasteter Stadtluft: “Wenn wir mehr Pflanzen auf eine strategische Weise anbringen, könnte dies ein relativ einfacher Weg sein, um die lokale Verschmutzung in den Griff zu bekommen.” Entscheidend ist es demnach, die richtigen Pflanzen an der richtigen Stelle zu platzieren und sie so zu versorgen, dass sie ihre Funktion erfüllen können. Welche Mechanismen verschiedene Gehölze einsetzen, um die Stadtluft zu filtern, wurde bereits vor mehr als zehn Jahren im Geographischen Institut der Universität Köln erforscht und in Praxistests bestätigt.

Spezielle Sortimente für schwierige Standorte

 

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