big-berlin.land

Offener Weihnachts-Brand-Brief der Koloniestraße an Berliner Politik & Medien.

Einladung zum Dabeisein – an Bewegte und Bewegende – inklusive der Presse
Weihnachts-Spektakel von Entmietungs-Opfern am 17.12.2015 – 12h vor dem Rotem Rathaus
Mit einem deutlichen Offenen Weihnachts-Brand-Brief wenden sich die Betroffenen an die Politik, Medien und Öffentlichkeit (siehe Anhang).

Seit dem 01.12.2015 müssen 157 Mietparteien in der Weddinger Koloniestraße 2, 2a, 6, 6a, 6b, 7 und 8 im Durchschnitt die doppelte Kaltmiete bezahlen. Trotz ersten Hilfsmaßnahmen des Bezirksamts droht vielen von ihnen der Verlust ihrer Wohnung,  immer mehr Bewohner ziehen aufgrund des herrschenden Drucks aus.

Ihr Schicksal teilen sie mit vielen Mieter*innen in einer immer dramatischer werdenden Misere des Sozialen Wohnungsbaus in Berlin. Die Mietsteigerungen bis zu einer völlig überzogenen, sogenannten „Fiktive Kosten“-Miete sind angeblich vollkommen „legal“, auch wenn sie erheblich höher sind als im frei finanzierten Wohnungsbau nach Mietspiegel. Dies ist ein deutliches Symptom für das Scheitern des Projekts Sozialer Wohnungsbau in Berlin und Ausdruck einer grundsätzlichen stadtpolitischen Schieflage. Das neue Wohnraumversorgungsgesetz ändert leider kaum etwas an dieser Situation und hat damit schon bei seiner ersten Bewährungsprobe kläglich versagt.
Gleiches gilt für die dann noch rasch beschlossene Expertenkommission zu dringend notwendigen gesetzlichen Veränderungen für die bestehenden Sozialwohnungen. Die Unterrepräsentation der Interessen der Mieter*innen ist bereits in der zweifelhaften Zusammensetzung absehbar, reine Symbolpolitik und ein Täuschungs- und Reinwaschungs-Programm der Senatsverwaltung ist zu erwarten. Armseliger konnte sich die Politik nicht in die Weihnachtsferien flüchten.
Wir hoffen auf eine Opposition mit Rückgrat, die sich dem widersetzt und ausreichend journalistische Begleitung dieser explosiven Thematik. Wir bleiben dran und schicken Nachdenkliches und Besinnliches hinterher:
Ein bissiges Happening unter dem Motto „Oh du fröhliche Entmietung! Arme raus – Reiche rein – das darf nicht sein!“ Ein Protest-Chor singt dem Regierenden Bürgermeister ein schauriges Ständchen. Dieser hat sogar sein Double geschickt, um als Chefsache mit dabei zu sein. Selbst die SPPPD hat sich angesagt mit Ihren Hostessen und ihrer neuen weihnachtlichen Wahlkampagne „Spekulatius für Alle!“Entmietete Weihnachtsmänner legen sich quer und demonstrieren auf eindrucksvollste Weise, wie sehr Entmietung doch gerade besonders gut zu Weihnachten passt – gewissermaßen als XXXXXXXXXXX-mas!
                                                    
Dies gilt nicht nur für Sozialmieter*innen, sondern auch für die wachsende Zahl der Entmietungen durch energetische Sanierungen, Luxusmodernisierungen und Umwandlungen!
Damit sich noch mehr im Sinne der Mieter*innen bewegt, wollen wir alle zu diesem geheimnisvollen großen Roten Schloss ziehen, wo die „Soziale Stadt“ und ihr Chef zuhause sein sollen… Möge die Macht mit uns sein und sich auch die Kämpfer von Star Wars bei uns einreih‘n! Möge der Geist einer kämpferisch-besinnlichen Weihnachtszeit für neue Einsichten und Erkenntnisse sorgen und den Armen und Entrechteten endlich die Aufmerksamkeit der herrschenden Politik zuteilwerden lassen, die ihnen gebührt.

Es laden ein: „Mieterprotest Koloniestraße“ 01633450551, „Büro für ungewöhnliche Maßnahmen“ 030 7826702 und „Hände weg vom Wedding!“

(weitere Unterstützung ist notwendig! Weihnachtliches Erscheinen ist aber nur Wunsch und keine Pflicht.)

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.