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Milieuschutz für weitere 100.000 Menschen kommt

Fünf Stadtviertel in Wedding und Moabit sollen als Milieuschutzgebiete ausgewiesen werden. Davon würden fast 100.000 Menschen profitieren. Die Mieten könnten in den Gebieten nicht mehr so stark steigen und die Umwandlung in Eigentumswohnungen verboten werden.

Fast 100.000 Menschen in Wedding und Moabit sollen vor Verdrängung durch steigende Mieten besser geschützt werden. Gutachter empfehlen, insgesamt fünf Areale in beiden Stadtteilen als Milieuschutzgebiete auszuweisen.

Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, über die Mittes Baustadtrat Carsten Spallek (CDU) am Mittwoch informierte. Spallek sagte, Ziel sei es, die Bevölkerungsstruktur in den Gebieten zu erhalten, also die „typische Berliner Mischung“. Das Bezirksamt arbeite derzeit einen Entwurf für die Milieuschutz-Verordnung aus. Diese werde anschließend von der Bezirksverordnetenversammlung beraten. Im April oder Mai könne sie beschlossen werden und in Kraft treten.

Der Milieuschutz soll sich in Wedding auf die Gebiete beidseits der Seestraße zwischen Amrumer- und Müllerstraße sowie rund um den Sparrplatz und den Leopoldplatz erstrecken. Dort leben zirka 52.000 Menschen. In Moabit ist geplant, die Stadtviertel nördlich und teilweise auch südlich der Turmstraße als Milieuschutzgebiete auszuweisen. Dort leben rund 45.000 Einwohner.
75 Prozent der Haushalte unter Verdrängungsrisiko

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