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Mir ist kotzübel!

BI Heriettenplatz

 

“Mir ist kotzübel!
Am frühen Morgen wurden die Nachbarn am nördlichen Ende der Seesener Straße heute früh von den Geräuschen der Kettensägen geweckt.
Wenige Tage vor Beginn der Fällverbotsfrist für Bäume (am 1. März) werden jetzt auf dem Gelände der Kleingärten in der Seesener Straße Tatsachen geschaffen.
Zur Erinnerung: kurz vor Weihnachten begann bereits ein roter Bagger sein Werk der Zerstörung, kurz nach Weihnachten, noch vor der Einwohnerversammlung am 12. Januar, verschwand der Bagger wieder.
Obwohl noch gar nicht abzusehen ist, wann die Bauarbeiten beginnen können, wird jetzt also platt gemacht.
Oeynhausen ist überall!
Wie die meisten von Euch wissen, wird dort gerade ein Großteil der Kleingartenanlage dem Beton geopfert. Frei nach dem Motto: mehr Berliner brauchen weniger Grün!
Ob überhaupt gebaut wird, steht noch in den Sternen, denn der Wettbewerb, der von allen Parteien für den Henriettenplatz mehr oder weniger unterstützt wird, ist noch nicht eimal begonnen worden. Und dann gibt es da noch diverse Hindernisse, die der Investor vor Baubeginn erst einmal überwinden muß.
Da hat es jemand jetzt ganz eilig vollendete Tatsachen zu schaffen.
Der Investor selbst überwacht sein beauftragtes Werk der Grünvernichtung. Noch vor wenigen Wochen sagte er im Bauausschuss, es müßte „wahrscheinlich höchstens 1 Baum“ gefällt werden. Am Ende des Tages werden wir sehen, wie viele es geworden sind. Wenn Obstbäume auch zu Bäumen gehören, dann sind es bereits nach einer Stunde Fällarbeiten mehr als drei Bäume gewesen, die dem Beton auch bei uns weichen sollen.
Jemand aus der Nachbarschaft hat bereits sehr frühzeitig die Polizei gerufen, die kann aber auch nur noch zu sehen und das Abschleppen der Autos, die dem Abtransport der heutigen Zerstörung im Weg stehen, überwachen.
Schon bald eine Bild der Vergangenheit? Der berühmte Sonnenuntergang, der über viele Jahrzehnte das Bild vor dem Fenster war, für die Menschen, die bei uns in der Seesener Straße wohn(t)en. Zur Erinnerung: Die S-Bahnseite der Seesener war nie bebaut. Wenn der Investor heute sagt, die Seesener Straße würde mit seinen Plänen wieder eine ganz normale Berliner Wohnstraße, dann ist das schon sehr an der Grenze des Erträglichen. Denn unsre Normalität, über viele Jahrzehnte, wird durch diese Pläne komplett zerstört.”

 

 

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