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Neue Hochhauspläne für Berlins Mitte

Dichter und höher sollen die Häuser in Berlin werden. Anwohner fürchten ein Verkehrschaos durch die “Urbane Mitte”.

Berlins Gesicht wird sich durch den starken Einwohnerzuwachs in den kommenden Jahren verändern. “Deutlich dichter und deutlich höher” werde in der Stadt künftig gebaut werden müssen, betont Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) nahezu auf jeder Bürgerversammlung – und zuletzt wieder am Mittwochabend vor 600 Zuhörern in Pankow.

Doch viele Berliner stehen diesen Plänen skeptisch gegenüber – insbesondere, wenn die Quartiere in den Himmel wachsen sollen – wie aktuell in unmittelbarer Nähe vom Potsdamer Platz. Dort plant die Copro Gruppe auf einem 43.000 Quadratmeter großen Areal am Bahnhof Gleisdreieck die “Urbane Mitte”, ein Bauvorhaben mit fünf bis sieben Türmen mit einer Höhe von 60 bis 90 Metern. Entstehen sollen Büros, ein Hotel, Einkaufsmöglichkeiten, eine Sport- sowie eine Kunsthalle.

Anwohner kritisieren Bauvorhaben am Gleisdreieck

Noch bis zum 15. März läuft die frühzeitige Bürgerbeteiligung zu dem Projekt – gegen die die Anwohnerinitiative Gleisdreieck bereits zahlreiche Einwände gesammelt hat. “Schon jetzt stößt der Straßenverkehr in der näheren Umgebung an seine Belastungsgrenze”, sagt Patrick Vater.

Dies gelte insbesondere für die Luckenwalder Straße, die regelmäßig verstopft sei, wenn im Kongresszentrum “Die Station” eine Veranstaltung stattfinde. Das neue Quartier grenzt nördlich an die Luckenwalder Straße, östlich an den U-Bahnhof Gleisdreieck und westlich an den Park am Gleisdreieck. Doch die in der Präsentation der Wettbewerbsergebnisse angeführte Aussage, dass der überwiegende Teil der künftigen Nutzer mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen, überzeugt die Anwohner nicht.

Durch Hochhäuser mit einer Höhe von bis zu 90 Metern und 24 Geschossen verliere der Park stark an Freiraumqualität, befürchtet die Initiative weiter. Die geplanten Gebäude würden künftig das Bild dominieren und das Gelände des Parks extrem verschatten. Zudem sei in der Nachbarschaft über das Projekt so gut wie gar nicht informiert worden.

Workshops sollen über Projekte informieren

 

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