big-berlin.land

Neueste Nachrichten

Vermögensrekorde bei wachsender Armut

Oxfam: Ungleichheit führt zu Mängeln im Bildungs- und Gesundheitswesen und so zu Geschlechterungerechtigkeit

 

Die Kluft zwischen Arm und Reich wächst weiter: Im vergangenen Jahr sind die Vermögen der Milliardär*innen weltweit um zwölf Prozent gestiegen, während die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung Einbußen von elf Prozent erlitten hat. Umgerechnet entspricht das einem Plus der Vermögenden von durchschnittlich 2,5 Milliarden US-Dollar pro Tag, die ärmere Welthälfte verlor dagegen im Schnitt 500 Millionen Dollar pro Tag. Diese Zahlen gehen aus dem Bericht »Public Good or Private Wealth« hervor, den die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam an diesem Montag anlässlich des bevorstehenden Weltwirtschaftsforums in Davos vorstellt.

Laut den Berechnungen hat sich die Zahl der Milliardär*innen in den vergangenen zehn Jahren weltweit nahezu verdoppelt. Gleichzeitig können sich immer weniger Menschen aus extremer Armut befreien: Das Tempo, in dem extreme Armut abnimmt, hat sich seit 2013 halbiert. In Teilen Afrikas steigt die extreme Armut sogar wieder an. Als extrem arm gilt laut Weltbank, wer weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag zur Verfügung hat.

 

weiterlesen – kompletter Artikel / Quelle

Fehler mit System

In Berlin-Wedding wehren sich Mieter gegen dubiose Nebenkostenabrechnungen von Deutschlands größtem Wohnungsunternehmen Vonovia.

 

Eddy Haase ist sauer. 2014 ist der 49-Jährige in seine Wohnung in der Schulstraße in Berlin-Wedding eingezogen. »Ich hatte eine passable Miete, und bei Problemen hat der Vermieter zuverlässig reagiert«, sagt Haase. Doch seit das Wohnungsunternehmen Vonovia das Gebäude 2016 aufgekauft hat, flattern ihm immer höhere Nebenkostenabrechnungen ins Haus. Schnee schippen, Flurlampen reparieren, den Müll entsorgen: Alles ist teurer geworden. »2016 wurden für den Hauswartservice im Haus 3200 Euro berechnet«, erzählt Haase. »2017 waren es dann satte 6800 Euro, also mehr als das Doppelte.« Wie kommt der massive Kostenanstieg zustande? Haase kennt die Antwort bis heute nicht. Die Einsicht in die Betriebskostenabrechnung, auf die jeder Mieter das Recht hat, wird ihm bis heute verweigert. »Niemand hat mir irgendwelche Belege präsentiert.« Haase suchte daraufhin das Gespräch mit den Nachbarn. Was er dabei erfuhr, hat den Berliner schockiert: »Praktisch jeder konnte mir Abrechnungen von Vonovia mit erhöhten Nebenkosten zeigen«, sagt Haase.

Das war der Auslöser für die Gründung der Initiative »Vonovia-Mieter-Wedding« im vergangenen Oktober. »Wir Mieter wollen uns diese Profitmacherei mittels überhöhter Nebenkosten nicht mehr gefallen lassen«, sagt Haase. Ziel der Initiative ist es, betroffene Mieter aufzuklären und Öffentlichkeit für das Problem zu schaffen.

 

weiterlesen – kompletter Artikel / Quelle

Deutsche Wohnen: Streit um Siedlung Westend eskaliert

Das Unternehmen erwägt offenbar, das Neubauvorhaben in Charlottenburg zu kippen. Man wolle nur zu „realistischen Bedingungen“ weitermachen.

Westend. Es gilt als eines der größten Neubauvorhaben in Charlottenburg-Wilmersdorf. Die Deutsche Wohnen will die ehemalige britische Alliierten-Siedlung entlang von Scott-, Swift- und Dickensweg in Westend abreißen. Die Bauten aus den Fünfzigerjahren mit 212 zum Großteil noch vermieteten Wohnungen sollen verschwinden und 580 neue dafür gebaut werden. Seit Jahren wird zwischen Bezirk und Unternehmen um das Vorhaben gerungen. Nach Informationen der Berliner Morgenpost droht die Deutsche Wohnen nun, sich aus dem Vorhaben zurückziehen. Gegenüber der Berliner Morgenpost sagte Deutsche-Wohnen-Sprecherin Manuela Damianakis aber lediglich: „Es ist ein tolles Projekt. Grundsätzlich wollen wir uns weiter für die Realisierung einsetzen, aber nur zu realistischen Bedingungen.“

Bezirk will 52 Prozent der neuen Wohnungen mietpreisgebunden

weiterlesen – kompletter Artikel / Quelle

Miethaie in Fresslaune

Investoren lechzen nach hohen Renditen auf dem Immobilienmarkt. Mieterbund fordert Bodensteuer als Spekulationsbremse

 

Es ist angerichtet. Die Unternehmensberatungsgesellschaft Ernst & Young hat am Mittwoch das »Trendbarometer Immobilien-Investmentmarkt 2019« vorgestellt, wofür 300 Spekulanten befragt wurden. Im vergangenen Jahr hätten in Deutschland demnach Immobilien im Wert von 78 Milliarden Euro den Besitzer gewechselt. Dies entspreche einem Zuwachs von sieben Prozent gegenüber 2017. Nach 2015 sei es der zweithöchste Wert innerhalb der vergangenen 15 Jahre.

Die Spekulation mit Wohneigentum ist unter den Managern besonders beliebt. Im Vergleich zum Handel mit Gewerbeimmobilien gebe es in dem Sektor eine »größere Preisphantasie«. Die Investoren glaubten »weiterhin an steigende Mieten in Deutschland und damit auch an Deutschland als Investmentmarkt«.

Ähnlich euphorisch ist auch die Deutsche Bank. Der Tagesspiegel zitierte in seiner Mittwochausgabe aus einem Schreiben der Analyseabteilung des Geldhauses, in dem frohlockt wird, dass Berlin sich zu einem Innovationsstandort entwickle. Dies stelle »eine exzellente Basis für den Wohnungsmarkt dar«. Die Banker erwarten einen »lang anhaltenden Hauspreiszyklus«.

Ernst & Young geht davon aus, dass hierzulande »der Fokus auf Bestandsinvestitionen liegen« werde, da hier bessere Renditen zu erwarten seien als bei Zukäufen. Welche Folgen solche Geschäfte haben, erklärte der Geschäftsführer des Deutschen Mieterbunds, Ulrich Ropertz, am Mittwoch gegenüber jW: »Wenn Investoren vermehrt auf Bestandswohnungen setzen und sagen, da liegt die Rendite, dann heißt das übersetzt, sie treiben die Mieten in die Höhe.«

 

weiterlesen – kompletter Artikel / Quelle

Glück kennt keine Behinderung

Fotoausstellung von Jenny Klestil

19. Januar bis 5. März 2019

Montag bis Freitag von 10-18 Uhr

Vernissage : 18. Januar 2019 um 18 Uhr

mit Live-Fotoshooting für Menschen mit Down-Syndrom und anderen Beeinträchtigungen (Beitrag 30 €)

im Stadtteilzentrum am Teutoburger Platz / Fehrbellinerstr. 92 / 10119 Berlin

Wir freuen uns auf kleine und große Leute.

Miete rauf, Rente runter

Steigen die Mieten weiter wie bisher, können sich viele Rentner kaum noch eine Wohnung leisten. Wenn die Bauindustrie nicht reagiert, droht den Alten eine Wohnungsnot.

Über später denkt sie nicht so gerne nach. Obwohl Brigitte Weber sonst sehr vieles plant und sehr überlegt handelt. Aber das Altsein wird in dieser Stadt hart, das ahnt Weber schon. Sie geht auf die 50 zu, hat noch knapp 20 Jahre bis zur Rente und heißt in Wirklichkeit anders. Sie will aber nicht mit richtigem Namen in den Medien stehen, zwei Dinge machen ihr Sorgen: Sie ist Angestellte in der Pharmabranche und verdient gut, aber nicht gerade übermäßig. Wenn alles glatt läuft, bekommt sie in etwa 1.000 Euro Rente, sagt ihr Rentenbescheid. Das ist ungefähr so viel, wie sie jetzt für ihre Zweizimmerwohnung in München bezahlt. Und die Mieten werden steigen in den kommenden 20 Jahren. Wird sie sich diese Stadt, in der sie seit 20 Jahren lebt, als Rentnerin überhaupt noch leisten können?

Viele Bürgerinnen und Bürger müssten sich diese Frage stellen, besonders in den Großstädten, findet Matthias Günther: “Deutschland steht ein Alterswohnproblem bevor. Die Entwicklung wird einem Großteil der Seniorenhaushalte in Deutschland zu schaffen machen”, warnt der Vorstand des Pestel-Instituts in Hannover. Das Institut wurde vom einstigen niedersächsischen Wissenschaftsminister Eduard Pestel gegründet und hat sich auf die Erstellung von Szenarien für den Wohnungsmarkt spezialisiert. Sein neuestes Szenario sieht so aus: Weil die Renten künftig schrumpfen, die Wohnkosten dagegen steigen, müssten eigentlich massenhaft Senioren in kleinere Wohnungen umziehen. “Aber genau davon gibt es viel zu wenige”, sagt der Ökonom Günther. Und vor allem gebe es noch weniger seniorengerechte Wohnungen, bundesweit nämlich nur 700.000. Etwa drei Millionen altersgerechte Wohnungen fehlten auf absehbare Zeit, beziffert das Pestel-Institut. Zu dieser Zahl kam schon das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in seinen Studien. Günther sagt es so: “Deutschland steuert sehenden Auges auf die graue Wohnungsnot zu.”

Investor Gröner gibt Kreuzberger Postscheckamt auf

Nach langem Streit mit dem Bezirk verkauft die CG Gruppe das Postcheckamt am Halleschen Tor. Dort soll Gewerbe entwickelt werden.

Der bisherige Eigentümer des Postscheckamt-Areals am Halleschen Ufer in Kreuzberg, die CG Gruppe, verkauft seine Anteile. Wie Vorstand Jürgen Kutz der Berliner Morgenpost bestätigte, ist ein Teil der Übertragung bereits abgeschlossen. Neuer Eigentümer wird die Art-Invest mit Sitz in Köln.

Im Sommer sagen die Pläne für das Postscheckamt noch anders aus: Christoph Gröner im vor dem Gebäude (Quelle: https://www.morgenpost.de/bezirke/friedrichshain-kreuzberg/article216185431/Investor-Groener-gibt-Kreuzberger-Postscheckamt-auf.html)

Die Entscheidung des Unternehmens sei Folge der aktuellen Einigung mit dem Bezirk über die Nutzung. Wollte die CG Gruppe von Chef Christoph Gröner dort zunächst Gewerbe und Wohnungen realisieren, sollte es nach langen Verhandlungen zuletzt nur noch Gewerberaum sein, der bei der CG Gruppe verblieben wäre. Den Wohnanteil bestreitet den Plänen nach die landeseigene Degewo, die diese Flächen kauft. Mit dem Verkauf an die in Abschnitte des Projekts bereits einbezogene Art-Invest, so Kutz, gebe man das Projekt weiter an ein Unternehmen mit entsprechender Expertise für Gewerberaum.

Florian Schmidt (Grüne), Baustadtrat in Friedrichshain-Kreuzberg, sagte: „Es ist gut, dass wir es nun mit einem Bestandshalter als Bauherren zu tun haben. Ich werde mich in Kürze das erste Mal mit Art-Invest treffen, um ihre Entwicklungsziele kennenzulernen.“ Bisher habe er mit dem Unternehmen gute Erfahrungen an einem anderem Standort gemacht.

Der Rückzug überrascht im Bezirk viele

Lothar Jösting-Schüßler (Linke), Mitglied im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, erklärte: „Wir hoffen, dass es mit dem neuen Investor Art-Invest möglich sein wird, auf dem Gelände starke kulturelle Nutzung und privates Gewerbe zu verbinden.“ Vorstand Kutz sagte: „Ich bin froh, dass es diese Lösung gibt, damit die erforderlichen Baumaßnahmen für Berlin und den Bezirk umgesetzt werden.“ …

kompletten Artikel lesen … Quelle … Berliner Morgenpost

Rummelsburger Bucht und die Verdrängung der Künstler*innen sowie der Aktivist*innen vom Freibeuter

Soll auf der Spree die Freiheit für das Allgemeinwohl bewahrt werden oder einigen Wenigen privaten Investor*innen kampflos überlassen werden?

Quelle: Ausschnitt zitiert aus Berliner Abendschau vom 10.01.2019

 

Wie kann dieser wundervolle Freiraum, der so zentral gelegen ist, erhalten werden? Wie viel Anlegeplätze werden überhaupt für soziale Projekte und somit für das Allgemeinwohl in Berlin angeboten? #RummelsburgerBucht #Freibeuter #Mietenwahnsinn #Gentrifizierung #Verdrängung #ZUSAMMEN #UNTEILBAR #Wohnen #Wohnung #Soziales

Erleichterung in der BoeThie Berlin Neukölln!

Der Bezirk will das Vorkaufs-Recht ziehen.  Nur noch 4 Wochen bangen, dann könnten die Mieter*innen aufatmen!

Quelle: Ausschnitt zitiert aus Berliner Abendschau vom 10.01.2019

 

Wir hoffen das dann die Bewohner*innen der Häuser vor Verdrängung sicher sind, da Städtische Gesellschaften immer noch Profite machen müssen, um zu überleben! Die Mieter*innen der #BöhmischeStraße und #Thiemannstraße wollen bleiben! Die #Mieterinitiative #BoeThie aus #Neukölln kämpft gegen ihre Verdrängung! HP: https://boethie.noblogs.org/?fbclid=I#Mietenwahnsinn #Gentrifizierung #Verdrängung #ZUSAMMEN #UNTEILBAR #Wohnen #Wohnung #Soziales

Kieztreffen zu einer temporären Spielstraße in der Templiner Straße Nr. 1 – 7 und Nr. 15 – 19

Liebe AnwohnerInnen,

wie wäre es, wenn wir die Templiner Straße 1-7 und 15-19 einmal anders nutzten :

z.B. mit Ballspielen, Rollschuhen, Federball oder Rollschuhen, Klappstuhl und Kaffee, um zu spielen und zu plaudern. Viele Dinge sind möglich, wenn eine Straße temporär autofrei ist.

Wir möchten mit Ihnen in einer AnwohnerInnenversammlung ins Gespräch kommen.

Expert*Innen zu Gast :

Cornelia Dittrich – Spielstrasse Gudvanger in Pankow

Stefan Rohner – Spielstrasse Böckhstrasse in Kreuzberg

Wir sind NachbarInnen mit und ohne Kinder rund um den Teutoburger Platz, sind aktiv im Schülerladen KOMET, im Verein LEUTE AM TEUTE e.V. und im Stadtteilzentrum am Teutoburger Platz.

Weitere kleine und große MitmacherInnen sind herzlich willkommen.

Zeit: Dienstag, 15. Januar 2019 um 17:30 Uhr
Ort: Stadtteilzentrum am teutoburger Platz
Fehrbelliner Straße 92

Stadtteilzentrum