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Senat schließt weitere Schäden nicht aus

Berlins Senat geht bei Karl Friedrich Schinkels Meisterwerk, der Friedrichswerderschen Kirche, kalkulierte Risiken ein. Aus Sicht der Grünen und vieler anderer Kritiker ignoriert er damit “die Zerstörung des Baudenkmals”.

Der Senat nimmt bei der Friedrichswerderschen Kirche in Mitte weiterhin hohe Risiken in Kauf. Das hat Staatssekretär Christian Gaebler (SPD) von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung jetzt auf eine Anfrage der Grünen im Abgeordnetenhaus hin bestätigt. „Es kann grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden, dass durch das Bauvorhaben auf dem Nachbargrundstück . . . weitere Schäden an der Friedrichswerderschen Kirche entstehen können.“ Zugleich lehnt er jeden Eingriff in die zur Zeit im Bau befindlichen fünf- bis siebengeschossigen Luxus- Wohnhäuser neben dem denkmalgeschützten Gotteshaus ab. Damit erteilt er den Forderungen der Grünen zum Schutz von Carl Friedrich Schinkels besterhaltenem Berliner Sakralbau eine Absage.

Die grüne Fraktionschefin Antje Kapek konterte am Sonnabend scharf. „Der Senat ignoriert die Zerstörung von Berliner Baudenkmälern.“ Die Kirche werde „mit Ansage“ demoliert. Ebenso wie der Kunsthistoriker der Potsdamer Fachhochschule Michael Zajonz und andere namhafte Architektur- und Stadtplanungsexperten hatten die Grünen erneut einen vorläufigen Baustopp gefordert. Man müsse die Baumasse verringern, sie von der Kirche weiter abrücken und auf Tiefgaragen verzichten.

Schon 2012 hat sich die Kirche erstmals zur Seite geneigt

 

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