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Das Riesengeschäft mit den Flüchtlingswohnungen

rbb,10.02.2016

Bis zu 9.000 Euro Miete im Monat kassiert ein Wohnungsbesitzer in Tempelhof möglicherweise, weil er dort Flüchtlinge zu Tagessätzen unterbringt. Die Rechnung zahlt das Land Berlin. Der Hinweis eines Hörers brachte das rbb-Inforadio und “KLARTEXT” auf die Spur.

 

Inforadio-Hörer Frank Altenburg besitzt drei Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus in der Tempelhofer Königsstraße. Dort gab es lange Zeit einen Friseursalon in einer Wohnung im Erdgeschoß. Im September vergangenen Jahres hat die Besitzerin den Laden aufgelöst, das Gewerbe abgemeldet und die Wohnung verkauft: 70 Quadratmeter, drei Zimmer, für knapp 100.000 Euro.

Altenburg hat den neuen Eigentümer nie kennengelernt, doch er hat mitbekommen, dass der in der Wohnung offenbar eine nicht genehmigte Flüchtlingsherberge betreibt – ein lukratives Geschäft auf Kosten des Landes Berlin: “Ich fand es völlig in Ordnung, dass dort Flüchtlinge untergebracht werden”, meint Altenburg, “aber absurd, dass Mondpreise bezahlt werden, für Unterkünfte von Flüchtlingen in einem normalen Mietshaus.” Jeder normale Wohnungsvermieter mache sich strafbar, wenn die Miete 15 Prozent über dem Mietspiegel liege, erklärt Altenburg.

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