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So will die Regierung den Wohnungsbau ankurbeln

Bauministerin Hendricks will kleine und billige Apartments gezielt fördern. Und macht Hoffnung auf eine Steuererleichterung, von der Bauherren schon fast nicht mehr zu träumen wagten.

 

Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) will den Wohnungsbau in Deutschland mit steuerlichen Anreizen ankurbeln. “Ich glaube, dass wir das in den Gebieten mit besonders hohem Wohnungsbedarf ins Auge fassen sollten”, sagte Hendricks der “Welt”. So habe sie dem Bundesfinanzminister vorgeschlagen, die sogenannte Afa-Abschreibung (Abschreibung für Abnutzung) für einen befristeten Zeitraum wieder einzuführen. Eine höhere steuerliche Förderung im Wohnungsbau galt bisher als Tabu.

Bauindustrie, Handwerk, aber auch Verbände der Wohnungswirtschaft fordern schon seit Langem eine Wiedereinführung der Afa-Abschreibung. Sie argumentieren, dass der Neubau von Mietwohnungen wegen höherer Steuern und technischer sowie energetischer Vorschriften kaum noch lukrativ sei. Eine neue Mietwohnung sei heutzutage erst ab einer monatlichen Nettokaltmiete von mindestens zehn Euro pro Quadratmeter wirtschaftlich machbar, lautet eines der Argumente.

Teilweise kommt die Ministerin den Forderungen nun offenbar entgegen. Auch um für Flüchtlinge mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, will Hendricks die Zuschüsse des Bundes an die Länder für den sozialen Wohnungsbau von aktuell jährlich 518 Millionen bis zum Jahr 2019 mindestens verdoppeln.

“Die Vergabe des Geldes muss natürlich zweckgebunden sein”, sagte Hendricks. In den Bundesländern, wo kein Bedarf an klassischem sozialen Wohnungsbau bestehe, sollte stattdessen der Bau von Eigenheimen gefördert werden. Einer Wiedereinführung der Eigenheimzulage erteilte Hendricks allerdings eine klare Absage.

120 Millionen Euro für neue Mini-Wohnungen

 

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