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Die Bebauung des Kleingartengeländes der Kolonie Oeynhausen

Ein als „Grün- und Freifläche“ von der Senatsverwaltung ausgewiesenes Areal wurde zu einem für Ackerland üblichen Preis verkauft. Dieser Preis liegt deutlich und ein Vielfaches unter dem Preis für Bauland. Verkauft wurde an einen sog. „Investor“. Investiert wurde und wird überhaupt nichts, sondern das Land soll nur vielfach teurer als Bauland weitergereicht werden und auch dann nochmals, fertig bebaut mit Luxuswohnungen, ein Vielfaches abwerfen.
Selbst erlebt habe ich mehrere theatralische, mit weinerlicher Stimme vorgetragene Auftritte des zuständigen Stadtrats Marc Schulte (SPD), der vor unglaublich hohen Entschädigungszahlungen warnte. Mir dagegen erscheint plausibel, dass dieses Land nur bebaut werden dürfte, wenn der Käufer eine Entschädigung an den Bezirk und die Einwohner in mindestens der Höhe eines Normalpreises für Bauland zahlen müsste. Gegen eine Bebauung spricht auch die von der Senatsverwaltung angegebene hohe stadtklimatische Bedeutung dieses Areals. Mindestens bis Anfang 2007 konnte man dies unter http://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/umweltatlas bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (Umweltatlas/Klima) mit direkten Kartenzugriffen (http://www.stadtentwicklung.berlin.de/cgi-bin/GIS/ preStart?cmap=a06_07) bzw. http://www.stadtentwicklung.berlin.de/cgi-bin/GIS/start… &user=uis&coord=b09) einsehen. Diese Möglichkeit besteht nicht mehr, aber die alten Karten für den Bereich des Kleingartengeländes sind angefügt (jeweils mittig, rot umrandet befindet sich das Gartengelände).
Beim Bürgerentscheid 2014 hat sich eine deutliche absolute Mehrheit gegen die Bebauung ausgesprochen. Politiker sind gewählte Volksvertreter, die nach den Wünschen ihrer Wähler handeln sollten! Hier geschieht das Gegenteil! Ich kann nicht umhin, dass der Senat hier versagt hat, möglicherweise sogar Fehlentscheidungen bewusst geführt und gegen geltendes Gesetz verstoßen haben könnte. Mir zumindest bleibt die SPD in Zukunft unwählbar.
Dieses Thema spricht alle aktuellen Probleme von „Natur, Umwelt, Stadtklima und nachhaltige Stadtentwicklung“, „Klimaerwärmung“, „innerstädtisches Extremklima“ über „Schutz von wertvollen Flächen“, „Erhalt von Grün- und Erholungsflächen“ bis „Bauvorhaben ökologisch sinnvoll“, „bezahlbarer Wohnraum“ an.
Christian Stuhrmann
(M.Sc. Gartenbauwissenschaften)

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