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Ende der Blütenträume in der Kolonie Oeynhausen

Bis Sonntag müssen 150 Pächter ihre Kleingärten in der Schmargendorfer Kolonie Oeynhausen räumen, weil die Groth-Gruppe ihren Grundstücksteil zur Hälfte mit Wohnungen bebaut. Ein Abschiedsbesuch.

Einige alte Protestplakate sind noch ordentlich an den Zäunen geräumter Gärten befestigt, andere hängen schief in Sträuchern oder liegen auf dem Boden herum. „Bäume oder Beton?“ und „Kräuter oder Kräne?“, lauteten Slogans beim Bürgerentscheid zur Rettung der Kolonie Oeynhausen in Schmargendorf. Die Kleingärtner gewannen 2014 mit rund 77 Prozent der Stimmen. Doch nun ist klar: Der Beton und die Kräne kommen, Ende des Jahres will die Groth-Gruppe 900 Wohnungen an der Stelle von rund 150 Parzellen bauen.

Bis Sonntag müssen diese geräumt sein, am Freitag waren manche Pächter noch damit beschäftigt.

Der einzige Dauerbewohner zieht noch nicht aus

Einer aber stellt sich quer. Klaus Meißner (77) bleibt erst einmal auf seinem 280-Quadratmeter-Grundstück, das er vor 58 Jahren von seinem Onkel übernahm. Wie seine Frau Sylvia stammt er aus Schmargendorf, genau genommen sind sie keine Kleingärtner, sondern Dauerbewohner eines Hauses mit vier Zimmern. Eine andere Wohnung haben sie nicht. „Man kann uns aber auch nicht in einen anderen Garten umsetzen“, sagt Meißner. Dauerwohnen in Kleingartenanlagen wird längst nicht mehr genehmigt. Bisher galt aber ein Bestandsschutz.

Weiter lesen  http://www.tagesspiegel.de/berlin/bezirke/kudamm/kleingartenraeumung-in-berlin-schmargendorf-ende-der-bluetentraeume-in-der-kolonie-oeynhausen/12899114.html

 

 

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