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Einladung zum Arbeitseinsatz auf dem Teutoburger Platz

Liebe Anwohner & liebe Vereinsmitglieder

Am kommenden Sonnabend, dem 29. April 2017 ist es wieder soweit: alle, die Lust auf Gartenarbeit und einen schicken Teutoburger Platz haben, treffen sich zum gemeinsamen Frühstück um 10:00 Uhr im Platzhaus und gehen eine Stunde später gestärkt an die Arbeit. Wir freuen uns immer auf neue Gartenfacharbeiter und wünschen uns, dass ihr zahlreich kommt.

Zeit: Sonnabend, 29. April 2017 um 10:00 Uhr
Ort: Platzhaus auf dem Teute

Vermieter müsste man sein: In ganz Deutschland klettern die Mietpreise rasant

Von 2012 bis 2016 sind die Mieten in Deutschland um durchschnittlich 15 Prozent gestiegen. In Ballungszentren sieht die Lage noch schlimmer aus: In Stuttgart legten die Preise für Mietwohnungen um 19 Prozent zu, in München um 21 Prozent und in Berlin um 28 Prozent. Das ergibt eine Auswertung von Immobilieninseraten.

 

Glücklich ist, wer in den vergangenen Jahren nicht umziehen musste. Denn nahezu jeder Wohnungswechsel führt dazu, dass die Betroffenen mehr Geld für Miete ausgeben müssen – vorausgesetzt, man will sich nicht mit deutlich weniger Quadratmetern zufrieden geben. Oder nach Jena ziehen. Denn in Jena ist die Miete seit 2012 im Schnitt um 1,2 Prozent gefallen. Vor fünf Jahren musste man in der ostdeutschen Traditionsstadt durchschnittlich 8,40 Euro Miete pro Quadratmeter bezahlen, im vergangenen Jahr waren es nur 8,30 Euro. Jena ist mit diesem Rückgang der Preise allerdings einzigartig in Deutschland.

Die Daten stammen vom Forschungsinstitut Empirica in Bonn, das nach eigenen Angaben „die mit Abstand größte Sammlung von Immobilieninseraten in Deutschland“ ausgewertet hat. Das Institut analysiert die auf Internetbörsen angezeigten Angebotsmieten und hat so eine Datenbank über die Mietpreisentwicklung in Deutschland erstellt. Mit diesen Daten hat CORRECTIV nun eine interaktive Karte erstellt, in der jeder nachschauen kann, wie die Entwicklung in seinem Landkreis war.

Laut den Empirica-Daten sind die Mieten in den vergangenen fünf Jahren deutschlandweit um etwa 15 Prozent gestiegen. Besonders heftig war der Anstieg in Berlin. Dort kostet eine Mietwohnung heute im Schnitt 28 Prozent mehr als vor fünf Jahren. Mit einem Preis von 9,29 pro Quadratmeter spielt die lange Jahre eher günstige Bundeshauptstadt jetzt in einer Liga mit traditionell teuren Städten wie Düsseldorf, wo Mieter 9,87 Euro pro Quadratmeter berappen müssen.

Die Bewohner von München werden auch über diese Preise nur müde lächeln können. Im Jahr 2016 mussten sie für eine Mietwohnung im Durchschnitt 16 Euro pro Quadratmeter zahlen – ein Anstieg um 21 Prozent gegenüber dem Jahr 2012. Auf Platz zwei der teuersten Orte folgt der Landkreis München (12,80 Euro pro Quadratmeter), dann kommen Frankfurt (12,70 Euro), Starnberg (11,94 Euro) und Stuttgart (11,31 Euro).

Weiterlesen  https://correctiv.org/recherchen/stories/2017/04/07/so-sind-die-mieten-in-deiner-stadt-gestiegen/

Ein Turm mit Mikroapartments für 1500 Euro Miete

Im Neubauquartier an der Lehrter Straße nahe dem Berliner Hauptbahnhof entstehen mehr als tausend Wohnungen. Ein Viertel davon sind Mini-Apartments fürs Wohnen auf Zeit.

 

Vor zwei Jahren war noch von Studenten-Apartments die Rede, jetzt heißt die marketingtaugliche Sprachregelung „Mikroapartments“. Kombiniert mit dem retro-trendigen Namen „The Fritz“ wird der Wohnturm an der Lehrter Straße sicher ein Verkaufsschlager. Einziehen werden hier später auch ein paar Studenten mit zahlungskräftigen Eltern. Bei einer All-inklusive-Miete von 800 bis 1500 Euro im Monat sind aber eher gut bezahlte Manager zu erwarten.

Das Bauprojekt der Groth-Gruppe an der Lehrter Straße gehört im weiteren Sinne zum Entwicklungsgebiet Europacity auf der anderen Seite der Bahngleise. Eine Fußgängerbrücke soll später beide Quartiere verbinden. 1031 Wohnungen baut Groth auf einer Fläche von fünf Fußballfeldern, davon werden 266 in den 18-stöckigen Turm gezwängt.

20 bis 50 Quadratmeter klein

Die Apartments sind 20 bis maximal 50 Quadratmeter klein, komplett möbliert, mit hotelähnlichen Annehmlichkeiten wie Concièrge, Fitnessstudio, W-Lan und Putzservice, aber ohne Balkon oder Terrasse. Das gehört zum Konzept. Niemand soll sich hier dauerhaft einrichten.

Die Mietverträge laufen mindestens ein halbes Jahr, höchstens zwei Jahre. „Temporäres Wohnen“ für Unternehmer, Forscher, Manager und Berlin-Fans, als Zweitwohnung oder eben zur Miete. Oft würden internationale Firmen wie Bayer oder Vattenfall ganze Etagen mit solchen Apartments mieten, für Mitarbeiter, die zeitweise in Berlin arbeiten, erklärt Thomas Zabel von Zabel Property, die den Turm vermarkten. Eine spezielle Hausverwaltung kümmert sich um die Einhaltung der Wohnregeln. Nach zwei Jahren zur Miete wird der Vertrag nicht mehr verlängert, aber bei Bedarf findet sich sicher ein anderes Apartment im Haus.

Auflage vom Bezirk? Stadtrat dementiert

Die Idee mit den Mikroapartments sei „von der Stadt“ ausgegangen, erklärt Zabel, dieser „Auflage“ sei man gerne nachgekommen. Mittes Baustadtrat Ephraim Gothe (SPD) weist das zurück. Eine solche Auflage habe es nicht gegeben. Groth-Geschäftsführer Henrik Thomsen spricht lieber von planerischen Vorteilen. Beim Lärmschutz seien die Anforderungen geringer, auch Balkone an einem Hochhaus seien problematisch. Beide Manager sehen die Apartments als legale Alternative zur Ferienwohnung. Um nicht in Konflikt mit dem Zweckentfremdungsverbot zu kommen, habe man eine Mindestmietzeit von einem halben Jahr vereinbart. Der städtische Apartment-Anbieter Berlinovo vermietet schon ab einem Monat. Verboten ist die „tage- oder wochenweise“ Vermietung an Gäste, heißt es im Zweckentfremdungsgesetz.

Ähnliches Konzept für den Postbank-Turm

Mikroapartments mit Serviceangeboten und Coworking-Räumen sollen auch im Postbank-Turm am Halleschen-Ufer entstehen. Doch das Bauprojekt liegt in Kreuzberg, und der grüne Baustadtrat Florian Schmidt versucht, die Renditekonzepte von Investoren möglichst auszubremsen. Kritik an „The Fritz“ in Mitte ist dagegen bislang nicht laut geworden. Die Betroffenenvertretung Lehrter Straße hat mehr bezahlbaren Wohnraum angemahnt, am besten 50 Prozent der Wohnungen. Vorgeschrieben sind derzeit 25 Prozent, aber der städtebauliche Vertrag wurde laut Investor Thomas Groth vor dieser Festlegung geschlossen. Die Fritz-Apartments eingerechnet, kommt Groth derzeit auf einen Anteil von 15 Prozent. Geplant sind 160 Sozialwohnungen, die von der Degewo übernommen werden.

2019 sollen hier 3000 Menschen wohnen

The Fritz soll zusammen mit den Wohnungen des zweiten Bauabschnitts 2019 fertig werden. 3000 Menschen könnten das neue Stadtviertel dann bevölkern. Die normalen Wohnungen werden verkauft oder zur Miete auf den Markt gebracht. Die Kaufpreise seien der zentralen Lage angemessen, sagt Groth, 4000 bis 6000 Euro pro Quadratmeter. Architektonisch sind die Wohnblöcke, die im Zickzackmuster schräg zur Straßenflucht angeordnet sind, eher schlicht gehalten, der 57 Meter aufragende Fritz-Turm erhält immerhin eine „goldene“ Außenhaut aus Keramikplatten. Zwischen Häusern und Bahngleisen entsteht ab 2018 ein Grünzug, auf dem man direkt zum Hauptbahnhof laufen kann.

Quelle: http://www.tagesspiegel.de/berlin/bauprojekt-the-fritz-in-berlin-moabit-ein-turm-mit-mikroapartments-fuer-1500-euro-miete/19690928.html

Londoner Finanzinvestor übernimmt Taekker-Wohnungen

Wohnhausmulti verkauft rund 700 Wohnungen. Berlin entgeht Grunderwerbsteuer in Millionenhöhe. Bewohner müssen mit steigenden Mieten rechnen.

 

Berlin, Berlin – wir verlassen wieder Berlin: Die dänische Taekker Gruppe hat den größten Teil ihrer Wohnhäuser und Gewerbeflächen in Kreuzberg und anderen innerstädtischen Quartieren an einen Finanzinvestor mit Sitz in London und dem Steuerparadies Luxemburg verkauft. Das Geschäft geht freilich am Fiskus vorbei – durch einen „Share Deal“ verkauft der Unternehmer offiziell die Mehrheit an seiner Firma, so dass der Käufer nicht einmal Grunderwerbsteuer zahlen muss.

Die Geschäftsführerin der Taekker-Gruppe in Berlin, Lene Mortensen, bestätigte das Geschäft. Käufer ist die britische Firma Round Hill Capital, was ein Sprecher auf Anfrage bestätigte. Es gehe um „770 Einheiten in innerstädtischen Lagen“. Die britische Firma besitzt nach eigenen Angaben 56 000 Wohnungen, sei “einer der größten privaten Eigentümer in verschiedenen europäischen Ländern”. In Deutschland verwalte die Firma “mehr als 2500 Einheiten pro Jahr für Kunden”.

Round Hill Capital war schon mal in Berlin und verdiente kräftig an Immobiliendeals

Für die Briten bedeutet der Kauf ein neuer Großeinkauf auf dem Berliner Markt, auf dem sie erst vor drei Jahren durch einen großen Verkauf auffällig wurde. Auch damals dealten die Briten mit einem ähnlich großen Bestand von Wohnungen, knapp 800 an der Zahl, die sie für 86 Millionen Euro verkauften. Die Wohnungen lagen in den Stadtteilen Wedding, Tiergarten, Kreuzberg und Charlottenburg. Der Gründer von Round Hill Capital, Michael Bickford, ließ sich damals damit zitieren, dass sich die Firma darin verstehe, „attraktive Immobilien zu kaufen, diese aufzuwerten und sie anschließend gewinnbringend zu veräußern“.

Genau das dürfte nun die Strategie der Firma im Umgang mit den Taekker-Wohnungen sein. Unter „Aufwertung“ versteht die Branche eine Erhöhung der Mieten in den gekauften Wohnungen, wobei zunächst der rechtliche Spielraum für reguläre Erhöhungen genutzt wird. Außerdem werden die Kosten für mehr oder weniger sinnvolle „Modernisierungsmaßnahmen“ auf die Mieter umgelegt.

Das Alternativ-Gewerbe in der “Lause” ist nicht betroffen

Nicht von dem Deal betroffen ist das alternative Projekt „Lause“ in Kreuzberg, das ebenfalls der Taekker-Gruppe gehört. Zu den Mietern dieses historischen Gewerbe-Ensemble in der Lausitzer Straße 10 zählen das Antifaschistische Archiv sowie Kunst- und Kulturschaffende. Eine Lause-Sprecherin sagte, „wir sind weiterhin im Gespräch“ mit der Taekker-Gruppe. Dort bestätigte Berlin-Chefin Mortensen ebenfalls, dass das Gebäude nicht verkauft wurde.

Bezirksbürgermeister will mit Taekker über Kommunalisierung sprechen

Share Deals sind nicht nur steuerlich begünstigt, sie verhindern auch, dass der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg das sonst übliche Vorkaufsrecht geltend machen kann. Baustadtrat Florian Schmidt (Grüne) sagte, er werde „zeitnah“ mit Joern Taekker klären, „ob einzelne oder das ganze verbleibende Taekker-Portfolio kommunalisiert werden kann“. Die „politische Regulierung des Share Deal Prinzips“ komme für dieses Geschäft zu spät.

 

Weiterlesen: http://www.tagesspiegel.de/berlin/spekulationen-mit-immobilien-londoner-finanzinvestor-uebernimmt-taekker-wohnungen/19690926.html

 

NKZ? Enteignen!

Erst kam die Schocknachricht, dass das Neue Kreuzberger Zentrum, der Sozialbauriegel auf der nördlichen Seite des Kottbusser Tors, an einen privaten Investor verkauft werden soll. Dann stand auf einmal das Vorkaufsrecht des Bezirkes als politische Lösung im Raum. Aber: geht das einfach so? Macht das überhaupt Sinn? Und ist es wirklich die beste Lösung für … Weiterlesen